Am 26.10.2011 wurde in Aahus in Dänemark das Buch “Mama Tenga – Mit afrikanske liv” veröffentlicht.
Die burkinische Botschafterin in Dänemark, Ihre Excellenz Monique Ilboudou, kam eigens für die Buchvorstellung von Kopenhagen nach Aarhus, eine große Ehre für Katrin Rohde.
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Die Vertreter der Dörfer, die mit der Mobilen Rollstuhlwerkstatt zusammen arbeiten, waren am 17.09.2011 zu AMPO eingeladen worden, um für das beginnende Schuljahr eine Unterstützung in Form von:
- Schul-Kits (Hefte, Beistifte,Lineal, etc)
- Lampen mit Batteriebetrieb
- und Rollstuhlkissen
in einer feierlichen Übergabezeremonie durch den Direktor des Projektes, Edouard Ouedraogo, entgegenzunehmen.
Vertreter und Vertreterinnen aus 11 Dörfern hatten sich im Hof von AMPO dazu versammelt. Jeder einzelne Abgesandte trat vor und bekam seinen Karton überreicht.
Vertreter der Behindertenvereine folgender Dörfern waren anwesend: Zorgho, Koubri, Koudougou, Sabou, Bousse, Reo, Manga, Rollo, Kombissiri, Mogdedo, Kindi, Kaya, Dedougou, Ousma, Tema – Bokin, Toma, Korsimoro, Sapone, Tiebélé und Kongoussi.
Eine Dankesrede beendete die Übergabe, in der die so wichtige Hilfe von AMPO gewürdigt wurde. Ein Gruppenfoto bildete den Abschluss.
Pouk Nini Kamba – Öffnet Eure Augen, Kinder
Auf Initiative von Frau Katrin Rohde hin und in Zusammenarbeit mit Gemeindevertretern, der Polizei und Bildungsverantwortlichen des Stadtviertels Bogodogo, wurde ein Projekt zur Verkehrssicherheit im Bereich der Schulen ins Leben gerufen.
1. Projekt:
1.1 Name des Projektes: PUKI NINI KAMBA (Öffnet die Augen, Kinder!)
1.2 Sitz AMPO, Im Stadtviertel Bogodogo, Ouagadougou
1.3 Problematik der Verkehrssicherheit im Bereich der Schulen:
- Die in unserer Stadt Ouagadougou vorherrschende Verkehrssituation und die alltäglichen Unfälle motivieren und beschäftigen uns persönlich und gemeinschaftlich. (Statistik der Feuerwehr 2009- 2010).
1.4 Ziel des Projektes:
Aufklärung der Grundschüler im Stadtviertel Bogodogo, Gemeinde Ouagadougou.
1.5 Kurze konkrete Projektbeschreibung: Es geht darum, Aufklärungsarbeit in den Grundschulen des Stadtteils Bogodogo zur Problematik der Verkehrssicherheit in der Stadt durchzuführen. Die Schulen werden von Bildungsvertretern, den Schulräten, und gut definierten Kriterien ausgewählt. Diese Aktivitäten werden durch AMPO in Zusammenarbeit mit Gemeindepolizisten und denen der Stadtverwaltung Bogodogo durchgeführt. Audio-visuelle Medien, Radiosketche in 8 einheimischen Dialekten, Flyer werden benutzt, um das Verständnis der Kinder in den verschiedenen Schulen zu erleichtern.
1.6 Die Umsetzung des Projektes wird positive Ergebnisse haben:
- eine umfangreiche Sensibilisierung der Grundschulkinder zur Verkehrssicherheit
- eine Verminderung der Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern aufgrund von Nichtkenntnis der Verkehrsregeln
- Das Leben vieler Kinder, die jedes Jahr Opfer von Verkehrsunfällen sind, wird gerettet
2. Themen und Ablauf der Aufklärungsarbeit
2.1. Themen
In Hinblick auf die Zahl der Unfälle an Kreuzungen, die von Schülern auf ihrem Schulweg überquert werden, haben wir als Hauptthemen für unsere Aufklärung folgende Hauptthemen gewählt:
2.2
- WIE üBERQUERT MAN EINE STRASSE
- WIE üBERQUERT MAN EINE KREUZUNG
- WIE VERHäLT MAN SICH AN EINEM KREISVERKEHR
Ablauf der Aktivitäten
Der Aufklärungsunterricht fand hauptsächlich in den Klassenzimmern der verschiedenen, im Vorfeld ausgewählten Grundschulen statt und wurde von zwei Teams, bestehend aus einem Lehrer und einem Polizisten durchgeführt.
