Monats-Archiv für August 2009

Schwimmunterricht bei AMPO

Im Rahmen der Freizeitaktivitäten für die Kinder hat AMPO einen Schwimmkurs während der heißen Periode, das heißt in den Monaten April und Mai jeden Jahres, für die Kinder initiiert.

Dieses Jahr ist das Schwimmen für mehr als 160 Kinder der verschiedenen Einrichtungen (AMPO Jungen, AMPO Mädchen, Mia und Alma) gut verlaufen.

Jeden Donnerstag und Samstag und einem aufgestellten Programm folgend, begleiten die Erzieher die Kinder ins Schwimmbad. Zwei Bademeister gewährleisten ihr Lernen und ihre Betreuung.

Die Kinder waren sehr erfreut, ins Schwimmbad zu gehen und schwimmen zu lernen und sie waren bei allen Kursterminen anwesend. Diese Aktivität ist wohltuend und hat mehrere Vorteile für die Kinder, denn so wie sie gleichzeitig eine sportliche Übung und Freizeit für sie darstellt, erlaubt sie einigen Kindern ihre Angst zu überwinden, sich selbst zu bestätigen und Jugendliche zu werden, die bereit sind, dem Leben mit all seinen Eventualitäten entgegen zu treten.

Der Direktor des Jungenwaisenhauses
Mathias Zore

Schwimmunterricht bei AMPO

Schwimmunterricht bei AMPO


Mein Taschengeld

Hallo Katrin,
meine Mama, Claudia Christ, hat mir Dein Buch vorgelesen.

Ich bin Vincent Christ und 7 Jahre alt. Als meine Mama mir die Geschichte von Deinem Waisenhaus vorgelesen hat, wurde ich ganz traurig und ich dachte einen Moment nach: Ist es wichtiger reich zu werden, oder Menschen, die nichts zu essen haben und nicht in die Schule dürfen, denen zu helfen? Ich nahm mein ganzes gespartes Geld zusammen (76 Euro) und sagte meiner Mama: Hier nimm das Geld, das ist für die armen Kinder in Afrika. Da sagte meine Mama, davon kann ein Kind bestimmt ein ganzes Jahr zur Schule gehen. Und dann sagte meine Mama: Komm wir schauen mal im Buch nach, ob es eine Möglichkeit gibt, den Kindern Geld zu spenden. Nun wissen wir, dass ein Kind von 30 Euro ein Jahr lang zur Schule gehen kann. Von meinem Geld können nun zwei Kinder ein Jahr lang zur Schule gehen und von den restlichen 16 Euro sollen Stifte, Hefte, Radiergummis, Lineale, Blätter und Rucksäcke gekauft werden. Geht das? Wir haben nun 150 Euro gespendet, um das alles kaufen zu können.

Tschüss und bis bald
Vincent Christ
(Email vom 09.08.2009)

Vincent - Mein Taschengeld

Vincent - Mein Taschengeld

Lieber Vincent,
gerade komme ich von einer Reise aus einem afrikanischen Dorf zurück – Du weißt schon, mit so kleinen Hütten und großen Bäumen, dort wo die Frauen ihre Babies auf dem Rücken tragen und auf dem Kopf die Krüge mit Wasser.

Da finde ich doch so eine tolle Mail von Dir hier in meinem Laptop!
Ich danke Dir für Deine großzügige Tat!
Ich mache es genauso wie Du sagst: zwei Kindern gebe ich Schulgeld für ein Jahr und dazu einen Ranzen mit allem was dazugehört: Hefte, Lineal, Federtasche und so weiter.

So sind sie dann ausgerüstet. Ich mache ein Foto und schicke es Dir wenn die Schule wieder losgeht, das ist bei uns erst im Oktober.
Du fragst Dich: Ist es wichtiger reich zu werden oder anderen zu helfen? Diese Frage stellte ich mir auch manchmal und am besten – so sehe ich das – verbindet man beides. Denn man kann ja nur was abgeben, wenn man was hat. Du sollst Dir also getrost einen guten Beruf aussuchen, dafür viel lernen und wenn Du dann mal groß bist und was verdienst, gibst Du eben immer etwas ab – so ist es richtig. Du selbst willst ja sicherlich auch mal Kinder haben und eine nette Frau und diese Deine Familie soll  auch friedlich und zufrieden leben. Also: Geld muss schon her, nur eben nicht für dicke Autos und schicke Häuser und Partys, das muss ja nicht sein.
Du kannst Dir Dein Leben so einrichten, dass Du selbst zufrieden bist, auch mit dem, was Du abgibst.

Einstweilen sende ich Dir und Deiner Mutter ganz liebe Grüße aus Ouagadougou, warte auf das Foto, ja?

