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	<title>Sahel e.V. - A.M.P.O. &#187; AMPO-Rundbriefe</title>
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	<description>Managré nooma - Das Gute geht nie verloren</description>
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		<title>AMPO-Rundbrief Juli 2010</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 11:52:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[AMPO-Rundbriefe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
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		<description><![CDATA[Aktuelle Nachrichten aus Burkina Faso
Liebe AMPO-Freunde in Deutschland,
im Zeichen der Weltmeisterschaft schreibe ich diesen Rundbrief und sicherlich können Sie sich vorstellen, was bei AMPO für ein riesiger Torjubel erschallt! Alle Flaggen unserer verschiedenen Geberländer hängen aus, Dänemark und Spanien, Schweiz und Canada, Österreich, England und natürlich ganz gro&#223; Deutschland &#8211; das von allen Kindern am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aktuelle Nachrichten aus Burkina Faso</strong></p>
<p>Liebe AMPO-Freunde in Deutschland,</p>
<p>im Zeichen der Weltmeisterschaft schreibe ich diesen Rundbrief und sicherlich können Sie sich vorstellen, was bei AMPO für ein riesiger Torjubel erschallt! Alle Flaggen unserer verschiedenen Geberländer hängen aus, Dänemark und Spanien, Schweiz und Canada, Österreich, England und natürlich ganz gro&#223; Deutschland &#8211; das von allen Kindern am meisten verehrte Fu&#223;ballteam. Schlie&#223;lich kennen die meisten Jungs bei uns die deutsche Tabelle auswendig. Die AMPO-Fans von Werder und Bayern verfolgen alle Spiele und der Jammer ist gro&#223;, wenn dann das falsche Tor fällt! Gott sei Dank sind bereits Ferien, alle Kinder dürfen zu jederzeit Fu&#223;ball gucken. Während der Schulzeit dürfen sie nur zwei Stunden in der Woche fernsehen.</p>
<p><a href="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2010/07/2010-06-22-Rundbrief-2.jpg" rel="lightbox[id3357]"><img class="alignright size-medium wp-image-3358" src="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2010/07/2010-06-22-Rundbrief-2-239x180.jpg" alt="" width="239" height="180" /></a>In diesem Jahr verlassen 21 Jugendliche die Waisenhäuser, dazu noch 15 Mädchen samt ihrer Kinder die Häuser MIA und ALMA. Allesamt bekommen ein Fahrrad und noch weiterhin Unterstützung für ein bis drei Jahre, je nach Ausbildung.</p>
<p>Drei von ihnen gehen auf die Krankenpflegerschule, sieben auf die Grundschullehrerschule. Anderen finanzieren wir noch ein Schuljahr oder sogar, als Ausnahme, ein ganzes Studium! Die anderen sind SchneiderInnen oder WeberInnen, Mechaniker oder Tischler. Sie bekommen von AMPO ihr Perfektionsjahr bezahlt samt Verpflegung und Versorgung mit Medikamenten etc. &#8211; Gott sei Dank ist die Firma BONITA unser gro&#223;er Spender für alle Ausbildungsgänge, sonst wäre das nicht möglich. Herzlichen Dank nach Hamminkeln!</p>
<p>Eine Woche lang beherbergten wir ein Team von vier Spaniern. Zwei von ihnen richteten unsere neue Optikerstation ein. Nun haben wir Maschinen zum korrekten einpassen von Gläsern. Leiter dieser neuen Station ist stolz Kabré Aziz, als Waisenkind bei AMPO gro&#223;geworden, heute staatlich geprüfter Krankenpfleger samt Zusatzausbildung als Optiker.</p>
<p>Die Station wurde letzte Woche eröffnet, und wir wollten eigentlich ein paar Probetage mit unseren Kindern veranstalten und sehen ob unsere neuen jungen Optiker ihr gelerntes Metier beherrschen. Die afrikanischen Trommeln machten uns einen Strich durch die Rechnung, der AMPO-Ruf hallt weit, und so kam es, dass bereits am ersten Tage 150 brillenbedürftige Menschen vor der Tür warteten. Nur keine Panik! Wir haben sie alle auf die nächsten zwei Wochen eingeteilt, denn jede Behandlung dauert mit Vermessung und eventueller Herstellung eine gute halbe Stunde. Die &#8220;Opticiens sans frontieres&#8221; sind ungemein freundlich und geübt. Solche Stationen wie bei uns haben sie schon in halb Südamerika, in Indien und Afrika eingerichtet. Letztes Jahr kamen sie auf uns zu. In Bobodioulasso haben sie bereits eine solche Station und nun suchten sie eine verlässliche Struktur für die Hauptstadt. Ja, verlässlich ist AMPO und wir freuen uns sehr über deren Lob und Anerkennung.</p>
<p>Zusammen mit den Optikern kamen auch zwei hochversierte Informatiker. Beide schlugen die Hände über dem Kopf zusammen: allein im Computer unserer Sekretärin fanden sie 46.000 Viren! In erster Linie danken wir dies unseren USB-Sticks. Damit schwirren die Viren von einem Ort zum anderen bei uns. Leider ist wiederum unser afrikanisches Netz so schwach, dass wir vieles nicht schicken können.</p>
<p>Nun ging es los: innerhalb von einer Woche gruben wir 350 m Kabel ein, und jetzt ist sowohl unsere Buchhaltung (die monatlich die Ergebnisse nach Deutschland ins Büro schickt), unsere Sekretärin, natürlich die Deutschsektion mit Nicole und auch der Kindercomputerraum direkt online &#8211; ein Wunder. Selbst unser Restaurant ist zu einem Cybercafé geworden. Versehen mit Passwort kann hier jeder nun seinen Laptop anschlie&#223;en &#8211; die ersten Kunden sitzen dort seit heute morgen. Wir danken den Spaniern! Einer der Informatiker kehrt Ende August zurück, dann wird das Werk vollendet. Bald gibt es sogar vermutlich eine Webkameraeinstellung auf die Stra&#223;e vor den Waisenhäusern, wo man jederzeit und täglich sehen kann was für ein Wetter bei uns herrscht und wie es uns so geht! Also wirklich, AMPO geht doch mit der Zeit, nicht wahr?</p>
<p>Auf unserer Farm wurden die fertig ausgebildeten Jungbauern in ihre Dörfer entlassen und 80 neue Jungen traten an. Dort waren die Direktoren und ich heute morgen, um sie bei uns willkommen zu hei&#223;en. Unser Hengst wurde uns einen Kilometer entgegen geritten, dies ist hier so üblich zur Begrü&#223;ung eines hohen Gastes. Er galoppiert dann voraus um den Weg zu weisen. Die gesamte Einfahrt entlang standen &#8211; sichtlich stolz &#8211; alle Jungen in ihren neuen Arbeitsklamotten, Latzhosen und Gummistiefeln, einige mit ihren gro&#223;en Arbeitshandschuhen und trommelten und klatschten. In Gruppen stellten sie sich vor und ich hielt eine zündende Rede.</p>
