Monats-Archiv für Oktober 2009

Ausflug in die andere Welt

Quelle: Zoom, Nr. 42, 18. Oktober 2009

Zoom Mitarbeiterin Birteh Schäck absolvierte ein Praktikum in Westafrika und berichtet uns von ihren Erlebnissen.

Ausflug in die andere Welt

Ausflug in die andere Welt


Erfahrungsbericht von Birthe Schäck

„Wer einmal hier war, der kommt immer wieder!“

Mit einem bedingt auskurierten Fieberschub, meinem rot bestaubten Köfferchen, zerzaustem, verschwitztem Haar und einigen frischen Mückenstichen, die meine Arminnenseiten zierten, stand ich am Flughafen Ouagadougous am späten Abend kurz vor meiner Ausreise.
Ungeduldig kramte ich in meinem ungeordneten dreckigen Gepäck nach einem Schreiberling, um die Ausreisekarte mit nötigen Informationen über meine Person bestücken zu können. „Geboren in..“, „wohnhaft in…“.

Mit gesenktem Kopf und voller Konzentration auf mein Formular bemerkte ich nicht, das es neben mir an die Scheibe klopfte, die hartnäckig alle Verwandten und Freunde von ihren Angehörigen trennt, sofern diese in den Wartebereich vorgedrungen sind. „Madame…madame…ein Freund von ihnen, sehen sie nur!“ Erst diese Worte rissen mich aus meinen Gedanken, die zwischen Ouagadougou und Deutschland hin und her pendelten. Es war ein Freund, der extra zum Flughafen gekommen war, um mich noch einmal in die Arme schließen zu können. Ich war froh und überrascht über diese eine letzte Begegnung, die noch einmal all mein Gefühl zu AMPO brachte, bevor ich in den Flieger steigen sollte. Letzte Worte wurden ausgetauscht und nun konnte ich meine Melancholie nicht mehr zurück halten, was sich in dicken Tränen äußerte, die über meine Wangen kullerten.

„Flapp…flapp…flapp…flapp…“ An das Geräusch unruhiger Ventilatoren, die jeden Moment von der Decke zu fallen drohten, hatte ich mich den Monat über gewöhnt, so dass sie im Warteraum des Flughafens eine beruhigende Wirkung auf mich ausübten.

Spätestens nachdem ich meinen Sitz im klimatisierten Flugzeug gefunden hatte und die Stewardessen mit Mückentöter in Sprühform durch die Gänge liefen, merkte ich tief im Herzen, dass ich nun diese andere, mir so wohl – und liebgewonnene Welt verlassen muss.
O U A G A D O U G O U, ein letztes Mal las ich die Buchstaben über der kleinen Flughafenhalle, bis wir absetzten und mit dem Flieger mein Herz voller Erinnerungen, Eindrücke und unbeschreiblicher Begegnungen nach Deutschland flog.

Mein Gefühl aber sagte mir in diesen Minuten ganz deutlich: „Du wirst wiederkommen, es war nicht das letzte Mal!“

Bepackt mit einigen Geschenken für die Kinder, zwei Kilo Bonbons, 240 Feuchttüchern, drei Dosen Mückenspray, einem Laptop, einer Kamera & Stativ, einem Fotoapparat, mehreren Büchern, Papier & Pinseln sowie einigen sommerlichen Klamotten, kam ich am 03.09.2009 in Ouagadougou an.

Freudig schloss ich meine kleinen Freunde AMPOs sowie Katrin und Timo in die Arme, die ich über ein Jahr nicht gesehen hatte. Mein mit der Weile dritter Aufenthalt bei AMPO begann sonnig und heiß. Deutlich erkennbar jedoch die Schäden vergangener Regentage, die so dominant ausfielen, das 250.000 Burkinabé ihre Häuser verloren, die unter dem Regen wie Watte in Wasser zusammen sanken. Ouagadougou traf es hierbei besonders hart. Das Elend, so merkte ich an der betrübten, oder sagen wir besser aussichtslosen Stimmung, erschien in diesen Wochen grenzenlos und prägte meine Praktikumzeit. Die vielen häuserlosen Menschen kamen derzeit in Schulen unter, wo sie, dicht an dicht, ein Lächeln aus Dankbarkeit für das Dach über ihren Köpfen, hervorbrachten.

