Monats-Archiv für November 2011

Brillen für Ouagadougou

Quelle: Der Reporter, 23.11.2011

Abgelegte Brillen für den Sahel e.V. leitet Optiker Bode gerne weiter.

Brillen für Ouagadougou

Brillen für Ouagadougou


Sportkleidung vom Förderverein im VfB Lübeck

Liebe Familie Haarich,
liebe Mitglieder des Fördervereins im VfB Lübeck,

der Containertransport von Deutschland nach Burkina Faso dauert immer etwas länger.
Nun aber sind Ihre vielen Sportsachen – Schuhe, Trikots, Trainingsanzüge, Taschen und Bälle – gut in Ouagadougou angekommen und haben besonders die ballbegeisterten AMPO – Jungs sehr sehr glücklich gemacht.
Wir danken Ihnen allen noch einmal recht herzlich für diese schöne Spende.

Im Namen von Katrin Rohde und den Kindern und Mitarbeitern von AMPO,
Ihre Sabine Duwe
Sahel e.V. Plön


Ranzenspende der Grundschule am See in Holtsee

Liebe Schülerinnen und Schüler der Grundschule am See in Holtsee,

es war kurz vor den Sommerferien, als ich zu Euch an die Schule kam, um die vielen Schultaschen abzuholen, die für die AMPO Kinder in Ouagadougou / Burkina Faso, gesammelt wurden. Dabei hatten wir auch ein wenig Zeit, uns über das Leben in Afrika zu unterhalten. Ein Frage war: „Wie lange werden denn wohl die Schultaschen unterwegs sein?“ Damals nahmen wir an, alles geht so schnell wie immer und in 8 – 10 Wochen sind sie in Afrika. Leider war es nun gerade bei diesem Transport etwas anders und so kamen die lang erwarteten Ranzen erst Mitte Oktober im Container auf den AMPO Hof gerollt. Lange hat es gedauert, aber sie sind gut angekommen – vielleicht kann der ein oder andere seine Schultasche erkennen!?

Ich möchte allen Schülern und Eltern noch einmal herzlich für diese Sammelaktion danken!

Viele Grüße, auch von den AMPO – Kindern aus Ouagadougou , von Katrin Rohde und Ihren Mitarbeitern,
Eure Sabine Duwe
Sahel e.V.


AMPO-Rundbrief November 2011

Aktuelle Nachrichten aus Burkina Faso

Liebe AMPO-Freunde, liebe Pateneltern unserer Waisenkinder,
einen herzlichen Gruß aus Afrika an Sie!

Hier in Burkina Faso hat sich die Lage zur Zeit beruhigt. Nach dem politisch so schwierigen April haben wir doch einen relativ ruhigen Sommer gehabt. Bald stehen hier Kommunalwahlen an. Wir hoffen sehr, dass es ruhig bleibt und unsere Kinder weiterhin gelassen zur Schule gehen können.

14 neue Kinder haben wir in die Waisenhäuser aufnehmen können, noch suchen einige Pateneltern in Deutschland. Diesmal sind es besonders viele Mädchen.

Wir warten immer einige Monate ab mit der Vergabe. Und auch diesmal mussten wir für die sieben Jahre alte Patricia eine Sonderlösung finden: Sie war kreuzunglücklich bei uns, denn sie vermisste ihre kleine Schwester – die sie immer auf dem Rücken getragen hatte – und ihren kleinen Bruder so sehr, dass sie beständig vor Heimweh weinte. Nun ist sie wieder bei ihnen und der Großmutter, andere Familienmitglieder gibt es nicht mehr. Wir bezahlen Essen für alle und ihr Schulgeld, natürlich kommen sie bei Krankheit in unsere Krankenstation und werden auch von uns eingekleidet. Dann versuchen wir es nächstes Jahr noch einmal.