<p>Unser Erfolg ist gut ersichtlich: Von den 160 Jungen, die bislang in ihre Dörfer als ökologisch geschulte Jungbauern zurückgekehrt sind, ist kein einziger Stra&#223;enjunge geworden, alle sind dort, wo sie hingehören: in ihrer Familie. Dort machen sie den anderen vor, wie man ohne teuren Kunstdünger und ohne Insektizide zu guten Ergebnissen kommt und vielen Nachbarn leuchtet es ein. Ihre Böden sind durch extensiven Gebrauch derselben nämlich müde geworden und sie fragen sich, warum. Viele versuchen es nun wieder mit den althergebrachten Methoden, plus der Anregungen der jungen AMPO-Bauern &#8211; sie arbeiten bereits mit den neuen Erkenntnissen der tropischen Landwirtschaft. Dies war zu Beginn meine eigentliche Idee der Landwirtschaftsschule. Nur durch die gro&#223;e Unterstützung der Dr.-Elvire-Engel- Stiftung aus Luxemburg läuft alles, denn die Farm Tondtenga ist ein kostenintensives Projekt.</p>
<div id="attachment_3359" class="wp-caption alignleft" style="width: 233px"><a href="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2010/07/2010-06-22-Rundbrief-4.jpg"title="Katrin Rohde beim Optiker"  rel="lightbox[id3357]"><img class="size-medium wp-image-3359 " title="Katrin Rohde beim Optiker" src="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2010/07/2010-06-22-Rundbrief-4-240x180.jpg" alt="Katrin Rohde beim Optiker" width="223" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">Katrin Rohde beim Optiker</p></div>
<p>Ähnlich, aber ein viertel so gro&#223;, soll nun eine neue Einrichtung entstehen. Eigentlich wollte ich ja nichts neues mehr bauen, aber nun wurde uns in Anerkennung der guten AMPO-Taten zur Fluthilfe ein Grundstück am Rande der Stadt vom Staat geschenkt. Nach langem Nachdenken soll dort eine kleine ökologische Farm für 25 Mädchen entstehen, ausschlie&#223;lich für Gemüsegärten und Hühner- und Kaninchenzucht. Dort sollen auch fünf alte familienlose Frauen wohnen. Diese können gut mitgärtnern und Rat geben, gleichzeitig können sich die jungen Mädchen um die Alten kümmern. So ist die Idee.</p>
<p>Als erstes wollen wir eine gro&#223;e Mauer drumherum bauen. Diese kostet pro Meter 80 Euro. Sollten Sie dafür einen Spender finden: dieser darf sich seinen Meter Mauerfarbe aussuchen und sein Name wird in den Zement geritzt. Ist das nicht auch ein prima Geburtstagsgeschenk für Ihre beste Freundin? Foto folgt dann &#8211; aber erst wenn wir genug gesammelt haben, also vermutlich zum Beginn des nächsten Jahres, sage ich mal so &#8230;</p>
<p>Nach fünf erfrischenden Wochen in Deutschland kehrte ich Anfang Juni nach Ouagadougou zurück und war mal wieder gerade richtig zu Beginn der Regenzeit angekommen. Meine Reise verlief diesmal sehr gut, ohne Schmerzen in den operierten Knien (fünf Wochen mit Koffer in der Hand!) und mit gut besuchten Vorträgen. Allen Helfern gro&#223;en Dank, vor allem Gerolf Wolpmann (Bremer Überseemuseum) und der begeisternden Frau Elfriede Orda, die uns alle mit ihrem Charme hinriss: Sie organisierte einen höchst erfolgreichen Galaabend im Münchener Völkerkundemuseum. Sie sehen: ich werde langsam so alt, dass man mich in Museen ausstellt &#8230;</p>
<p>Ich ging sehr gestärkt aus unserer Hauptversammlung auf die Reise gegangen, denn 40 Vereinsmitglieder waren sich einig: AMPO ist auf dem richtigen Weg. Buchhaltung und Zahlen stimmen laut eingereistem deutschen Wirtschaftsprüfer, die Krankenstation arbeitet korrekt, hygienisch einwandfrei und den so bedürftigen Patienten zugetan. Gerade ist mein Buch in einem neuen Verlag erschienen, hier ein gro&#223;er Dank an Gaby von Malottki, die den Gro&#223;teil dieser Arbeit auf sich nahm. Ein Zusatzkapitel ist drin und einige neuere Fotos. Nun soll es auf spanisch sogar als e-book erscheinen, na, wie ich schon sagte, AMPO geht mit der Zeit &#8230;!</p>
<p>Wir haben neue Flyer, eine neue Informationsmappe, eine verbesserte Website, alle Mitglieder und Spender sind motiviert. Ganz besonders danke ich hier unseren aktiven Vorständen von Verein und Stiftung, die sich viele gute Gedanken machen und ihre Arbeit in das Erstellen neuer Statuten und das allgemeine Fortkommen aller unserer Projekte stecken. Trotz Weltfinanzkrise soll es bei uns in Afrika weitergehen und ich danke Ihnen allen wie immer für Ihr Vertrauen in unser AMPO hier in Ouagadougou. Nach wie vor stehen die Waisenkinder, die verlassenen, misshandelten und gefundenen Kinder an erster Stelle jeglicher Hilfe, die wir geben können.</p>
<p>Ich wei&#223;, dass Sie fest zu uns stehen, liebe Freunde, unser Kreis vergrö&#223;ert sich und auch Sie sprechen gut über uns zu anderen. Dies merken wir an unseren vielen neueren Spendern. Seien Sie innig bedankt dafür! Nach wie vor brauchen wir möglichst viel Hilfe in aller Form. Es kommen vor allem so viele Kinder mit ernsten Problemen zu uns.</p>
<p>AMPO zu helfen ist durchaus und im besten Sinne ansteckend! Wir alle wünschen Ihnen in Europa einen fröhlichen Sommer, eine vergnügte Aus-Zeit mit der Familie, damit Sie erholt und heiter wieder in Ihren Alltag gehen können.</p>
<p>Allen Segen aus Afrika dazu sendet Ihnen<br />
<em>Ihre Katrin Rohde</em></p>
<p><strong>Liebe Paten!</strong><br />
Bitte denken Sie schon jetzt an die Weihnachtspäckchen. Der Container geht Anfang September.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>SAHEL e.V.</strong><br />
Am Strohberg 2 • 24306 Pl&#246;n • Tel.0 45 22 &#8211; 78 98 85 • Fax 0 45 22 &#8211; 78 98 86<br />
Email: <a href="mailto:info.sahel@sahel.de" target="_blank">info.sahel@sahel.de</a> Internet: <a title="www.sahel.de" href="../">www.sahel.de</a><br />
Spendenkonto bei der F&#246;rde Sparkasse Pl&#246;n: • Kto. Nr. 5785 • BLZ 210 501 70<br />
Internationale Bankverbindung: IBAN (Konto-Nr.):<br />
DE27 2105 0170 0000 005785 BIC (Bankidentifikation): NOLADE21KIE</p>
<p style="text-align: center;"><strong><a class="st_tag internal_tag" title="Beitr&#228;ge mit Tag Katrin Rohde" rel="tag" href="../tag/katrin-rohde">Katrin Rohde</a> &#8211; Stiftung</strong><br />