Schon während meines ersten AMPO- Aufenthaltes im Jahre 2006, wo ich zwei Wochen das Krankenhaus mit meiner Anwesenheit beglückte und die ein oder andere Träne vor Selbstmitleid nicht verbergen konnte, sagte Katrin Rohde zu mir: „Die Menschen sterben links und rechts deines Krankenzimmers, da sie kein Geld für eine Behandlung haben und du beschwerst dich über eine Malaria!“ Damals harte Worte für ein 18-jähriges Küken aus Europa und ich war sichtlich empört.
Heute, nach drei Aufenthalten in Ouagadougou und dem Erleben täglichen Leids auf den Straßen Burkina Fasos, hungernden Kindern, einer Flutkatastrophe, 250.000 häuserlosen Menschen und sich verbreiteten Seuchen und Krankheiten, einer unbezwingbaren Arbeitslosenrate sowie einer Kindersterblichkeitsrate, die mich Ohnmacht spüren lässt, frage ich mich selber: Über was beschweren wir uns in Europa? Gibt es wahre Gründe, oder ist der Grund, keinen Grund zur Beschwerde zu haben? Ist es unser Überkonsum europäischer Luxusgüter, der uns Unglück spüren lässt?

Ich möchte nicht von meinen Erfahrungen und Einzelheiten vor Ort bei AMPO berichten und auch nicht von den Farben, den Gerüchen, den Kinderstimmen und lächelnden Gesichtern, die wir Praktikanten bei AMPO in uns aufnehmen, denn ich denke, dass Worte nicht genügen, um diese Eindrücke nur ansatzweise zu beschreiben, so dass ihr euch ein Bild machen könntet, wie man in Ouagadougou aufwacht, seinen Tag verlebt und abends einschläft. Aber ich möchte euch beschreiben, was diese Zeit mit mir selbst machte und wie sie mich veränderte.

Als ich 2006 das erste Mal nach Ouagadougou flog, stand für mich meine eigene Integration in den afrikanischen Alltag an oberster Stelle. Mit einem hohen Grad an Offenheit und der Bereitschaft, alles zu essen und alles zu riskieren, zog ich los, um die Welt zu retten. Als ich bei AMPO ankam, merkte ich schnell, dass das afrikanische Leben nicht für uns Europäer gemacht ist und es schier unmöglich ist, alles zu essen, alles Visuelle zu verarbeiten und sich zwanghaft in alle Situationen hineindrängen zu können in der Hoffnung, sich zu integrieren. Und ich realisierte, dass es nicht von Relevanz ist, zu leben wie ein Afrikaner. Nein, ich verstand für mich, das es schier unmöglich und von höchster Dummheit ist, seine eigenen Bedürfnisse während des Praktikums hinten an zu stellen. Krankheitsschübe, Erbrechen und Durchfall wiesen mir schnell den Weg zurück und zeigten mir, dass es sehr wohl erlaubt und sogar wichtig ist, seine tägliche Cola zu trinken, allein des Zuckerhaushalts zu Liebe, und ich mich nicht dafür schämen bräuchte, den Tageslohn eines Afrikaners mit einer einzigen Cola zu vertrinken.

„Man kann nur Gutes leisten, wenn es einem selbst gut ergeht“. So war es also ebenfalls wichtig, neben dem Blick für andere auch auf sich selbst Acht zu geben.

Nach all meinen Aufenthalten bei AMPO habe ich heute eine hohe Sensibilität für einfache und ursprüngliche Schönheit entwickelt. Dinge, die ich früher für relevant in meinem Leben hielt und an denen ich mich orientierte, wie etwa der Besitz modernster Technik, aktueller Mode und zierenden Schmucks, die ich gekonnt einsetzte, um meine Konkurrenz auszuschalten, sind für mich heute Beweis dafür, dass wir wenig andere Inhalte in unserem jungen Leben geboten bekommen, die uns Jugendlichen die Möglichkeit zur Orientierung bieten. In Afrika wurden mir viele Eindrücke und Erfahrungen geschenkt, die mir eben diese Orientierung ermöglichten, die für einen jungen Erwachsenen so relevant ist. Heute ist es mir wichtig, mein Leben mit Dingen zu zieren, von denen ich im hohen Alter laben kann. Meine Afrikaaufenthalte und der Umgang mit dem Ursprünglichen, Einfachen und Alltäglichen in Ouagadougou halfen mir, ein Feingefühl für wirklich Wertvolles zu entwickeln, nämlich den Dingen, die ein Stern an meinem Horizont der Erinnerungen darstellen fernab materieller Eintagsfliegen.