Zu Beginn jeden Unterrichts wurde zur Einstimmung ein Sketch zum Verhalten und den Regeln beim überqueren einer Straße angehört.
Die Polizisten erläutern die Definition und den Nutzen einiger Markierungen und Schilder, die man an Kreuzungen und Straßen findet und die Schüler und Fußgänger betreffen.
Danach wird den Schülern an der Tafel demonstriert, wie man sich verhält, um eine Straße und eine Kreuzung zu überqueren. Darauf folgt eine Gesprächsrunde zwischen Lehrern und Schülern, um die verschiedenen angesprochenen Themen zu verinnerlichen. Eine weitere Demonstration einer Straßenüberquerung wird von den Schülern selbst durch einen improvisierten Sketch vorgetragen.
Zum Schluss werden Flyer zur Veranschaulichung der wichtigsten Regeln zur Verkehrssicherheit an die Schüler ausgeteilt.
Anmerkung: Herr SANON von der deutschen Botschaft beehrte uns während des Unterrichts in der Schule “le Château” im Sektor 29 mit seinem Besuch.
3. Die Hilfsmittel des Unterrichts
Die im Unterricht genutzten Hilfsmittel sind unter anderem:
- ein improvisierter Sketch mit den teilnehmenden Schülern und – veranschaulichende Flyer
- audio-visuelle Unterstützung
Die verwendete Methode ist die “Mitmach”-Methode.
4. Erhaltene Ergebnisse
Die Aufklärungsarbeit hat im Juni begonnen und wurde in zwei Bezirken der Grundschulbildung im Stadtteil Bogodogo durchgeführt.
Zusammenfassung und Ergebnis:
Anzahl der Unterrichte: 30 Unterrichtsstunden in 18 Klassen
Gesamtzahl der teilnehmenden Schüler: 1352 (darunter 680 Mädchen und 772 Jungen)
5. Herausforderungen
Die hauptsächlichen Herausforderungen waren unter anderem:
- Der Durchführungszeitraum fiel mit den sozial-politischen Unruhen zusammen, die das Schuljahr unterbrachen.
- Die Klassenarbeiten des dritten Trimesters
6. Danksagungen
Wir danken allen, die an der Durchführung dieses Aufklärungsprojektes zur Verkehrssicherheit im Bereich der Schulen mitgewirkt haben. Wir benennen:
- Die deutsche Botschaft
- Das Bürgermeisteramt von Bogodogo
- Die städtische Polizei
- Die ämter für Grundbildung von Ouaga2 und Ouaga4
- Die Schuldirektoren und die Lehrer der besuchten Klassen für ihren Beitrag an der Durchführung des Projektes.
7. Schlussfolgerung
Das Aufklärungsprojekt zur Verkehrssicherheit im Bereich der Schulen war, trotz einiger organisatorischer Herausforderungen, überzeugend.
Das Ziel des Projektes, sich die Begriffe und Verkehrsregeln einzuprägen, erreichte einen hohen Maßstab, was die Gesamtzahl der unterrichteten Kinder beweist.
Nun ist es offiziell, Katrin Rohde ist nach intensiver Prüfung durch die Washingtoner Ashoka Kommission ein anerkannter Ashoka Fellow. Vielleicht mögen Sie es einmal googeln, Katrin Rohde befindet sich in der ehrenwerten Gesellschaft mit 2000 weiteren “Changemakers” aus 70 Ländern.
“Gerade komme ich zurück von einer viertägigen Konferenz in Paris, zu der ich eingeladen war. Diese Konferenz war hoch arbeitsintensiv und ich konnte an nichts anderes denken, als Afrika vorwärtszubringen. Ich passe da genau hin mit meinen vielen Ideen – und das ist ja selten genug, dass ich irgendwo reinpasse.”

Auf dem Foto sehen Sie mich mit Bill Drayton, dem Gründer von Ashoka - einem älteren Herrn mit viel Charisma und hochprofessioneller vergnügter Arbeitskraft.
Auf einer mehrstündigen Sitzung hat sich während dieser Konferenz eine Sonderarbeitsgruppe Afrika gegründet – sie vereint Menschen mit den tollsten Ideen. Unter anderem arbeiten hier ein Belgier, der in Tansania und Mozambique Ratten züchtet, die Tellerminen detektieren, oder eine Uganderin die Gorillas schützt, indem sie der Bevölkerung, die diese isst, die Möglichkeit zu anderem Einkommen verschafft.