Am Strohberg 2 • 24306 Pl&#246;n • Tel. 0 45 22 &#8211; 50 82 34 • Fax: 0 45 22 &#8211; 50 837<br />
Email: <a href="mailto:info@katrin-rohde-stiftung.de" target="_blank">info@katrin-rohde-stiftung.de</a> Internet: <a class="extlink" title="www.katrin-rohde-stiftung.de" href="http://www.katrin-rohde-stiftung.de/" target="_blank" class="extlink">www.katrin-rohde-stiftung.de</a><br />
Spendenkonto bei der F&#246;rde Sparkasse Pl&#246;n:<br />
• Kto. Nr. 100 203 595BLZ 210 501 70, IBAN (Konto-Nr.): DE21 2105 0170 0100 20395 BIC: NOLADE21KIE</p>
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		<title>AMPO-Rundbrief: April 2010</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 14:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebe Freunde unserer Waisenkinder in Burkina Faso,
gerne würde ich einmal alle meine Rundbriefe an Sie zählen! Ich schrieb so drei bis vier pro Jahr seit 1998, und sicherlich gibt es bald einmal ein Jubiläum. Leider komme ich mal wieder nicht ins Internet (dort stehen sie alle auf der Website), denn unsere Stadt am Rande der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Liebe Freunde unserer Waisenkinder in Burkina Faso,</strong></p>
<p><a href="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2010/04/Newsletter-April-2010.jpg" rel="lightbox[id2810]"><img class="alignright size-medium wp-image-2912" title="Newsletter-April-2010" src="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2010/04/Newsletter-April-2010-240x178.jpg" alt="" width="240" height="178" /></a>gerne würde ich einmal alle meine Rundbriefe an Sie zählen! Ich schrieb so drei bis vier pro Jahr seit 1998, und sicherlich gibt es bald einmal ein Jubiläum. Leider komme ich mal wieder nicht ins Internet (dort stehen sie alle auf der Website), denn unsere Stadt am Rande der Wüste hat Probleme mit der Elektrizität, mit dem Telefonnetz und mit dem Wasser. Tagelang gibt es keine Mailverbindung mit dem deutschen Verein und mit Ihnen allen. Täglich und nächtlich fällt zusätzlich jeweils für drei bis sechs Stunden der Strom aus. Dann springt er mit dreifacher Kraft an. Nach so einem Knall muss dann so mancher Kühlschrank und manche Festplatte ersetzt werden&#8230; wenn man nicht rechtzeitig die Kabel zog. So kann man natürlich nicht korrekt arbeiten, und viele Beamte ziehen einfach ihre Zeitungen heraus oder begeben sich schon vormittags in die verdiente Mittagspause. Natürlich geht das nicht bei AMPO, hier gibt es immer etwas zu tun, und wenn es das Aufräumen der vielen Magazine und Schubladen ist! Soviel zu den täglichen kleinen Sorgen &#8211; mit den Kindern hingegen haben wir zur Zeit gar keine Probleme! Die meisten lernen flei&#223;ig, Jacob und Andrea stehen im Abitur.</p>
<p>Ali ist seit drei Jahren drau&#223;en und beendet nun seine Hochschule als Verwaltungsspezialist auf hohem Niveau. Er kam ganz besorgt zu mir: für die Abschlussfeier braucht er einen Anzug. Dabei lebt er seit Beginn seiner Ausbildung sehr bescheiden von umgerechnet nur 15 Euro im Monat. Natürlich hat er den bekommen, samt Schuhen, Socken und Schlips! Mariam beendet ihre Buchhalterausbildung und hat erstklassige Zeugnisse. Sie findet leicht Arbeit.</p>
<p>Balima ist eine gute Schneiderin, frisch aus ihrem Perfektionsjahr, voller Ideen und sehr genau in ihrer Arbeit. Zukunftsfroh wird sie sich selbstständig machen und wiederum ein junges Lehrmädchen von AMPO in ihrem kleinen Schneideratelier aufnehmen &#8211; so schlie&#223;en sich die Kreise. Roland hat gerade seine Auswahlprüfung bestanden und geht als Krankenpfleger in den staatlichen Dienst, so wie schon Daouda vor ihm.</p>
<p>Seit drei Jahren ist Daouda zweiter Mann einer einsamen staatlichen Krankenstation weit im Norden hinter Gorom-Gorom. Um zu uns zu kommen, braucht er zwei Tage, auf Kamelen und auf Pirogen über die Mare, später dann mit dem Buschtaxi über die Pisten. In so einer Krankenstation gibt es keinen Röntgenapparat, keine Laboruntersuchungen, da muss man sich selbst helfen und Blinddarmoperationen und Geburten bei Petroleumlampenlicht bewältigen so gut es eben geht. Dies werden später die besten Attaché de Santé, und eines Tages wird Daouda bestimmt der Leiter unserer Krankenstation werden! Die grö&#223;ten Probleme machen uns zwei Jungen, die beide schon drau&#223;en leben: zunächst Aziz, den ich mit sieben Jahren von der Stra&#223;e holte. Leider hatte er schon zu viele Drogen genommen und trug Schäden davon. Zur Schule reicht es einfach nicht, Jahre haben wir uns bemüht, er lernt das Lesen und Schreiben nicht. Dazu ist er ein Asthmakind und kann nicht so einfach Schreiner werden. Was tun?</p>
<p>Auch Alain, schon vier Jahre drau&#223;en, fällt immer tiefer in seine Depressionen. Er wird aggressiv allen gegenüber, nur mir nicht. Trotzdem muss er sich drau&#223;en selbstständig erhalten können, was tun? Dies sind Fälle die oft in der Direktorenrunde diskutiert werden. Kleine Lösungen finden wir, aber auf die Dauer wird es schwer. Unser gänzlich gelähmter Adama, den ich vor Jahren im Krankenhaus fand, gehört auch dazu. Er liegt bei uns auf der Reha- Station, geduldig und bescheiden, aber seine Restfamilie besucht ihn nie. So haben wir ihn nun als Stammgast aufgenommen, wir haben keine Wahl. Der arme Junge ist ein trauriger Fall. Er lebt jedenfalls immerhin mit uns allen, und wenn er lächelt geht die Sonne auf!</p>
<p>Vielleicht haben Sie gehört, dass das Buch &#8220;Mama Tenga&#8221;, das ich vor Jahren schrieb, vergriffen ist? Nun habe ich mich an ein Zusatzkapitel gemacht und es wir bis zum Mai in einem anderen Verlag neu erscheinen. Bis heute gibt es kein anderes Buch mit Beschreibungen über Burkina Faso, trotz Steinmeyer und Schlingensief gibt es wenig Informationen über das wirkliche Leben der Menschen hier.</p>
