Ausführlichen Jahresbericht als pdf herunterladen: 2009 AMPO Annexe Jahresbericht
Einführung
In den meisten Ländern Afrikas gehören Frauen und Kinder zu den gefährdetsten Bevölkerungsgruppen. Die Situation in Burkina Faso bestätigt diese Feststellung.
Da Burkina Faso als eines der ärmsten Länder der Welt eingestuft wird, hängt die Versorgung von gefährdeten Gruppen fast vollständig von Vereinen und Hilfsorganisationen ab.
AMPO (Association Managré Nooma Pour la Protection des Orphelins) setzt sich für Menschen in schwierigen Situationen ein, indem es Waisen, junge Mädchen und Frauen in schwierigen Lebensumständen, Behinderte und junge Mütter mit HIV/AIDS oder Opfer von Familienausschluss versorgt.
AMPOs Hauptaktivitäten sind die Unterstützung, der Schutz, die Erziehung, die Ausbildung, die Rehabilitation und die soziale Wiedereingliederung von Waisen und gefährdeten Kindern.
Zu AMPO gehören heute 10 Projekte. Der Verein beherbergt mehr als 300 Kinder in verschiedenen geschlossenen Zentren und unterstützt mehr als 60 000 Menschen pro Jahr.
Dieser Bericht beschäftigt sich ausschließlich mit dem Mädchenwaisenhaus und beinhaltet:
- die Präsentationdes Zentrums AMPO Annexe
- die Ausführung der Aktivitäten
- die Mittel und Ressourcen des Zentrums
- die Beurteilung der Leistung des Zentrums (Stärken und Schwächen)
- Lehren aus der Ausführung der Aktivitäten
- ProblemeundEmpfehlungen
- Schlussfolgerungen und Synthese der wichtigsten Empfehlungen
1. Präsentation des Zentrums
1.1. Gründung und Geschichte
Die «Association Managre? Nooma pour la protection des Orphelins» (AMPO) ist eine Nichtregierungsorganisation, die hauptsächlich im Bereich der Versorgung von Kindern in schwierigen Umständen und anderen gefährdeten Gruppen arbeitet.
Das Hauptziel des Vereins ist es, seiner Zielgruppe Kenntnisse in den Bereichen des Wissens und Handelns zu ermöglichen, sodass sie ein autonomes soziales Leben führen können.
AMPO Annexe befindet sich in Ouagadougou, im Stadtviertel Dagnoen im 29. Sektor des Stadtbezirks Bogodogo. Der AMPO Sitz beherbergt auch das Jungenwaisenhaus, das sich neben AMPO Annexe befindet.
Das AMPO Mädchenwaisenhaus, AMPO Annexe genannt, wurde am 15. September 1999 eröffnet.
Anfänglich gebaut, um 40 Mädchen zu beherbergen, versorgt das Zentrum nun mehr als 50 Kinder. Die Aufgabe des Zentrums ist es, ausschließlich junge Mädchen im Alter zwischen 7 und 18 Jahren, die verwaist, gefährdet und/oder in prekären Lebensumständen leben, aufzunehmen, unterzubringen und zu versorgen.
1.2. Ziel und Zweck des Zentrums
AMPO Annexe hat zum Ziel, die Lebensumstände von jungen Mädchen, die entweder verwaist, gefährdet oder in prekären Umständen leben, zu verbessern.
Die unmittelbaren Ziele sind wie folgt definiert:
- Die Aufnahme und Unterbringung von verwaisten und gefährdeten jungen Mädchen, um ihnen ein besseres Lebensumfeld zu bieten
- Das Schaffen eines Familienklimas für diese Mädchen
- Die Erziehung, Einschulung und Ausbildung der Mädchen, damit sie Wissen erwerben und das Verhalten in einem sozialen Umfeld erlernen
- Ermöglichung eines autonomen Lebens nachdem sie AMPO verlassen haben
1.3. Arbeitsbereiche
Das Zentrum AMPO Annexe arbeitet hauptsächlich in drei großen Bereichen und zwar: Schulbildung, Ausbildung in verschiedenen Berufen und psycho-soziale Unterstützung.