Ashoka Fellows nehmen die Probleme anderer in die Hand und entwickeln praktische Modelle, so zum Beispiel:
Einem jungen Mädchen mit 16 wird gesagt, dass sie Krebs hat und sie gründet ein weltweites Netzwerk “girls for girls”, in dem schon zwei Jahre später 45.000 Mädels sich über ihre Probleme austauschen und Lösungen finden. Ein alter türkischer Bauer baut 8 Hektar Weizen biologisch an und gründet eine Lobby, in der sich heute nach vier Jahren 50.000 Bauern in der Türkei biologisch betätigen. Er ist Analphabet und spricht nur türkisch.
Katrin Rohde selbst hat den Preis für die Idee und Ausführung der AMPO Lehrfarm Tondtenga bekommen, die sich zur Aufgabe gemacht hat, der Jugend auf dem Lande eine Chance zu geben, die Landflucht zu verhindern, dem Straßenjungenphänomen entgegenzuwirken und mit den Jungbauern hunderte von kleinen Bio-Farmen einzurichten, deren Nachbarn wiederum diese neuen Gedanken übernehmen.
“Trotz der Ehre bin ich mir sehr klein vorgekommen und ich weiß, dass noch viel Arbeit vor mir liegt. Wir gründen nun einen Ashoka-Radiosender für Gesamtafrika. Hochmotiviert und dankbar sehe ich nach 20 Jahren, dass aus vielen unserer Waisenkinder richtungsweisende junge Menschenwerden, eben solche, mit denen wir eine echte Zukunft haben werden.”
Sehen Sie auch unter http://germany.ashoka.org/welcome-five-new-fellows-ashoka-family
Sabine Duwe
Geschäftsstelle Sahel e.V.
Plön, 25.08.2011
Wie in jedem Jahr genießen die Kinder der verschiedenen Einrichtungen von AMPO während der großen Ferien im Juli und August eine gemeinsame Zeit auf dem Lande.
Dies ist eine herrliche Belohnung für die Kinder, die neun Monate lang hart in den Schulen und Ausbildungszentren gearbeitet haben.
Dieses Jahr hat die Ferienfreizeit vom 15.07. bis zum 30.07.2011 in Ziniare, 35 km von Ouagadougou entfernt, stattgefunden.
Alle Kinder und Jugendlichen der verschiedenen Zentren von AMPO (außer der Farm), insgesamt 180 Kinder und dazu alle ihre Erzieher, Köchinnen und medizinische Betreuer, haben dort zwei Wochen lang schöne Stunden der Entspannung verbracht, Ausflüge und Besichtigungen unternommen, sowie viel Spiel, Musik und Sport betrieben.
Fahrt nach Ziniare
Schon der Abreisetag in die Ferien war erlebnisreich; früh am Morgen waren die Kinder sehr gespannt darauf und jeder bereitete seine Tasche auf die Abfahrt vor. Die drei von AMPO gemieteten Busse sind gerade angekommen, um die Kinder nach Ziniare zu fahren.
Ein heilloses Packdurcheinander beginnt, denn viel zu spät fällt Sabine ein, dass Ihre Zahnbürste noch in der Dusche liegt, Sophie hat ihre Decke vergessen, und alle bereits gewonnen Murmeln von Adama wurden gestern vom Erzieher wegen Frechheit (!) einkassiert – Drama!
Die gesamten Küchenutensilien werden auf die Pick-ups gepackt, samt aller Säcke getrockneten Gumbos und den riesigen Töpfen – leider beginnt es zu regnen und schnellstens müssen unsere Zuckersäcke gesichert werden.
Wo ist die Plane? Nun, auch das wird geregelt. Noch schnell eine zweite Plane, denn auf unserem anderen Pick-Up fahren 40 Trommeln mit, ein Geschenk unseres so verehrten Vorsitzenden Gerolf Wolpmann – es gibt einen Spezial-Trommelkurs während der Ferien. Die Kinder sind begeistert.
Alle Direktoren stehen und winken, seufzen erst erleichtert auf und gucken sich dann wortlos an:
WO sind unsere Kinder? Das gesamte AMPO-Gelände ist leer, das gefällt uns überhaupt nicht!
Schon am nächsten Tag fahren wir ihnen hinterher!
Aufenthalt und Aktivitäten im Laufe der Ferienkolonie
Die täglichen Aktivitäten waren unter anderen:
1. Sport
Fußball war der Hauptsport und wurde regelmäßig jeden Tag von den Mädchen und den Jungen, durch die von den Kindern und den Erziehern organisierten Turniere, betrieben.
2. Körperlicher Ausdruck und Tanz (Einführung in die Djembe und Tanzen)
Unsere burkinische Kultur hat sich in dieser Ferienzeit eingeladen. Die Hauptneuerung in diesem Jahr war die Einführung in den Djembe –Trommelkurs für eine Mädchen- und Jungengruppe.