<p>So bin ich froh, dass ich zum allgemeinen Wissen beisteuern kann, denn Burkina Faso ist es wert! Es stimmt, wir sind arm, aber wir kennen Achtung und Respekt und Höflichkeit. Oft stehen hier bescheidene Menschen beispielhaft für viele menschlichen Werte, die im eiligen Europa längst vergessen sind. Was Sie dieses Jahr als Schnee bekamen, ging ja bei uns in Ouagadougou als Jahrhundertflut im September nieder. Noch immer sind hunderte von Menschen ohne Haus, Gott sei Dank kann man bei unseren Temperaturen drau&#223;en schlafen. Unsere AMPO- Waisenhäuser waren kaum betroffen. AMPO bekam Mittel zur Soforthilfe. Zur Zeit bauen wir gerade das 58. Haus für betroffene Familien mit vielen Kindern, vornehmlich Witwen und Behinderte. Sehr glücklich bin ich über meine neue Mitarbeiterin Nicole Grimminger, die auch gleich unten zu Wort kommt. Sie ist fix, vergnügt und arbeitsam &#8211; was will ich mehr! Den gesamten Mai über reise ich durch Deutschland, vielleicht sehen wir uns irgendwo? Das wäre schön! Der Reiseplan ist im Büro zu erfragen und steht auch auf unserer Homepage.</p>
<p>Nun wünsche ich Ihnen alsbald einen schönen Frühling, und dass der Sommer Ihren so harten Winter wieder gut mache! Gottes Segen, gute Gesundheit und viel Heiterkeit wünscht Ihnen samt allen 320 Kindern aus Ouagadougou.</p>
<p>Ihre<br />
<em>Katrin Rohde</em></p>
<p style="text-align: center;">***</p>
<p>Liebe AMPO-Freunde,</p>
<p>eigentlich hatte ich ja gedacht, ich wüsste schon einiges über Burkina Faso &#8230; immerhin bin ich doch schon drei Mal hier gewesen, hatte für die Uni Forschungsarbeit im BWL-Bereich ausgeführt und versucht, meine Landessprachkenntnisse zu erweitern.</p>
<p>Aus AMPO-Sicht sieht aber wieder alles ganz anders aus: hier sind es keine Zahlen, hier geht es ausschlie&#223;lich um Menschen, und zwar um solche, die nicht so viel Glück haben, wie ich. Täglich gehe ich um mit Kindern ohne Eltern, mit Frauen in Notsituationen und mit Menschen ohne Hoffnung – jedoch vergesse ich das häufig, da sie fast immer lachen! Ihre Lebensfreude und Freundlichkeit ist mitrei&#223;end, egal wie bescheiden sie leben. Jeden Tag lerne ich dazu, wie ich mein Leben hier in der Hauptstadt von Burkina Faso organisieren kann. Hierbei helfen mir unter anderem die AMPO-Mitarbeiter und auch Katrin gibt mir immer wieder Tipps &#8211; manchmal ungern, weil sie es für eine Bevormundung hält. Ich nicht.</p>
<p>Die vielen Stromausfälle in Ouagadougou sind höchst ärgerlich! Immer, wenn der Computer – puff, ohne Vorwarnung – ausgeht, wende ich mich anderen Aufgaben zu, die auch ohne Strom erledigt werden können. Nicht nur dies ist ein gro&#223;er Unterschied zu meinen bisherigen Arbeitsplätzen in Deutschland, sondern auch das Klima in meinem schönen, neugestalteten Büro auf dem Gelände des Jungenwaisenhauses unterscheidet sich gewaltig von anderen Büros, z.B. in burkinischen Ministerien. Deren Klimaanlagen sind so geregelt, dass man Angst haben muss, mit einer dicken Erkältung wieder rauszukommen. Bei AMPO gibt es keine Klimaanlagen, nur Ventilatoren &#8211; wenn Strom da ist. Und da kann ich mich nun entscheiden zwischen umher wirbelnden Papieren oder stehender Hitze – zurzeit 44°. Ist mein Ventilator ausgeschaltet und afrikanische Mitarbeiter kommen in mein Büro, stellen sie ihn höflich an, weil sie meinen, ich habe ihn vergessen – komisch! Ich bin sehr froh, dass ich bei AMPO bin und durch meine Arbeit diese gewachsene Institution in Ouagadougou unterstützen kann. So helfe ich mit, vielen Menschen in Burkina Faso eine bessere Zukunft zu ermöglichen und wer wei&#223;, was sie daraus für sich und die Welt machen.</p>
<p>Als ich Katrin traf, mochte ich sie auf Anhieb, und die AMPO-Einrichtungen beeindruckten mich sofort. Da mich auch meine privaten Wege nach Burkina Faso führten, habe ich doppeltes Glück gehabt! Ich arbeite nun in einem tollen Team mit rund 80 burkinischen Mitarbeitern, die sich von Herzen für ihre AMPO-Kinder einsetzen. Eine meiner Aufgaben bei AMPO ist die Unterstützung der Patenschaften zwischen den AMPO-Kindern und ihren Paten im Ausland. Und hier habe ich auch gleich meine erste Nachricht für Sie: 15 Kinder, die seit dem Jahr 2009 in den AMPO-Waisenhäusern wohnen, Mädchen sowie Jungen, zwischen 8 und 12 Jahren, haben noch keine Paten. Alle Kinder wünschen sich einen Paten, eine Patin oder auch eine ganze Familie! Wenn Sie Interesse an einer Patenschaft haben, dann wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle in Plön. Die AMPO-Kinder freuen sich schon auf Sie! Und ich auch!</p>
<p>Ihre<br />
<em>Nicole Grimminger</em><br />
Assistentin von Katrin Rohde</p>
<p style="text-align: center;">***</p>
<p>&#8230; und zum Schluss noch ein kurzer Hinweis aus der Geschäftstelle in Plön. Wie Sie sehen, haben wir unseren Flyer aktualisiert und umgestaltet &#8211; wir hoffen, er gefällt Ihnen. Er ist nun auch in den Sprachen Englisch und Französisch erhältlich. In diesem Zuge ist au&#223;erdem eine neue Infomappe entstanden, in der alle AMPO- Einrichtungen genauer vorgestellt werden. Die Flyer und die Mappen können Sie gern bei uns anfordern und an Interessierte weitergeben.</p>
<p>Viele Grü&#223;e aus Plön<br />
<em>Sabine Duwe &amp; Ricarda Dittrich</em></p>
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<p style="text-align: center;"><strong><a class="st_tag internal_tag" title="Beitr&#228;ge mit Tag Katrin Rohde" rel="tag" href="../tag/katrin-rohde">Katrin Rohde</a> &#8211; Stiftung</strong><br />
Am Strohberg 2 • 24306 Pl&#246;n • Tel. 0 45 22 &#8211; 50 82 34 • Fax: 0 45 22 &#8211; 50 837<br />
Email: <a href="mailto:info@katrin-rohde-stiftung.de" target="_blank">info@katrin-rohde-stiftung.de</a> Internet: <a class="extlink" title="www.katrin-rohde-stiftung.de" href="http://www.katrin-rohde-stiftung.de/" target="_blank" class="extlink">www.katrin-rohde-stiftung.de</a><br />
Spendenkonto bei der F&#246;rde Sparkasse Pl&#246;n:<br />
• Kto. Nr. 100 203 595BLZ 210 501 70, IBAN (Konto-Nr.): DE21 2105 0170 0100 20395 BIC: NOLADE21KIE</p>
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		<title>AMPO-Rundbrief: AMPO-Kalender 2010</title>
		<link>http://www.sahel.de/2009/11/20/ampo-rundbrief-ampo-kalender-2010</link>
		<comments>http://www.sahel.de/2009/11/20/ampo-rundbrief-ampo-kalender-2010#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 14:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[AMPO-Rundbriefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe AMPO-Freunde,
kennen Sie schon den neuen AMPO-Kalender?