- Die Schulbildung besteht aus der Anmeldung der Kinder im schulfähigen Alter in den verschiedenen schulischen Institutionen (Grundschule, Sekundarschule, Universität und berufsbildende Schulen), um ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen und ihnen die nötigen Fähigkeiten für das Arbeitsleben zu vermitteln
- Die Berufsausbildung besteht aus einer Ausbildung in verschiedenen Berufen (Kochkunst, Schneiderei, Weberei, je nach Fähigkeiten und Eignung) und der Vergabe von Materialien und Geldern für die Niederlassung der Mädchen nach ihrer Ausbildung
- Die psychosoziale Beratung besteht aus der sozialen Wiedereingliederung der aufgenommenen Mädchen. Es handelt sich hierbei um eine individuelle Beratung, die ihnen einen familiären Anknüpfungspunkt und die Teilnahme am sozialen Leben ermöglichen soll
1.4 Organisation des Zentrums
Wie alle anderen geschlossenen AMPO Zentren, wird das Mädchenwaisenhaus von einer Direktorin geleitet, gefolgt von Erziehern und nächtlichen Aufsichtspersonen, den Leitern der Ausbildungswerkstätten, den Köchen und den Nachtwächtern. Ein Team für die Betreuung von schulischen Aktivitäten ist an die Erzieher angebunden.
Der Betrieb des Zentrums ist nach drei großen Bereichen organisiert, die da wären: Die Koordination, der Bereich „Beratung und Orientierung“ und der Bereich „Erziehung und Ausbildung“.
Koordinierung
Die Direktorin ist zusammen mit ihrem Personal für die Erarbeitung der verschiedenen Programme zur Betreuung und Ausbildung verantwortlich, sowie für die Koordinierung aller Aktivitäten für den reibungslosen Betrieb des Zentrums. Darüber hinaus ist sie für die Finanzverwaltung des Zentrums verantwortlich.
Beratung und Orientierung
Dieses Feld wird von der Direktorin, den Erziehern, den Aufsichtspersonen und den
Ausbildern geleitet. Sie sind verantwortlich für:
- Die Auswahl der Kinder
- Aufnahme und Beratung
- Hausbesuche
- Untersuchungen des sozialen Umfelds
- Orientierung und Referenzen
- Psychologische Begleitung
- Die korrekte Einnahme von Medikamenten
- Die Hygiene, etc.
Betreuung und Ausbildung
Dieses Feld wird von den Leitern der Werkstätten und den Verantwortlichen für die Betreuung der externen Ausbildung geleitet. Sie sind dafür verantwortlich, folgendes sicherzustellen:
- Die Berufsausbildung der Jugendlichen in den verschiedenen Werkstätten des Zentrums
- Die überprüfung der Ausstattung der Werkstätten mit adäquaten Arbeitsmitteln und Materialien
- Die Bereitstellung von Materialien und Geldern für die Niederlassung der Kinder nach ihrer Ausbildung
- Der Besuch und die Betreuung der Mädchen in den Werkstätten
2. Ausführung der Aktivitäten
2.1. Strategien des Zentrums
Die Arbeitseinteilung findet sowohl im Zentrum als auch außerhalb statt. Es handelt sich hierbei um die Organisation des Bereitschaftsdienstes und der Arbeit im Feld.
Ein Plan für die Ausführung der Aktivitäten wird jährlich erstellt, wie die untenstehende Tabelle zeigt.
2.2. Aktivitäten des Zentrums
Die Hauptaktivitäten des Zentrums lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Die Auswahl und Aufnahme der Mädchen
- Ihre Orientierung in verschiedene Bereichen der Ausbildung
- Die Organisation von erzieherisch wertvollen Spielen und Freizeitaktivitäten (Sport, Kultur, Musik, Fernsehprojektion)
- Grundversorgung (medizinisch, hygienisch, Ernährung)
- Aufklärungssitzungen
- Verfassen eines individuellen Berichtes über jedes Mädchen
- Beratung und Austausch mit den Eltern
2.2.1. Auswahl
Die Aufnahme in das Zentrum erfolgt durch einen Prozess in Etappen. Spezifische Kriterien werden etabliert, die es erlauben, die am besten zur Berufung des Zentrums passenden Mädchen auszuwählen:
- Waise mütterlicherseits, väterlicherseits oder Vollwaise zu sein
- Aus einer armen oder mittelosen Familie zu stammen; Zwischen 7 und 15 Jahre alt zu sein
2.2.2 Aufnahme und Unterbringung
Die Aufnahme in das Zentrum erfolgt nach einer Untersuchung des sozialen Umfelds durch die Erzieher. Danach tagt ein Komitee, um die bedürftigsten Fälle auszuwählen, je nach freien Plätzen. In diesem Jahr wurden 11 neue Mädchen aufgenommen.
Unterbringung: Wie bei jeder anderen geschlossenen Struktur werden die Mädchen im Zentrum aufgenommen. Im Laufe des Jahres 2008-2009 beherbergte AMPO Annexe 54 gefährdete Mädchen, ohne Unterscheidung von ethnischer Herkunft und Religion.