Alle anderen haben sich gut eingewöhnt. Das sehe ich immer daran, dass sie zu Beginn leise gehen, eine Woche später jedoch beginnen sie hüpfend den Hof zu überqueren. Dann wissen wir: es wird gehen, sie fühlen sich wohl bei uns! Alle werden nun erst einmal medizinisch untersucht, von unseren Psychologen angehört und eingekleidet. Dieses Jahr gibt es sogar eine Schuluniform für diejenigen, die in unsere hauseigene Schule gehen. Damit sich alle gleichwertig fühlen!

Auf Seiten der Waisenhäuser läuft alles zuverlässig gut unter den Händen des Pädagogen Mathias Zoré und der Psychologin Christine Adamou. Außer zum Spielen mit den Kindern am Wochenende werde ich dort kaum mehr gebraucht. Mit den Kleinen lese ich vor, ein Hauptspaß, weil französisch ja für uns alle eine Fremdsprache ist, auch für mich – und dann Pippi Langstrumpf! Alleine die Namen lassen uns vor Lachen von den Bänken fallen!

Mit den Großen gibt es endlose und heiße Diskussionsrunden mit mir über Themen wie Moral oder verantwortungsvolles Verhalten – und sie kommen dann alle, hochinteressiert, und lassen dafür sogar Fußballtrainingsstunden ausfallen. Ist das nicht herrlich?

Auch die Häuser MIA und ALMA können Erfolge feiern, denn dort ist es uns gelungen 15 von 20 jungen Mädchen, die nach der hiesigen Tradition verstoßen waren, wieder in die Familien zu integrieren. Das ist schwere und geduldige Arbeit über Monate, mit viel Fingerspitzengefühl! Respekt und höfliche Umgangsformen gegenüber den Clanchefs und Familienvätern ist das Wichtigste dabei, dies üben wir täglich (auch wenn ich manchmal vor Wut dabei platze … nur nichts anmerken lassen!). Wir haben dabei beständig das Wohlergehen aller unserer Kinder im Sinn, das ist die erste Prämisse.

Respekt ist auch die Grundlage unseres neuen Generationenhofes Emma Yiri, der ab Dezember mit Leben erfüllt sein wird und Mitte Januar 2012 offiziell eröffnet wird – hoffentlich von unserem neuen deutschen Botschafter, der gerade seinen Dienst angefangen hat.

Alle zwei Tage bin ich auf dem Bau, wir machen gute Fortschritte. Allerdings sind die Baukosten ins Unermessliche gestiegen. Zement, Holz und vor allem Eisen kosten nun fast doppelt so viel wie in der Zeit, als wir den Kostenvoranschlag schrieben. Wir sind sehr sparsam, doch die Kosten überrollen uns! Hilfe!

Ich bin zuversichtlich, dass diese so erfreuliche Einrichtung ein voller Erfolg wird, zumal der erfahrene Leiter Ceverin Ouedraogo bereits alle Mädchen und alte Damen aus vielen Dörfern zur Zufriedenheit des Direktorenteams ausgewählt hat. Gerade ist unsere Sekretärin Ricarda Dittrich aus unserem Plöner Büro mit ihrem Mann bei uns zu Besuch, und auch sie stimmten heute nach der Besichtigung zu: Emma Yiri wird was ganz besonders Feines! Am Wochenende treffen zwei Töpferinnen aus Italien ein. Von ihnen werden die Töpferwerkstatt und der Brennofen finanziert. Sie treffen sich hier mit unserem eigenen Töpfer zu einer Lagebesprechung.

So gibt es immer zu tun, vielseitig werden wir gefordert! Auf der Lehrfarm werden wir wohl bald ein Agavenfeld einrichten. Das ist die Pflanze der Zukunft und so werde ich auch hier bald zur Spezialistin!