Wie in den vergangenen Jahren haben wir auch in diesem Jahr wieder einen Jahreskalender f&#252;r Sie zusammengestellt. Der neue Kalender 2010 gibt einen sch&#246;nen &#220;berblick in Bildern &#252;ber die Aktivit&#228;ten in und um AMPO. Tauchen Sie ein in die Welt von AMPO. Von den fu&#223;ballvernarrten Jungs &#252;ber herzliche Erzieher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe AMPO-Freunde,<br />
<strong>kennen Sie schon den neuen AMPO-Kalender?</strong></p>
<p>Wie in den vergangenen Jahren haben wir auch in diesem Jahr wieder einen Jahreskalender f&#252;r Sie zusammengestellt. Der neue Kalender 2010 gibt einen sch&#246;nen &#220;berblick in Bildern &#252;ber die Aktivit&#228;ten in und um AMPO. Tauchen Sie ein in die Welt von AMPO. Von den fu&#223;ballvernarrten Jungs &#252;ber herzliche Erzieher bis hin zu den Kleinsten, die im &#8220;G&#228;nsemarsch&#8221; &#252;ber den Hof spazieren … alle sind per Foto vertreten. Machen Sie sich und Ihren Lieben eine Freude zu Weihnachten und helfen Sie damit den Kindern von AMPO!</p>
<p>Eine kurze Zusammenfassung der Einrichtungen von AMPO und weitere Interessante Informationen finden Sie ebenfalls im Kalender. Er kostet 9,50 Euro und ist &#252;ber unsere Gesch&#228;ftsstelle in Pl&#246;n erh&#228;ltlich.</p>
<p>Es gr&#252;&#223;en Sie ganz herzlich<br />
Sabine Duwe &amp; Ricarda Dittrich aus der Gesch&#228;ftsstelle in Pl&#246;n</p>
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		<title>AMPO-Rundbrief Oktober 2009: Aktuelle Nachrichten aus Burkina Faso</title>
		<link>http://www.sahel.de/2009/10/16/a-m-p-o-rundbrief-oktober-2009-aktuelle-nachrichten-aus-burkina-faso</link>
		<comments>http://www.sahel.de/2009/10/16/a-m-p-o-rundbrief-oktober-2009-aktuelle-nachrichten-aus-burkina-faso#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 12:03:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[AMPO-Rundbriefe]]></category>
		<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Hochwasser]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Rohde]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenstation]]></category>
		<category><![CDATA[Ouagadougou]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe AMPO-Freunde,
Tobias Sassmann und Nathalie Schroeder
Katrin Rohde ist seit vielen Jahren zum ersten Mal in ihrem langverdienten Urlaub. Erstmalig wird sie selbst jedoch im Dezember einen Jahresbericht der afrikanischen Einrichtungen an alle Spender schicken.
Heute schreiben Ihnen Tobias Sassmann und Nathalie Schroeder. Wir haben gerade vier Wochen bei AMPO als Praktikanten gearbeitet. Nathalie kennt AMPO schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe AMPO-Freunde,</p>
<div id="attachment_2300" class="wp-caption alignright" style="width: 249px"><a href="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2009/10/2009-09-22-MIA.jpg"title="Tobias Sassmann und Nathalie Schroeder"  rel="lightbox[id2299]"><img class="size-medium wp-image-2300 " title="Tobias Sassmann und Nathalie Schroeder" src="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2009/10/2009-09-22-MIA-239x361.jpg" alt="Tobias Sassmann und Nathalie Schroeder" width="239" height="361" /></a><p class="wp-caption-text">Tobias Sassmann und Nathalie Schroeder</p></div>
<p>Katrin Rohde ist seit vielen Jahren zum ersten Mal in ihrem langverdienten Urlaub. Erstmalig wird sie selbst jedoch im Dezember einen Jahresbericht der afrikanischen Einrichtungen an alle Spender schicken.</p>
<p>Heute schreiben Ihnen Tobias Sassmann und Nathalie Schroeder. Wir haben gerade vier Wochen bei AMPO als Praktikanten gearbeitet. Nathalie kennt AMPO schon seit 1998 und ist nun das sechste Mal hier.</p>
<p>W&#228;hrend die Kinder bei ihrer Gro&#223;familie in den Ferien waren, wurden die zwei Waisenh&#228;user mit gro&#223;em Aufwand und von vielen flei&#223;igen Handwerkern gr&#252;ndlich renoviert. So wurde z.B. der Hof bei den Jungs mit neuem Kies aufgesch&#252;ttet und die H&#252;tten bekamen neue Strohd&#228;cher. In der Krankenstation gibt es von nun an einen gr&#246;&#223;eren Wartesaal mit wundersch&#246;nen Batiken an der Wand. Die freundlich gelbe Wandfarbe und die strahlend blau gestrichenen B&#228;nke erinnern eher an die gem&#252;tliche Wartehalle eines &#8220;kleinen Provinzbahnhofs&#8221; als an ein Krankenhaus.</p>
<p>Eine ganze Woche durften wir die M&#228;dchen und die Kleinkinder aus den H&#228;usern  MIA und ALMA in ihr Ferienlager auf dem Gel&#228;nde der Lehrfarm Tond Tenga begleiten. Mit vier vollgepackten Autos fuhren wir singend und trommelnd von Ouagadougou 20 km aufs Land.</p>
<p>Sogleich wurde eine kleine K&#252;che eingerichtet und die Klassenzimmer als Schlafr&#228;ume bezogen. Die Kinder, die sonst nur den kleinen Innenhof von MIA und ALMA gewohnt sind, machten sich sofort daran, ihr weitl&#228;ufiges Spielgel&#228;nde zu erkunden. Da gab es z.B. viele Ziegen, eine Herde K&#252;he und Pferde. Jeden Nachmittag durften die Kleinkinder und die jungen Frauen unter der Aufsicht und F&#252;hrung des Pferdeh&#252;ters auf den Pferden reiten &#8211; eine Riesenattraktion &#8211; und anfangs auch eine echte Mutprobe. Um 7 Uhr morgens, als die Hitze noch ertr&#228;glich war, machten alle zusammen Morgensport auf dem gro&#223;en Sandplatz. Danach wurde nach Herzenslust gespielt, gelesen und gemalt. In regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden gab es f&#252;r die jungen Frauen unter der Leitung ihrer Erzieher Gespr&#228;chsrunden &#252;ber Hygiene, Gesundheit und Kindererziehung. Abends, nach dem Gebet und dem gemeinsamen Essen, was im &#252;brigen &#228;u&#223;erst reichhaltig und lecker war, wurde noch bis zur Nachtruhe getrommelt, gesungen und getanzt. Im gemeinsamen Abschlussgebet der Christen und Muslime am letzten Abend dankten alle Kinder Katrin Rohde, den Erziehern und vor allem den Spendern aus Deutschland, die ihnen diese sch&#246;ne Ferienwoche erm&#246;glicht haben!</p>