2.2.3. Das tägliche Leben im Zentrum
Ein erzieherisches Team, das aus Erzieherin, Aufsichtspersonal, einem Psychologen und Ausbildern besteht, leitet den Alltag des Zentrums. Nämlich:
- Das Wecken der Kinder
- überwachen der Sauberkeit der Kinder und der Räumlichkeiten
- Kümmern sich um die vorberufliche Ausbildung
- Beobachten des individuellen Verhaltens und des psychologischen Profils
- Organisieren des Frühstücks, Mittagessens und Abendessens
- überwachen des Aufbruchs in die Schule und Werkstätten
- Kümmern sich um die medizinische Versorgung
- Organisation von Gruppen- und Einzelgesprächen
- Besuch der Schulen und Werkstätten
- Betreuung der Abgänger
- Lernhilfe und Lernbegleitung
- Aufklärung und Erziehung
2.2.4. Gespräche und Beratung
Im Rahmen der psychosozialen Betreuung wurden verschiedene Gespräche durch die Erzieher und den Psychologen in Hinblick auf folgende Punkte organisiert:
- Das Verfolgen und Lösen der Probleme, denen die Mädchen begegnen
- Das Erstellen eines psychologischen Profils
- Beratung und Unterstützung der Mädchen
Das Angebot von Beratung für Eltern, Erziehungsberechtigte und andere externe Personen erlaubt es, weitere Informationen über die neuen Mädchen zu erlangen.
2.2.5. Besuche und Betreuung
Die internen und externen Mädchen sind verpflichtet verschiedene Aktivitäten auszuführen. Außerdem werden die Abgängerinnen regelmäßig besucht, um:
- Ihr Niveau und den Erfolg ihres Projektes zu überwachen
- Ihnen Beratung und Betreuung zu ermöglichen
- Die Mädchen werden auch in deren Ausbildungseinrichtungen besucht. Hierbei handelt es sich um Gespräche mit ihren Ausbildern, um sich von der Leistung der Schüler ein Bild machen zu können, aber auch um ihre Noten zu überprüfen
2.2.6. Die medizinische Versorgung
Die kranken Kinder besuchen die AMPO Krankenstation. Im Laufe des Jahres, wurden 14 verschiedene Krankheitsbilder und 108 Krankheitsfälle (durchschnittlich 9 Fälle pro Monat) registriert, die 76% der Mädchen betrafen (41 von 54 Mädchen). Die fünf häufigsten Krankheiten sind Malaria, Atemwegserkrankungen, Kopfschmerzen und Infektionen im Mund (wahrscheinlich wegen mangelnder Mundhygiene). Diese Krankheiten waren weder schwerwiegend noch haben sie Erholungsphasen oder Folgeschäden mit sich gezogen.
Eine präventive Meningitisimpfkampagne wurde für alle neuen Mädchen durchgeführt.
2.2.7. Schulbildung
Die Mehrheit der Kinder geht zur Schule. 45 der 54 Mädchen (85%) sind zur Schule angemeldet. Um den Schulweg zu minimieren, gehen alle Mädchen in fünf verschiedene Grund- und Sekundarschulen, die sich im nahen Umkreis von AMPO befinden.
Der Akzent wird auf die Schulbildung gesetzt, da es wichtig ist, den Mädchen ein Basiswissen zu vermitteln, sodass sie eine Berufsausbildung oder eine akademische Ausbildung machen können, denn sagt man nicht “ein Mädchen zu unterrichten ist eine Nation zu unterrichten”?!?
Die schulischen Leistungen in diesem Jahr waren besonders erfreulich für die Grundschüler, die alle versetzt wurden und von denen 7 von 7 den Grundschulabschluss bestanden haben. Obwohl die Sekundarschüler eine Erfolgsquote von 68% bei 28 Schülern vorweisen können, sind die Ergebnisse des BEPC-Abschlusses (entspricht etwa der Mittleren Reife) ungenügend. Nur 4 von 9 Schülern haben den Abschluss erreicht.
2.2.8. Berufsausbildung und Niederlassung
Die Berufsausbildung wird von den Leitern der Werkstätten, die in ihrem Bereich spezialisiert sind, sichergestellt. AMPO Annexe hat den Mädchen 3 Arten der Ausbildung zur Verfügung gestellt: Weberei, Schneiderei, Kochausbildung.