Deine Katrin Rohde aus Burkina Faso
(Email vom 12.08.2009)


Katrin Rohde und die Kinder von Ouagadougou

Quelle: Lokales Plön (05.08.2009)

Wie eine Plöner Buchhändlerin Waisen in Burkina Faso ein echtes Leben schenkt

Katrin Rohde und die Kinder von Ouagadougou

Katrin Rohde und die Kinder von Ouagadougou


AMPO-Rundbrief Juli 2009: Aktuelle Nachrichten von Katrin Rohde aus Burkina Faso

Guten Morgen allen Freunden der Waisenkinder in Burkina Faso!

Endlich hat es unsere Hauptstadt Ouagadougou auf die Titelseiten der internationalen Presse geschafft und jeder weiß nun wo wir sind! Dafür danken wir unserem deutschen Finanzminister und laden ihn herzlich in unsere Waisenhäuser ein, damit er mal sieht was hier wirklich so los ist…
und uns ein paar seiner eingenommenen Steuern für unsere Kinder schickt!

Den Kindern geht es gut

Den Kindern geht es gut

Ich freue mich Sie alle begrüßen zu dürfen und Ihnen als allererstes zu sagen: allen Kindern geht es gut! Außer Ennoch, der sich beim Spielen den Arm brach, sind wir gesund und vergnügt und unsere Ferien nahen. Wider Erwarten sind die Schulresultate der Jungen besser als gedacht, und 7 von 12 Kindern bestanden dieses Jahr die Mittlere Reife. Die Abiturienten beginnen morgen mit dem mündlichen Teil, wir drücken die Daumen…

Unser Pflegekind Dimanchi, das kleine Mädchen mit den verbrannten Augenlidern, befindet sich nach 7 Operationen noch in Deutschland. Dort besuchte ich sie gerade in einer OP-Pause auf einem wunderbaren Bauernhof bei Wuppertal, wo sie mit Pferden und Hunden und einer tollen Pflegefamilie lebt – bis zu den nächsten Operationen im August. Im Oktober dann soll sie endlich nach Hause nach Burkina Faso kommen. Dimanchis beste Freundin war Sanne Lehmann, eine deutsche Frau die sie schon bei ihrem letzten Besuch im Waisenhaus über Wochen gut kennenlernte und sich in Deutschland während der schwierigen Operationszeit (zwei Wochen mit verbundenen Augen) liebevoll um sie kümmerte. Sanne Lehmann war schon vor vielen Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Harry ein willkommener Besuch im Waisenhaus. Nun ist Sanne ganz plötzlich gestorben. Dies ist für uns alle ein schwerer Verlust. Die AMPO-Kinder haben für sie gebetet, die Mitarbeiter haben gesammelt damit in der Kathedrale eine Messe gelesen wird. Am allerschönsten finde ich die Idee der Kinder mit ihren Erziehern: sie wollen unsere heißersehnte diesjährige Ferienkolonie, die im August für zwei Wochen in Leo im Süden des Landes stattfindet, unter das Motto “Ferien mit Sanne” stellen. Ja, unsere AMPO-Kinder sind wirklich gut, auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen, und sie haben es selbst vorgeschlagen! Unser Beileid gilt Sannes Mann, ihrer Familie und ihren Freunden.

Zweieinhalb Monate war ich auf Tour in Europa, denn einige große Geber mindern aufgrund der allgemeinen Finanzsituation ihren jährlichen Beitrag für AMPO und natürlich muss ich dafür neue Spender finden.

In Burkina Faso ist leider heute alles dreimal so teuer wie letztes Jahr. Dies bringt viele Familien in wahre Probleme, denn wer schon kaum einen Sack Reis im Monat zahlen kann, der hat schon gar nichts übrig für Schulgeld oder lebenswichtige Medikamente! Noch haben wir kaum Einbußen bei unseren privaten Spendern, und natürlich zählen wir auf Sie, ich weiß genau dass Sie uns, so lange wie es Ihnen möglich ist, treu sein werden.

Trotzdem machen wir Direktoren uns Gedanken, wo wir einsparen können, ob wir eventuell Autos verkaufen müssen, ob wir vielleicht das eine oder andere Projekt schließen müssen. Alle achten nun viel sorgfältiger auf Strom- und Wasserverbrauch. Auf jeden Fall trifft uns diese Krise nicht unvorbereitet. Immerhin haben wir in Westafrika das erste Mal einen (zweifelhaften) Vorteil gegenüber Europa: hier sind die Menschen es gewöhnt arm zu sein, zurückzustecken gehört hier zu den täglichen Übungen!