<p>Zur&#252;ck in Ouagadougou begann fr&#252;hmorgens am 1. September ein au&#223;ergew&#246;hnlich heftiger Regen, der sich, je nach Landesteil, 10-12 Stunden hinzog. Um 6 Uhr stand unser Praktikantenzimmer 15 cm unter Wasser, ebenso das B&#252;ro der Direktorin von AMPO Annexe. Zusammen mit den Nachtw&#228;chtern waren wir Stunden lang damit besch&#228;ftigt, mit Eimern und Schaufeln das Wasser aus den Zimmern zu sch&#246;pfen und im B&#252;ro Akten, Fotos und Schulhefte zu bergen bzw. zum Trocknen auszubreiten. Dank der stabilen Bauweise und dem hochgelegenen Standort von AMPO haben die Grundmauern und D&#228;cher dem sintflutartigen Regen standgehalten.</p>
<div id="attachment_2301" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2009/10/2009-09-22-Rundbrief.jpg"title="Zerst&#246;rte Behausung"  rel="lightbox[id2299]"><img class="size-medium wp-image-2301 " title="Zerst&#246;rte Behausung" src="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2009/10/2009-09-22-Rundbrief-240x180.jpg" alt="Zerst&#246;rte Behausung" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Zerst&#246;rte Behausung</p></div>
<p>Viel dramatischer waren die Folgen in anderen und vor allem niedriger gelegenen Stadtteilen. Das Viertel, in dem Katrin Rohde wohnt, versank 1,50 Meter tief in schlammigen Wassermassen. Einsatzkr&#228;fte der Armee r&#252;ckten mit Reitern aus, um die Menschen aus ihren zusammenbrechenden H&#252;tten und H&#228;usern zu retten, zumal hier kaum einer schwimmen kann. Die Menschen waren noch in den H&#228;usern von der starken Str&#246;mung &#252;berrascht worden. Am schlimmsten hatte es die Menschen in den Randbezirken von Ouagadougou getroffen, die ihre Behausungen oftmals auf nicht ausgewiesenem Bauland und nur aus Lehmziegeln errichtet haben. Die Mauern rutschten weg, st&#252;rzten ein oder zerflossen regelrecht. Es gab hunderte von Verwundeten, vor allem Kinder wurden von herabfallenden Mauern verletzt.</p>
<p>Nach offiziellen Angaben starben 8 Menschen, sind knapp 25 000 Behausungen zerst&#246;rt und 150 000 Menschen obdachlos geworden. Wir wissen jedoch alle, dass es sich um mindestens doppelt so viele Opfer handelt. Zehntausende Menschen wurden in Schulen untergebracht und keiner wei&#223;, was mit ihnen geschehen soll wenn bald die Schule beginnt. Da es sich erst zum Ende der Regenzeit, also im November, wirklich lohnt, die H&#228;user neu aufzubauen, hat Katrin Rohde in der Personalversammlung die Herstellung von Sands&#228;cken initiiert, um beim n&#228;chsten schweren Regen besser vorbereitet zu sein. Bei Lehmh&#252;tten hilft das allerdings nicht!</p>
<p>Auch bei AMPO suchen nun viele Menschen Hilfe, was unsere finanziellen M&#246;glichkeiten weit &#252;bersteigt. Deshalb sind wir dankbar f&#252;r alle au&#223;erplanm&#228;&#223;igen Spenden auf das Konto von Sahel e.V. mit dem Kennwort &#8220;Hochwasserkatastrophe&#8221;.</p>
<p>Wir alle m&#252;ssen jetzt fest zusammenhalten, damit die Menschen in Burkina Faso die restliche Regenzeit gut &#252;berstehen und ihre H&#228;user bald wieder aufbauen k&#246;nnen.</p>
<p>Managré  Nooma &#8211; Das Gute geht nicht verloren.</p>
<p>Herzliche Gr&#252;&#223;e aus Burkina Faso,<br />
<em>von Tobias und Nathalie</em></p>
<p style="text-align: center;"><strong>SAHEL e.V.</strong><br />
Am Strohberg 2 • 24306 Pl&#246;n • Tel.0 45 22 &#8211; 78 98 85 • Fax 0 45 22 &#8211; 78 98 86<br />
Email: <a href="mailto:info.sahel@sahel.de" target="_blank">info.sahel@sahel.de</a> Internet: <a title="www.sahel.de" href="../">www.sahel.de</a><br />
Spendenkonto bei der F&#246;rde Sparkasse Pl&#246;n: • Kto. Nr. 5785 • BLZ 210 501 70<br />
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<p style="text-align: center;"><strong><a class="st_tag internal_tag" title="Beitr&#228;ge mit Tag Katrin Rohde" rel="tag" href="../tag/katrin-rohde">Katrin Rohde</a> &#8211; Stiftung</strong><br />
Am Strohberg 2 • 24306 Pl&#246;n • Tel. 0 45 22 &#8211; 50 82 34 • Fax: 0 45 22 &#8211; 50 837<br />
Email: <a href="mailto:info@katrin-rohde-stiftung.de" target="_blank">info@katrin-rohde-stiftung.de</a> Internet: <a class="extlink" title="www.katrin-rohde-stiftung.de" href="http://www.katrin-rohde-stiftung.de/" target="_blank" class="extlink">www.katrin-rohde-stiftung.de</a><br />
Spendenkonto bei der F&#246;rde Sparkasse Pl&#246;n:<br />
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		<title>AMPO-Rundbrief Juli 2009: Aktuelle Nachrichten von Katrin Rohde aus Burkina Faso</title>
		<link>http://www.sahel.de/2009/08/04/ampo-rundbrief-juli-2009-aktuelle-nachrichten-von-katrin-rohde-aus-burkina-faso</link>
		<comments>http://www.sahel.de/2009/08/04/ampo-rundbrief-juli-2009-aktuelle-nachrichten-von-katrin-rohde-aus-burkina-faso#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 13:02:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gela Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[AMPO-Rundbriefe]]></category>
		<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Freundeskreis]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Rohde]]></category>
		<category><![CDATA[Ouagadougou]]></category>
		<category><![CDATA[Patchwork]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Restaurant]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>
		<category><![CDATA[Waisenhaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Guten Morgen allen Freunden der Waisenkinder in Burkina Faso!