3. Besichtigungen und Ausflüge
Im Laufe ihres Aufenthaltes in Ziniare haben die Kinder viele Ausflüge zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten von Weltruf gemacht.
Tierpark von Ziniare
Der Park liegt nur 5 km von dem Unterkunftsort der Kinder entfernt. Wir transportierten allesamt in 14 Fuhren auf den Pick-Ups dorthin! Natürlich wurde dabei kräftig gesungen.
Dies ist ein zoologischer Park mit einheimischen Tierarten wie Giraffen, Löwen, Hyänen, Antilopen, Schlangen, Nilpferden und Gazellen – was man hier an Tierarten eben so hat, die allerdings für europäische Begriffe höchst exotisch sind!
Alle Kinder waren aufgeregt und trauten den Zäunen bei den Löwen keinesfalls. Die Kleinsten mussten am Ende auf dem Rücken getragen werden, so müde waren sie. Wir sind aber allesamt heil wieder zuhause angekommen, wo es abends frischen Fisch mit Attiéké gab – eine Delikatesse für alle.
Die Granitskulpturen von Laongo
Busse mieten, Eintrittsgelder, und ein kleines Kinderfest vor Ort – all dieses wurde uns geschenkt. Familie Maier aus der Botschaft verabschiedete sich nach Chicago und hinterließ ihrem Lieblingsort AMPO viele schöne Dinge für die Kinder und einen liebevollen dicken Umschlag. Damit konnten wir diesen Ausflug finanzieren!
Lieben Dank liebe Familie Maier, und alles alles Gute in Chicago!
Das Freigelände ist ein Vorzeigestück in der burkinischen kulturellen Architektur und die Kinder waren glücklich, den Ort zu besichtigen, wo internationale Künstler Skulpturen aus Granit direkt vor Ort gehauen haben und wo viele afrikanische Themen dem täglichen Leben bezüglich dargestellt worden sind.
Museum von Manega – ohne großzügige Spende des Goethe Instituts Ouagadougou nicht möglich!
250 Menschen, drei Busse und 80km – so viel Geld haben wir in unserer Ferienkasse nicht. Dieses Jahr versteigerte das Goethe-Institut vor Ort die Originale des hier bekannten Karikaturisten Damien Glez zugunsten von AMPO, und das war unser Glück!
Das Museumszentrum von Manega ist das Werk eines internationalen Preisträgers, Rechtsanwalt und weltbekannten Kulturmenschen.
Es handelt sich um den König des Ortes, Maitre Pacere Titinga, der, um das kulturellen Erbe ganz Burkina Fasos zu wahren, ein privates Museum gebaut hat, das sich nun als eines der wichtigsten Wahrungsorte alter Kultur Westafrikas darstellt.
Einen ganzen Tag lang haben die Kinder das Museum mit großer Freude besichtigt. Maitre Pacere Titinga führte uns selbst herum und erklärte Riten und Brauchtum. An diesem Tage gehörte das gesamte Museum uns, den AMPO-Kindern, ganz allein.
Viele verschiedene Völker können hier ihre Geschichte durch die Jahrhunderte nachverfolgen. Es gibt auch viel Zauber und Fetisch dort, oft darf man in den Räumen nicht sprechen und nichts berühren. Die AMPO-Kinder folgten ehrfürchtig allen Erklärungen.
In Anwesenheit von Katrin Rohde, Gründerin von AMPO, haben die Kinder einen unvergesslichen Tag verbracht! Der Ältestenrat des Dorfes war anwesend, mit ihnen gab es Dolobier – natürlich nicht für die Kinder, sie bekamen Hibiskusblütensaft. Am Ende gab es viele Böllerschüsse zu unseren Ehren, vier Tanzgruppen ließen stundenlang ihre Künste sehen.
Die Feier wurde durch ein köstliches Sardinenpicknick, gespendet von Gerolf Wolpmann, kurz unterbrochen, dann wurde weitergetanzt bis die drei Busse abfuhren. Wir wurden mit allen Ehren vom König selbst verabschiedet.
Danke liebes Goetheinstitut in Ouagadougou, und lieber Damien Glez!
Die fröhlichen Kinder in Manega Besichtigung mit dem Chef de Manega und Frau Katrin Rohde
Beteiligung der Spender zum grossen Erfolg der Kolonie
Wir danken alle denjenigen, die auf die eine oder andere Art am Erfolg der Ferienkolonie 2011 beigetragen haben, insbesondere:
- Familie Maier Deutschland
- Goethe Institut und Damien Glez
- Herr Gerolf Wolpmann