Ich kehrte aus Afrika zurück und spürte tief im Herzen eine solch große Bereicherung, dass ich realisierte: nicht ich kam, um zu helfen, sondern Afrika kam und half mir, wieder Glück zu verspüren und dafür danke ich all denjenigen, die dazu beigetragen haben!


AMPO-Rundbrief Oktober 2009: Aktuelle Nachrichten aus Burkina Faso

Liebe AMPO-Freunde,

Tobias Sassmann und Nathalie Schroeder

Tobias Sassmann und Nathalie Schroeder

Katrin Rohde ist seit vielen Jahren zum ersten Mal in ihrem langverdienten Urlaub. Erstmalig wird sie selbst jedoch im Dezember einen Jahresbericht der afrikanischen Einrichtungen an alle Spender schicken.

Heute schreiben Ihnen Tobias Sassmann und Nathalie Schroeder. Wir haben gerade vier Wochen bei AMPO als Praktikanten gearbeitet. Nathalie kennt AMPO schon seit 1998 und ist nun das sechste Mal hier.

Während die Kinder bei ihrer Großfamilie in den Ferien waren, wurden die zwei Waisenhäuser mit großem Aufwand und von vielen fleißigen Handwerkern gründlich renoviert. So wurde z.B. der Hof bei den Jungs mit neuem Kies aufgeschüttet und die Hütten bekamen neue Strohdächer. In der Krankenstation gibt es von nun an einen größeren Wartesaal mit wunderschönen Batiken an der Wand. Die freundlich gelbe Wandfarbe und die strahlend blau gestrichenen Bänke erinnern eher an die gemütliche Wartehalle eines “kleinen Provinzbahnhofs” als an ein Krankenhaus.

Eine ganze Woche durften wir die Mädchen und die Kleinkinder aus den Häusern MIA und ALMA in ihr Ferienlager auf dem Gelände der Lehrfarm Tond Tenga begleiten. Mit vier vollgepackten Autos fuhren wir singend und trommelnd von Ouagadougou 20 km aufs Land.

Sogleich wurde eine kleine Küche eingerichtet und die Klassenzimmer als Schlafräume bezogen. Die Kinder, die sonst nur den kleinen Innenhof von MIA und ALMA gewohnt sind, machten sich sofort daran, ihr weitläufiges Spielgelände zu erkunden. Da gab es z.B. viele Ziegen, eine Herde Kühe und Pferde. Jeden Nachmittag durften die Kleinkinder und die jungen Frauen unter der Aufsicht und Führung des Pferdehüters auf den Pferden reiten – eine Riesenattraktion – und anfangs auch eine echte Mutprobe. Um 7 Uhr morgens, als die Hitze noch erträglich war, machten alle zusammen Morgensport auf dem großen Sandplatz. Danach wurde nach Herzenslust gespielt, gelesen und gemalt. In regelmäßigen Abständen gab es für die jungen Frauen unter der Leitung ihrer Erzieher Gesprächsrunden über Hygiene, Gesundheit und Kindererziehung. Abends, nach dem Gebet und dem gemeinsamen Essen, was im übrigen äußerst reichhaltig und lecker war, wurde noch bis zur Nachtruhe getrommelt, gesungen und getanzt. Im gemeinsamen Abschlussgebet der Christen und Muslime am letzten Abend dankten alle Kinder Katrin Rohde, den Erziehern und vor allem den Spendern aus Deutschland, die ihnen diese schöne Ferienwoche ermöglicht haben!

Zurück in Ouagadougou begann frühmorgens am 1. September ein außergewöhnlich heftiger Regen, der sich, je nach Landesteil, 10-12 Stunden hinzog. Um 6 Uhr stand unser Praktikantenzimmer 15 cm unter Wasser, ebenso das Büro der Direktorin von AMPO Annexe. Zusammen mit den Nachtwächtern waren wir Stunden lang damit beschäftigt, mit Eimern und Schaufeln das Wasser aus den Zimmern zu schöpfen und im Büro Akten, Fotos und Schulhefte zu bergen bzw. zum Trocknen auszubreiten. Dank der stabilen Bauweise und dem hochgelegenen Standort von AMPO haben die Grundmauern und Dächer dem sintflutartigen Regen standgehalten.