Endlich hat es unsere Hauptstadt Ouagadougou auf die Titelseiten der internationalen Presse geschafft und jeder wei&#223; nun wo wir sind! Daf&#252;r danken wir unserem deutschen Finanzminister und laden ihn herzlich in unsere Waisenh&#228;user ein, damit er mal sieht was hier wirklich so los ist&#8230;
und uns ein paar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Morgen allen Freunden der Waisenkinder in Burkina Faso!</p>
<p>Endlich hat es unsere Hauptstadt Ouagadougou auf die Titelseiten der internationalen Presse geschafft und jeder wei&#223; nun wo wir sind! Daf&#252;r danken wir unserem deutschen Finanzminister und laden ihn herzlich in unsere Waisenh&#228;user ein, damit er mal sieht was hier wirklich so los ist&#8230;<br />
und uns ein paar seiner eingenommenen Steuern f&#252;r unsere Kinder schickt!</p>
<div id="attachment_1911" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2009/08/rundbrief_2009_juli-2.jpg"title="Den Kindern geht es gut"  rel="lightbox[id1907]"><img class="size-medium wp-image-1911" title="Den Kindern geht es gut" src="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2009/08/rundbrief_2009_juli-2-240x178.jpg" alt="Den Kindern geht es gut" width="240" height="178" /></a><p class="wp-caption-text">Den Kindern geht es gut</p></div>
<p>Ich freue mich Sie alle begr&#252;&#223;en zu d&#252;rfen und Ihnen als allererstes zu sagen: allen Kindern geht es gut! Au&#223;er Ennoch, der sich beim Spielen den Arm brach, sind wir gesund und vergn&#252;gt und unsere Ferien nahen. Wider Erwarten sind die Schulresultate der Jungen besser als gedacht, und 7 von 12 Kindern bestanden dieses Jahr die Mittlere Reife. Die Abiturienten beginnen morgen mit dem m&#252;ndlichen Teil, wir dr&#252;cken die Daumen&#8230;</p>
<p>Unser Pflegekind Dimanchi, das kleine M&#228;dchen mit den verbrannten Augenlidern, befindet sich nach 7 Operationen noch in Deutschland. Dort besuchte ich sie gerade in einer OP-Pause auf einem wunderbaren Bauernhof bei Wuppertal, wo sie mit Pferden und Hunden und einer tollen Pflegefamilie lebt &#8211; bis zu den n&#228;chsten Operationen im August. Im Oktober dann soll sie endlich nach Hause nach Burkina Faso kommen. Dimanchis beste Freundin war Sanne Lehmann, eine deutsche Frau die sie schon bei ihrem letzten Besuch im Waisenhaus &#252;ber Wochen gut kennenlernte und sich in Deutschland w&#228;hrend der schwierigen Operationszeit (zwei Wochen mit verbundenen Augen) liebevoll um sie k&#252;mmerte. Sanne Lehmann war schon vor vielen Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Harry ein willkommener Besuch im Waisenhaus. Nun ist Sanne ganz pl&#246;tzlich gestorben. Dies ist f&#252;r uns alle ein schwerer Verlust. Die AMPO-Kinder haben f&#252;r sie gebetet, die Mitarbeiter haben gesammelt damit in der Kathedrale eine Messe gelesen wird. Am allersch&#246;nsten finde ich die Idee der Kinder mit ihren Erziehern: sie wollen unsere hei&#223;ersehnte diesj&#228;hrige Ferienkolonie, die im August f&#252;r zwei Wochen in Leo im S&#252;den des Landes stattfindet, unter das Motto &#8220;Ferien mit Sanne&#8221; stellen. Ja, unsere AMPO-Kinder sind wirklich gut, auf die Idee w&#228;re ich gar nicht gekommen, und sie haben es selbst vorgeschlagen! Unser Beileid gilt Sannes Mann, ihrer Familie und ihren Freunden.</p>
<p>Zweieinhalb Monate war ich auf Tour in Europa, denn einige gro&#223;e Geber mindern aufgrund der allgemeinen Finanzsituation ihren j&#228;hrlichen Beitrag f&#252;r AMPO und nat&#252;rlich muss ich daf&#252;r neue Spender finden.</p>
<p>In Burkina Faso ist leider heute alles dreimal so teuer wie letztes Jahr. Dies bringt viele Familien in wahre Probleme, denn wer schon kaum einen Sack Reis im Monat zahlen kann, der hat schon gar nichts &#252;brig f&#252;r Schulgeld oder lebenswichtige Medikamente! Noch haben wir kaum Einbu&#223;en bei unseren privaten Spendern, und nat&#252;rlich z&#228;hlen wir auf Sie, ich wei&#223; genau dass Sie uns, so lange wie es Ihnen m&#246;glich ist, treu sein werden.</p>
<p>Trotzdem machen wir Direktoren uns Gedanken, wo wir einsparen k&#246;nnen, ob wir eventuell Autos verkaufen m&#252;ssen, ob wir vielleicht das eine oder andere Projekt schlie&#223;en m&#252;ssen. Alle achten nun viel sorgf&#228;ltiger auf Strom- und Wasserverbrauch. Auf jeden Fall trifft uns diese Krise nicht unvorbereitet. Immerhin haben wir in Westafrika das erste Mal einen (zweifelhaften) Vorteil gegen&#252;ber Europa: hier sind die Menschen es gew&#246;hnt arm zu sein, zur&#252;ckzustecken geh&#246;rt hier zu den t&#228;glichen &#220;bungen!</p>
<div id="attachment_1912" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2009/08/rundbrief_2009_juli-4.jpg"title="Brand des gro&#223;en Refektoriums"  rel="lightbox[id1907]"><img class="size-medium wp-image-1912" title="Brand des gro&#223;en Refektoriums" src="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2009/08/rundbrief_2009_juli-4-240x179.jpg" alt="Brand des gro&#223;en Refektoriums" width="240" height="179" /></a><p class="wp-caption-text">Brand des gro&#223;en Refektoriums</p></div>
<p>In meiner Abwesenheit nahm alles seinen t&#228;glichen Verlauf wie immer &#8211; unsere Direktoren sind mit ihren gemeinsamen Entscheidungen gut eingespielt. &#220;berraschend war lediglich der Brand unseres gro&#223;en Refektoriums, ausgel&#246;st durch die Nonnen von der Mission nebenan, die ihre Feuer schlecht beaufsichtigten. Die Feuerwehr kam schnell, oh Wunder, und es wurde Gott sei Dank niemand verletzt.</p>
<p>Etliche neue Ideen wurden realisiert, aus Luxemburg kam eine Schneiderin die unsere Patchworkgruppen inspirierte und ihnen neue K&#252;nste beibrachte, mindestens 7 Praktikantinnen erstellen Ferienprogramme und haben viel Freude mit den Kindern. Am tollsten finde ich die mutige Idee unserer 5 jungen M&#228;dchen die in unserem Restaurant kochen und servieren lernen.</p>
<p>Hier gibt es nun jeden Mittwochabend ein &#220;berraschungsmen&#252;, zu dem man sich am Tage vorher fest anmelden muss. Gestern durfte ich dies das erste Mal ausprobieren, und ich bin hochzufrieden. Es gab einen Meeressalat, serviert in einer halben Grapefruit, mit k&#246;stlichem Knoblauchbaguette. Dann einen riesigen Wolfsbarsch, gef&#252;llt mit Gem&#252;se, dazu Karotten und Ofenkartoffeln. Und dann Crêpe Suzette, wunderbar&#8230;.bitte melden Sie sich bei Bedarf fr&#252;hzeitig an, denn dieser Abend ist der Renner in unserem kleinen Restaurant, und die M&#228;dchen sind sehr aufgeregt, weil sie alles ohne ihren Chefkoch schaffen m&#252;ssen, auch das servieren, oha!</p>