Immer besser arbeiten wir mit unseren Zulieferern für die Produkte aus dem AMPO-Shop. Fast alle sind Ex-AMPO-Kinder mit inzwischen eigener Werkstatt. Was immer Sie bei uns einkaufen kommt deren kleinen Familien zugute. Hier in Ouagadougou Aufträge zu bekommen, ist nicht so einfach und es hilft ihnen ganz ungemein für den AMPO-Shop zu produzieren. Schauen Sie doch bitte einmal in unseren neuen AMPO Katalog oder auf unsere Website www.sahel.de.

Nun will ich aber los. Es ist bereits Tradition, dass in jedem Jahr alle Kinder, die die Mittlere Reife oder das Abitur bestanden haben, als Gäste in meinem Haus zu einem Hühnchenessen eingeladen werden, samt ihrer Erzieher, die natürlich einen großen Anteil daran haben. Letztes Jahr haben wir dies aus irgendeinem Grunde verpasst und alle reklamieren nun lauthals ihr Hühnchen! Da es aber 25 Kinder plus der Erzieher sind, reicht mein so kleines Haus nicht mehr aus. Heute um 19.00 veranstalten wir dieses Essen also im AMPO- Restaurant.

Es wäre herrlich, liebe Pateneltern, könnten Sie mal eben vorbeikommen und ihren Patenkindern zu ihrem schönen Erfolg gratulieren!
Da dies nicht so einfach ist, werde ich alle Kinder von Ihnen grüßen und wir werden ein Glas Hibiskusblütensaft auf Sie erheben. Seien Sie bedankt für Ihre guten Taten, die so einen schönen Erfolg bewirkt haben.

Einmal will ich nun in diesem Jahr noch nach Europa kommen, zu einer kurzen Vortragsreise von zehn Tagen in Dänemark. Mein Buch ist auf Dänisch erschienen. Dank alter Freunde ist sogar ein AMPO-Verein in Dänemark gegründet worden! Dies wird mir Gelegenheit geben, leider für einige Stunden nur, meine beiden Enkelkinder in den Arm zu nehmen. Dann darf ich einige Monate hierbleiben, über Weihnachten natürlich, bevor es 2012 mit der Reiserei wieder losgeht:

Vorträge in Spanien, Österreich, Deutschland und – vermutlich – sogar in die USA sind geplant. Katrin in New York!
Ja, wer hätte das gedacht als ich einst in Deutschland meine Zelte abbrach, um ein kleines Waisenhaus zu bauen und mein Leben still und friedlich zu leben!

Stattdessen bin ich zur Weltreisenden geworden, zur Botschafterin für die Kinder Afrikas und zu einer rigorosen Kämpferin für Chancengleichheit.

Dies alles bin ich gerne! Am liebsten jedoch sitze ich still auf der Farm, sehe die Kinder spielen und höre die Bäume wachsen … Alle AMPO-Kinder danken, grüßen Sie und wünschen Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit, Muße in der Familie, Gesundheit und Zufriedenheit!

Ihre Katrin Rohde aus Ouagadougou

SAHEL e.V.
Am Strohberg 2 • 24306 Plön • Tel.0 45 22 – 78 98 85 • Fax 0 45 22 – 78 98 86
Email: info.sahel@sahel.de Internet: www.sahel.de
Spendenkonto bei der Förde Sparkasse Plön: • Kto. Nr. 5785 • BLZ 210 501 70
Internationale Bankverbindung: IBAN (Konto-Nr.):
DE27 2105 0170 0000 005785 BIC (Bankidentifikation): NOLADE21KIE


Botschafterin besucht Veröffentlichung von Mama Tenga

Am 26.10.2011 wurde in Aahus in Dänemark das Buch “Mama Tenga – Mit afrikanske liv” veröffentlicht.
Die burkinische Botschafterin in Dänemark, Ihre Excellenz Monique Ilboudou, kam eigens für die Buchvorstellung von Kopenhagen nach Aarhus, eine große Ehre für Katrin Rohde.

Katrin Rohde und Ihre Excellenz Madame Monique Ilboudou