Haus ALMA

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Frau Trienekens mit den Kindern

Frau Trienekens mit den Kindern

Das Haus ALMA öffnete am 31.1.2008 seine Türen. Diese zweite Einrichtung für Mädchen in Not ist dem großen Erfolg des Hauses MIA zu verdanken. Auch hier haben die Mädchen ein Recht auf drei Jahre Ausbildung.

In den beiden Häusern werden in kleinen Gruppen, in einer Atmosphäre der Geborgenheit, die Traumata verarbeitet. Selbstvertrauen wird geweckt und handwerkliche Fähigkeiten werden vermittelt. Die spätere Wiedereingliederung in stabile soziale Verhältnisse wird vorbereitet und begleitet. Verschiedene Lernangebote und moralische Unterstützung ermöglichen den jungen Frauen eine Zukunft, in der sie selbst ihr Schicksal auf positive Weise bestimmen können. Marie Salome Minougou leitet die Mädchen auf sehr liebenswerte und kompetente Weise an. Gemeinsam mit ihren fünf Mitarbeiterinnen sorgt sie für das Wohl der Mädchen und ihrer Kinder. Moral, Hygiene, soziales Verhalten und Familienplanung werden thematisiert.

In das Haus ALMA ist eine Schneiderwerkstatt integriert, deren Spezialität Patchworkdecken aus afrikanischen Stoffen ist. Alle betreuten jungen Frauen erhalten hier eine Schneiderlehre. Auch werden alle Mädchen im Kochen ausgebildet – sowohl in traditioneller, als auch in moderner Küche. So wie im Haus MIA wird auch hier ein Grundbildungsstandard vermittelt, zu dem Lesen, Rechnen, Französisch und staatsbürgerliche Erziehung gehören.

Im Haus ALMA gibt es mehrere 6-Wochen-Unterrichtsblöcke mit einer externen Lehrerin. In dieser Zeit lernen die Mädchen nur halbtags in der Schneiderei. Noch immer gibt es eine Analphabetenquote von 85% in Burkina Faso. Wie soll sich ein Land entwickeln, ohne dass die Bevölkerung lesen kann?

Wie auch für das Haus MIA kommen die finanziellen Mittel für das Haus ALMA aus der Katrin Rohde-Stiftung.