Zerstörte Behausung

Zerstörte Behausung

Viel dramatischer waren die Folgen in anderen und vor allem niedriger gelegenen Stadtteilen. Das Viertel, in dem Katrin Rohde wohnt, versank 1,50 Meter tief in schlammigen Wassermassen. Einsatzkräfte der Armee rückten mit Reitern aus, um die Menschen aus ihren zusammenbrechenden Hütten und Häusern zu retten, zumal hier kaum einer schwimmen kann. Die Menschen waren noch in den Häusern von der starken Strömung überrascht worden. Am schlimmsten hatte es die Menschen in den Randbezirken von Ouagadougou getroffen, die ihre Behausungen oftmals auf nicht ausgewiesenem Bauland und nur aus Lehmziegeln errichtet haben. Die Mauern rutschten weg, stürzten ein oder zerflossen regelrecht. Es gab hunderte von Verwundeten, vor allem Kinder wurden von herabfallenden Mauern verletzt.

Nach offiziellen Angaben starben 8 Menschen, sind knapp 25 000 Behausungen zerstört und 150 000 Menschen obdachlos geworden. Wir wissen jedoch alle, dass es sich um mindestens doppelt so viele Opfer handelt. Zehntausende Menschen wurden in Schulen untergebracht und keiner weiß, was mit ihnen geschehen soll wenn bald die Schule beginnt. Da es sich erst zum Ende der Regenzeit, also im November, wirklich lohnt, die Häuser neu aufzubauen, hat Katrin Rohde in der Personalversammlung die Herstellung von Sandsäcken initiiert, um beim nächsten schweren Regen besser vorbereitet zu sein. Bei Lehmhütten hilft das allerdings nicht!

Auch bei AMPO suchen nun viele Menschen Hilfe, was unsere finanziellen Möglichkeiten weit übersteigt. Deshalb sind wir dankbar für alle außerplanmäßigen Spenden auf das Konto von Sahel e.V. mit dem Kennwort “Hochwasserkatastrophe”.

Wir alle müssen jetzt fest zusammenhalten, damit die Menschen in Burkina Faso die restliche Regenzeit gut überstehen und ihre Häuser bald wieder aufbauen können.

Managré Nooma – Das Gute geht nicht verloren.

Herzliche Grüße aus Burkina Faso,
von Tobias und Nathalie

SAHEL e.V.
Am Strohberg 2 • 24306 Plön • Tel.0 45 22 – 78 98 85 • Fax 0 45 22 – 78 98 86
Email: info.sahel@sahel.de Internet: www.sahel.de
Spendenkonto bei der Förde Sparkasse Plön: • Kto. Nr. 5785 • BLZ 210 501 70
Internationale Bankverbindung: IBAN (Konto-Nr.):
DE27 2105 0170 0000 005785 BIC (Bankidentifikation): NOLADE21KIE

– Stiftung
Am Strohberg 2 • 24306 Plön • Tel. 0 45 22 – 50 82 34 • Fax: 0 45 22 – 50 837
Email: info@katrin-rohde-stiftung.de Internet: www.katrin-rohde-stiftung.de
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Zwischenbericht Schweizer Nothilfe für burkinische Flutopfer

Ouagadougou, 07.10.2009

Diese winzige blinde alte Dame bekommt ein neues Haus geschenkt – sie weint vor Freude!

Diese winzige blinde alte Dame bekommt ein neues Haus geschenkt – sie weint vor Freude!

Die Lage in Ouagadougou vier Wochen nach den U?berschwemmungen stellt sich wie folgt dar: Am 1.09.2009 verloren in der Hauptstadt Ouagadougou 150.000 Menschen ihr Haus. Sie wurden erst einmal in Schulen und anderen o?ffentlichen Geba?uden untergebracht.
Wegen des Schulanfangs sind nun große Zeltsta?dte fu?r die betroffenen Opfer gebaut worden. Viele von ihnen weigern sich dort zu wohnen und finden andere Lo?sungen. Ca. 60.000 Menschen, die alles verloren haben, leben dort zur Zeit in a?ußerster Armut. Sanita?re Verha?ltnisse und die magere Essenversorgung lassen viele verzweifeln. Zudem haben wir momentan 46 Grad Celsius und in den Zelten ist es unertra?glich heiß. Auch wenn viel geschafft wurde, bleibt noch unendlich viel zu tun!