Brand des großen Refektoriums

Brand des großen Refektoriums

In meiner Abwesenheit nahm alles seinen täglichen Verlauf wie immer – unsere Direktoren sind mit ihren gemeinsamen Entscheidungen gut eingespielt. Überraschend war lediglich der Brand unseres großen Refektoriums, ausgelöst durch die Nonnen von der Mission nebenan, die ihre Feuer schlecht beaufsichtigten. Die Feuerwehr kam schnell, oh Wunder, und es wurde Gott sei Dank niemand verletzt.

Etliche neue Ideen wurden realisiert, aus Luxemburg kam eine Schneiderin die unsere Patchworkgruppen inspirierte und ihnen neue Künste beibrachte, mindestens 7 Praktikantinnen erstellen Ferienprogramme und haben viel Freude mit den Kindern. Am tollsten finde ich die mutige Idee unserer 5 jungen Mädchen die in unserem Restaurant kochen und servieren lernen.

Hier gibt es nun jeden Mittwochabend ein Überraschungsmenü, zu dem man sich am Tage vorher fest anmelden muss. Gestern durfte ich dies das erste Mal ausprobieren, und ich bin hochzufrieden. Es gab einen Meeressalat, serviert in einer halben Grapefruit, mit köstlichem Knoblauchbaguette. Dann einen riesigen Wolfsbarsch, gefüllt mit Gemüse, dazu Karotten und Ofenkartoffeln. Und dann Crêpe Suzette, wunderbar….bitte melden Sie sich bei Bedarf frühzeitig an, denn dieser Abend ist der Renner in unserem kleinen Restaurant, und die Mädchen sind sehr aufgeregt, weil sie alles ohne ihren Chefkoch schaffen müssen, auch das servieren, oha!

Sie sehen also, AMPO geht es gut, wir zählen auf unsere Kinder die uns viel Freude bereiten, so wie die Ihren es hoffentlich in Ihren Familien auch tun.

Einen schönen Sommer und Gottes Segen Ihnen allen wünscht

Katrin Rohde aus Ouagadougou

Anmerkungen aus der Geschäftsstelle in Plön:

Liebe AMPO-Freunde,

wenn Sie den Wunsch haben, sich aktiv für die Waisenkinder in Burkina Faso zu engagieren, können Sie dies gern im Rahmen der “Freundeskreise” tun. Es handelt sich hierbei um ein Netzwerk von “helfenden Händen”, die sich gemeinsam bei Aktionen zugunsten der Kinder unterstützen und Ideen austauschen. Informationen hierzu erhalten Sie auf unserer Internetseite, über unsere Geschäftsstelle und von Frau Berger-Krups (susanne.berger@sahel.de ). Nicht unvergessen sollen die Kinder bleiben, die noch keinen Paten haben. Sollten Sie gern eine Patenschaft übernehmen wollen, wenden Sie sich gern an uns.

Allen, die bereits eine Patenschaft übernommen haben, möchten wir herzlich danken und sie gleichzeitig daran erinnern, dass Sie bitte jetzt schon an die Weihnachtspost denken. Auch wenn das Fest noch in weiter ferne liegt, möchten wir Sie bitten, die Sendungen bis zum 01.09.2009 nach Plön zu schicken, damit sie rechtzeitig bei den Kindern eintreffen.

Zum Schluss möchten wir noch unsere neue Mitarbeiterin in Plön vorstellen. Frau Dittrich ist seit April 2009 als Unterstützung für Frau Duwe in der Geschäftstelle in Plön. Sie betreut unter anderem den AMPO-Shop, weshalb einige von Ihnen vielleicht schon Kontakt zu ihr hatten.

Wir grüßen Sie ganz herzlich aus Plön

Ihre Sabine Duwe & Ihre Ricarda Dittrich

SAHEL e.V.
Am Strohberg 2 • 24306 Plön • Tel.0 45 22 – 78 98 85 • Fax 0 45 22 – 78 98 86
Email: info.sahel@sahel.de Internet: www.sahel.de
Spendenkonto bei der Förde Sparkasse Plön: • Kto. Nr. 5785 • BLZ 210 501 70
Internationale Bankverbindung: IBAN (Konto-Nr.):
DE27 2105 0170 0000 005785 BIC (Bankidentifikation): NOLADE21KIE

– Stiftung
Am Strohberg 2 • 24306 Plön • Tel. 0 45 22 – 50 82 34 • Fax: 0 45 22 – 50 837
Email: info@katrin-rohde-stiftung.de Internet: www.katrin-rohde-stiftung.de
Spendenkonto bei der Förde Sparkasse Plön:
• Kto. Nr. 100 203 595BLZ 210 501 70, IBAN (Konto-Nr.): DE21 2105 0170 0100 20395 BIC: NOLADE21KIE