Im Jahr 2008-2009 waren 9 Mädchen dort beschäftigt, davon eine in der Weberei, 2 in der Kochausbildung und 6 in der Schneiderei. Allerdings ist die Berufsausbildung nur eine Option für die Mädchen, deren Alter keine Beschulung oder Wiedereinschulung erlaubt oder die in der Schule gescheitert sind.
Nach ihrem Aufenthalt bei AMPO Annexe werden die ausgebildeten Mädchen mit Arbeitsmaterialien und Geldern unterstützt, um ihnen eine selbständige Niederlassung zu ermöglichen. Ende 2009 haben zwei Mädchen aus der Schneiderei das Zentrum verlassen.
2.2.9. Spielerische und sportliche Aktivitäten
Um den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich zu vergnügen und sich fit zu halten, wurden ihnen verschiedene Aktivitäten angeboten. Dies waren hauptsächlich Sportarten, besonders Karate und Schwimmen, aber auch Gesellschaftsspiele.
Das Karate- und Schwimmtraining ist am beliebtesten bei den Mädchen. Sie sind eine Art Therapie um mit ängsten, Schüchternheit und Rückzug umzugehen und erlauben gleichzeitig die Sozialisierung der Kinder.
2.2.10. Annexe feiert seinen 10. Geburtstag
Dieses Jahr hat das Zentrum seine zehnjähriges Bestehen gefeiert und dafür eine große Gedenkzeremonie organisiert, die am 15. Oktober stattgefunden hat. Wichtige Gäste, wie die Generalsekretärin des Sozial- und Frauenministeriums, Repräsentanten des diplomatischen Korps und internationaler Organisationen in Ouagadougou, der Bürgermeister des Stadtbezirks Bododogo, die traditionellen und religiösen Führer haben sich der AMPO Gründerin, des Personals und den Kindern angeschlossen, um sich diesen Event rot im Kalender anzustreichen. Die Zeremonie wurde durch Vorträge, Auftritte von Künstlern, Sketche der Kinder, das Anschneiden der Torte und ein großes Buffet, gefolgt von einer Party, zum Erlebnis.
Dieser besondere Moment bot die Gelegenheit, eine Bilanz des 10jährigen Bestehens des Zentrums zu ziehen, die sich sehr erfreulich darstellt. Von 1999 bis heute konnten 116 Mädchen aufgenommen werden von denen 62 das Zentrum nach durchschnittlich 7 Jahren bereits verlassen haben und von denen leider eine nicht mehr lebt. 17 von ihnen haben geheiratet und sind Mutter einer Familie.
3. Mittel und Ressourcen des Zentrums
3.1. Finanzielle Mittel
Das Zentrum AMPO Annexe hat keine finanziellen Probleme. Es führt seine Aktivitäten dank der Betreuung seiner Partner durch. Der Hauptspender ist die BONITA-Stiftung, die ihre Gelder über den Sahel e.V. für Betrieb, Schulgeld und die Ausbildung der Kinder zuweist.
3.2 Infrastrukturen
3.2.1. Gebäude
AMPO Annexe verfügt über folgende Immobilien:
- Ein Verwaltungsgebäude mit einem Raum für die Erzieher und einem Büro für die Leiterin
- Eine Küche und ein Restaurant, das als Ausbildungsstätte der Gastronomen dient
- Eine große Halle, die als Refektorium und Klassenzimmer dient
- Ein Gebäude für die Schneiderei und Weberei
- Ein Gebäude für die Krankenstation
- Ein Abstellraum
- 10 Schlafräume
- 10 Duschen und 10 Toiletten
- Ein Besucherzimmer
3.2.2. Transportmittel
Die Transportmittel des Zentrums bestehen aus Fahrzeugen und Motorrollern in einem guten Zustand. Sie werden täglich für die Betreuung der Mädchen in den Werkstätten, Untersuchungen des sozialen Umfeldes, etc. eingesetzt.
3.2.3. Ausstattung
AMPO Annexe verfügt über Mobiliar und eine Informatikausstattung, die für eine angemessene Ausübung der Aktivitäten genügt. Alle Ausbildungswerkstätten sind ausgestattet, um eine angemessene Ausbildung zu garantieren.
Die Schlafräume der Kinder sind mit Matratzen, Matten, Kisten und Taschen ausgestattet.
3.3 Personal
Das Zentrum zählt heute 26 Angestellte: die Direktorin, ein Ausbildungsleiter, 4 Erzieher, 2 nächtliche Aufsichtspersonen, 2 Schneider, eine Weberin, ein Chefkoch, 2 Köchinnen, 4 Wächter, eine Putzfrau und 7 externe Arbeiter auf Teilzeitbasis, davon ein Karatelehrer und 6 Nachhilfelehrer.