Eine Schweizer Stiftung stellte AMPO einen hohen Betrag zur Nothilfe zur Verfu?gung. Viele langja?hrige Freunde der AMPO-Einrichtungen taten das ihrige. Wir danken allen großen und kleinen Spendern im Namen der schwer betroffenen kinderreichen Familien, der Behinderten, der Blinden und Alten. Ihr Segen fließt reich zuru?ck nach Europa.
Dies ist nur ein kurzer Zwischenbericht fu?r alle Freunde, die korrekte Abrechnung aller Spenden wird bis zum 30 November 2009 erfolgen. AMPO konnte mit seinem kompetenten, rein afrikanischen Komitee bislang folgendes erreichen:

1. Betreff Hausbau

In 12 Fa?llen fanden wir zersto?rte Ha?user auf eigenem Terrain vor. Dort konnten wir fu?r 180 Personen einfache Ha?user erstellen. Insgesamt wurden dafu?r ca. 20.000 Euro ausgegeben. In allen Fa?llen waren die Familien Opfer der U?berschwemmungen vom 01.09.2009. Die Bauarbeiten sind fast beendet und die Familien freuen sich schon sehr und sind u?berglu?cklich wieder ein sicheres Zuhause zu haben – diesmal nicht aus Lehm sondern aus Zement.

Familienvater mit 11 Kindern

Familienvater mit 11 Kindern

Dieser Familienvater mit 11 Kindern (3 eigene, 8 angenommene seiner gestorbenen Bru?der) kann wieder lachen. Einen Monat haben alle im Freien geschlafen .Oben steht die Familie auf den Ruinen seines ehemaligen Hauses, unten besichtigt Katrin Rohde das fast fertige Haus – nur die Fenster fehlen noch.

Das fast fertige Haus

Das fast fertige Haus

2. Betreff Sozialfa?lle

Es wurden zahlreiche punktuelle Sozialhilfen geleistet um der schwer betroffenen Bevo?lkerung in Einzelfa?llen zu helfen. AMPO verteilte ca.:

  • 3 Tonnen Reis
  • 3 Tonnen Mais
  • 2000 Decken
  • 1000 Matten
  • Seife, Schulgeld, Hefte etc.
  • 7.000 € wurden in bar verteilt, das meiste davon geht in Transport und Medikamente

Alte Dame in der Zeltstadt

Alte Dame in der Zeltstadt

Alte Frauen sind oft sehr krank und alleine. Bescheiden und auf Knien dankt diese alte Dame in der Zeltstadt Katrin Rohde fu?r den Beitrag zu ihrer Gesundheit. Von den unten gezeigten Decken verteilten wir 2000 Stu?ck. Hier herrscht wahre Armut. Armut heißt nicht nur Hunger, sondern auch Dreck, Ka?lte, Hitze und Krankheit. Nur der Glaube an Gott la?sst die Bevo?lkerung ihre Menschenwu?rde bewahren.

Von den hier gezeigten Decken verteilten wir 2000 Stu?ck

Von den hier gezeigten Decken verteilten wir 2000 Stu?ck

3. Betreff Gesundheit

Der Chef unserer Krankenstation, Major Denis Yameogo, hat noch am Tage des Unglu?cks fu?r 7.000 € Medikamente bestellt um einem nationalen Versorgungsengpass vorzubeugen. Von einem Tag auf den anderen hat sich seine Patientenzahl auf ca. 300 Menschen ta?glich erho?ht! 3.000 € beha?lt er in Reserve, denn schon jetzt sind durch Wasserverseuchung Probleme wie Diphtherie und Cholera in den na?chsten Wochen abzusehen.

Wartende Menschen vor der Krankenstation

Wartende Menschen vor der Krankenstation

4. Kosten

20 Tage lang, waren sechs Personen des Komitees bis jetzt ta?glich unterwegs, um ihr Programm in die Tat umzusetzen. Die Verwaltung von AMPO stellte ihren gesamten Fuhrpark samt Fahrern zur Verfu?gung. Alle Strukturen von AMPO wurden in Anspruch genommen. Drei der sechs Personen im Komitee haben ihre Aufgaben als Direktor wa?hrend dieser Zeit abgegeben und alle sechs Mitglieder haben ihre gesamte Arbeitskraft und Erfahrung in den Dienst fu?r ihr Land gestellt.

  • Benzinkosten: 500 €
  • Telefonkosten: 150 €
  • Verpflegung pro Person: 4,50 € pro Tag, insgesamt fu?r einen Monat fu?r alle zusammen 540 €