| 14. April 2007 | bis | 24. Mai 2007 |
„Ich sehe was, was du nicht siehst.“
Ein visueller Brückenschlag zwischen Europa und Afrika mit dem Medium der digitalen Fotografie.
In dieser Ausstellung haben Sie die Möglichkeit, den afrikanischen Alltag mit den Augen der Kinder und Jugendlichen von A.M.P.O. zu sehen.
1810
14.04.–24.05. 2007
Mo-Do, 10-13:00 und 15-18:00 Uhr
(außer Feiertage)
Centre Culturel Français de Kiel
Hardenbergstr. 11, 24105 Kiel
Mit freundlicher Unterstützung von „Bingo! Die Umweltlotterie“
Dokumentation des Projektes
Aus den ‘Kieler Nachrichten’ vom 18.4.:
von Annemarie Heckmann
Was kann eine Kamera? Eindrücke von fremden Ländern festhalten? Das ist zu wenig. Wer die Bilder sieht, die derzeit im Centre Culturel Français de Kiel in der Hardenbergstraße gezeigt werden, bekommt einen anderen Eindruck. Der spürt, dass Bilder erzählen können. Sie erzählen von Hitze, staubigen Straßen, von grellbunten Märkten, von Kindern, die davon träumen, eine Karriere als Fußballstar zu erleben. Sie erzählen von einem einfachen Leben, vom Lachen, das sich manchmal kaum bändigen lässt, vom Stolz und von Hoffnung. Sie erzählen von Kindern aus dem westafrikanischen Burkina Faso wie Awa Diallo (13), Balima Adjara (17) oder Hamed Zerco (14).
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“Ich sehe was, was du nicht siehst” ist dieser visuelle Brückenschlag betitelt. Angeschoben haben ihn die Muthesius-Absolventin und Fotografin Susanne Ludwig, die Sozialarbeiterin Natascha-Maria Meyenberg sowie Katrin Rohde, eine Schleswig-Holsteinerin, die in Quagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, ein Haus für Straßen- und Waisenkinder (A.M.P.O.) gegründet hat. Ihre Kinder wurden in einem Workshop mit Ludwig und Meyenberg in die Digitalfotografie eingeführt. Gleiches wird in einem schleswig-holsteinischen Jugendaufbauwerk geschehen. In beiden Ländern halten Kinder ihren Alltag in Bildern fest – und diese Bilder werden in Deutschland, Afrika und in Frankreich gezeigt. Eines der reichsten und eines der ärmsten Länder der Welt können sich dadurch ein Bild voneinander machen, sagt Ludwig.
Ein Haus für Kinder, die kaum eine Zukunft haben, in Burkina Faso zu gründen – das ist alles andere als eine Kleinigkeit. So hatte Katrin Rohde selbst vor über zehn Jahren vom damaligen deutschen Botschafter zu hören bekommen: “Tun Sie das nicht. Schon ganz andere sind daran gescheitert. Dies ist ein schwieriges Land.” Sie ließ sich nicht beirren und gründete A.M.P.O. Dort haben die Kinder die Möglichkeit, wieder einen Platz in der Gesellschaft zu finden, Ausbildung, Unterkunft und Anerkennung zu erhalten. Ludwig und Meyenberg fanden dort Partner für ihre Idee. Das Projekt wird außerdem durch Sahel e.V., der “Bingo!Umweltlotterie” und dem Centre Culturel Français de Kiel unterstützt.
Die Bilder werden bis zum 24. Mai im Centre Culturel Français, Hardenbergstraße 11, gezeigt. Geöffnet Mo-Do 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr. Infos zu Schulführungen unter Tel. 804965, zum Projekt unter Tel. 04522/789885.