4. Stärken und Schwächen des Zentrums
4.1. Stärken
- AMPO Annexe verfügt über Expertise in der Ausbildung und Erziehung von Mädchen in Schwierigkeiten. Auf nationaler Ebene ist die Organisation eine Referenz
- Das Zentrum hat 10 Jahre Erfahrung und beherrscht alle Aspekte der Implementierung seiner Aktivitäten
- Die Organisation verfügt über eine nachhaltige Infrastruktur und die personellen und finanziellen Mittel, die der angemessenen Ausführung seiner Aktivitäten bedürfen
- AMPO Annexe bereitet die Familien vor, wenn der definitive Abgang der Mädchen bevorsteht und vereinfacht so ihre Wiedereingliederung
- Die Struktur kümmert sich um die Niederlassung und die regelmäßige Betreuung der Abgängerinnen.
4.2. Schwächen
- AMPO Annexe hängt von einem Hauptspender ab. Diese Situation stellt ein Risiko im Falle einer internationalen Finanzkrise dar
- Die Struktur verfügt über keine spezifischen Kompetenzen in der Verwaltung
- Das Zentrum wird mehr und mehr mit Forderungen technischer Ausbildung und psychosozialer Versorgung der Kinder konfrontiert, die über die traditionellen Methoden von einfacher Unterbringung und Schulbildung hinausgehen
- Die Einbeziehung der Familien in die Vorbereitung der Rückkehr der Mädchen ist eine wichtige Etappe die herausgearbeitet werden muss.
6. Probleme und Empfehlungen
Wie alle Projekte, begegnet das Zentrum Problemen, die sich wie folgt zusammenfassen lassen:
- Unzureichendes Wissen über Betreuungsmethoden, besonders der individuellen Berichte, die eine tägliche überarbeitung erfordern
- Die limitierte Zahl der Plätze, die im Gegensatz zu der weiten Verbreitung des Phänomens der Waisen und gefährdeten Kinder und den steigenden Anfragen steht
- Die Schwierigkeit geeignete Werkstätten für die Fortbildung der Kinder zu finden
7. SCHLUSSFOLGERUNGEN UND SYNTHESE DER WICHTIGSTEN EMPFEHLUNGEN
Nach 10-jährigem Bestehen des Zentrums AMPO Annexe muss angemerkt werden, dass der gesamte Ablauf realisiert worden ist. Die Betreuung der Mädchen im Zentrum und die Durchführung der Aktivitäten außerhalb sind normal abgelaufen. Die Erzieher betreuen die individuelle Hygiene und die der Räumlichkeiten, kümmern sich um die medizinische Versorgung und Ernährung, den Weg zur Schule oder den Ausbildungswerkstätten und die Organisation von Gruppen- und Einzelgesprächen. Neue Kinder wurden aufgenommen. Die Einschulung und die Berufsausbildung werden durch qualifiziertes, spezialisiertes Personal sichergestellt.
Um Arbeit und Vergnügen zu verbinden wurden verschieden Freizeitaktivitäten angeboten. Diese bestehen hauptsächlich aus den Sportarten Karate und Schwimmen. Wie jedes Jahr wurde eine Ferienkolonie und eine Weihnachtsfeier für alle Kinder organisiert. Darüber hinaus nahmen die Kinder an einer Fernsehausstrahlung namens « Planéte Enfants » des burkinischen Fernsehens teil.
Der Höhepunkt des Jahres 2009 war die Feier des 10jährigen Jubiläums des Zentrums. Für diesen Event wurde eine große Feier mit vielen einflussreichen Gästen organisiert.
Wir hoffen, die Betreuung und die Niederlassung der Kinder mit der Durchführung der Aktivitäten im nächsten Jahr zu verbessern. Wie gewohnt werden wir mit der Auswahl potenzieller neuer Kinder fortfahren.
Mehrere Empfehlungen können bezüglich AMPO Annexe formuliert werden:
- Es wird empfohlen die Kompetenzen des Personals zu verbessern, entweder durch spezifische Fortbildungen oder die Umschulung in den Bereichen Erziehung und V erwaltung
- Die regelmäßige Aktualisierung der individuellen Kinderakten würde eine bessere Betreuung ermöglichen
- Es wäre wünschenswert, wenn AMPO Annexe Partnerschaften mit leistungsfähigeren Firmen aufbauen könnte, um die Abgängerinnen unterzubringen