<p>Sie sehen also, AMPO geht es gut, wir z&#228;hlen auf unsere Kinder die uns viel Freude bereiten, so wie die Ihren es hoffentlich in Ihren Familien auch tun.</p>
<p>Einen sch&#246;nen Sommer und Gottes Segen Ihnen allen w&#252;nscht</p>
<p><em>Katrin Rohde aus Ouagadougou</em></p>
<p><strong>Anmerkungen aus der Gesch&#228;ftsstelle in Pl&#246;n:</strong></p>
<p>Liebe AMPO-Freunde,</p>
<p>wenn Sie den Wunsch haben, sich aktiv f&#252;r die Waisenkinder in Burkina Faso zu engagieren, k&#246;nnen Sie dies gern im Rahmen der &#8220;Freundeskreise&#8221; tun. Es handelt sich hierbei um ein Netzwerk von &#8220;helfenden H&#228;nden&#8221;, die sich gemeinsam bei Aktionen zugunsten der Kinder unterst&#252;tzen und Ideen austauschen. Informationen hierzu erhalten Sie auf unserer Internetseite, &#252;ber unsere Gesch&#228;ftsstelle und von Frau Berger-Krups (susanne.berger@sahel.de ). Nicht unvergessen sollen die Kinder bleiben, die noch keinen Paten haben. Sollten Sie gern eine Patenschaft &#252;bernehmen wollen, wenden Sie sich gern an uns.</p>
<p>Allen, die bereits eine Patenschaft &#252;bernommen haben, m&#246;chten wir herzlich danken und sie gleichzeitig daran erinnern, dass Sie bitte jetzt schon an die Weihnachtspost denken. Auch wenn das Fest noch in weiter ferne liegt, m&#246;chten wir Sie bitten, die Sendungen bis zum 01.09.2009 nach Pl&#246;n zu schicken, damit sie rechtzeitig bei den Kindern eintreffen.</p>
<p>Zum Schluss m&#246;chten wir noch unsere neue Mitarbeiterin in Pl&#246;n vorstellen. Frau Dittrich ist seit April 2009 als Unterst&#252;tzung f&#252;r Frau Duwe in der Gesch&#228;ftstelle in Pl&#246;n. Sie betreut unter anderem den AMPO-Shop, weshalb einige von Ihnen vielleicht schon Kontakt zu ihr hatten.</p>
<p>Wir gr&#252;&#223;en Sie ganz herzlich aus Pl&#246;n</p>
<p><em>Ihre Sabine Duwe &amp; Ihre Ricarda Dittrich</em></p>
<p style="text-align: center;"><strong>SAHEL e.V.</strong><br />
Am Strohberg 2 • 24306 Pl&#246;n • Tel.0 45 22 &#8211; 78 98 85 • Fax 0 45 22 &#8211; 78 98 86<br />
Email: <a href="mailto:info.sahel@sahel.de" target="_blank">info.sahel@sahel.de</a> Internet: <a title="www.sahel.de" href="../">www.sahel.de</a><br />
Spendenkonto bei der F&#246;rde Sparkasse Pl&#246;n: • Kto. Nr. 5785 • BLZ 210 501 70<br />
Internationale Bankverbindung: IBAN (Konto-Nr.):<br />
DE27 2105 0170 0000 005785 BIC (Bankidentifikation): NOLADE21KIE</p>
<p style="text-align: center;"><strong><a class="st_tag internal_tag" title="Beitr&#228;ge mit Tag Katrin Rohde" rel="tag" href="../tag/katrin-rohde">Katrin Rohde</a> &#8211; Stiftung</strong><br />
Am Strohberg 2 • 24306 Pl&#246;n • Tel. 0 45 22 &#8211; 50 82 34 • Fax: 0 45 22 &#8211; 50 837<br />
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		<title>AMPO-Rundbrief M&#228;rz 2009: Liebe Freunde der AMPO-Kinder, seien Sie gegr&#252;&#223;t aus Ouagadougou!</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 14:27:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gela Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[AMPO-Rundbriefe]]></category>
		<category><![CDATA[Neues aus Ouagadougou]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Waisenhaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier in der Sahelzone ist es schon jetzt, viel zu fr&#252;h im Jahr,  hei&#223; und staubig. Hei&#223; &#8211; so mittags herum bei 42° im Schatten, staubig &#8211; beim t&#228;glichen Duschen wundert man sich doch immer wieder &#252;ber das erzeugte knallrote Wasser! Die Kinder gehen (nein, sie gehen nicht &#8211; die Kleinen zumindest h&#252;pfen und singen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier in der Sahelzone ist es schon jetzt, viel zu fr&#252;h im Jahr,  hei&#223; und staubig. Hei&#223; &#8211; so mittags herum bei 42° im Schatten, staubig &#8211; beim t&#228;glichen Duschen wundert man sich doch immer wieder &#252;ber das erzeugte knallrote Wasser! Die Kinder gehen (nein, sie gehen nicht &#8211; die Kleinen zumindest h&#252;pfen und singen den ganzen Weg, und das macht mich immer sehr gl&#252;cklich!) wunderbar gewaschen und eingecremt zur Schule und kehren zur&#252;ck als kleine Geistergestalten, eingestaubt bis unter die Fingern&#228;gel und in die Ohren. Da sie es aber (beinahe) alle lieben h&#252;bsch und proper auszusehen, geht das Gewasche gleich wieder von vorne los! Gott sei Dank haben wir unsere eigene Pumpe, sonst k&#246;nnte Maman die Wasserrechnung niemals bezahlen. Wasser- und Stromkosten sind mit die h&#246;chsten auf der Welt.</p>
<p>Die M&#228;dels sind super gut in der Schule, ich staune nur so &#8211; wenn die alle so weitermachen bekommen wir ein Eliteteam von Studentinnen, f&#252;r die ich jetzt schon anfange die Ausbildungsversicherungen abzuschlie&#223;en!</p>
<p>Bei den Jungs sieht es nicht ganz so gut aus, vor allem bei den Kleinen haben wir gerade viele hochtraumatisierte Kinder bei uns, und trotz aller Nachhilfe k&#246;nnen sie sich nicht so gut konzentrieren. Das ist uns eigentlich auch nicht so wichtig, denn unser Ziel ist eher ein fr&#246;hliches Kind als ein gelehrtes &#8211; trotzdem wird das Leben sp&#228;ter nat&#252;rlich leichter, wenn man gute Zeugnisse hat. Also: noch mehr Geduld und immer wieder von vorn. Auf, auf und weiter, auch wenn es oft schwer f&#228;llt!</p>
<p>Gerade ist bei uns &#8220;Yagma&#8221;, der Tag, an dem tausende von Katholiken ungef&#228;hr 20 km weit zu einer kleinen Marienkapelle pilgern, und jedes Jahr d&#252;rfen auch die AMPO-Kinder mit, ein St&#252;ck weit mit unserem kleinen LKW, den Rest zu Fu&#223;. Aber gestern haben die beiden verantwortlichen Direktoren der Waisenh&#228;user mich angerufen und mir ihren Beschluss mitgeteilt: alle Kinder bleiben zuhause und gehen nur kurz zur Messe. Hier herrscht eine schwere Masernepidemie mit etlichen Toten. Unsere AMPO-Kinder sind zwar geimpft, trotzdem ist es kl&#252;ger, zuhause zu bleiben.</p>
<div id="attachment_1598" class="wp-caption alignright" style="width: 272px"><img class="size-full wp-image-1598" title="Akbar mit Rollstuhl" src="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2009/03/screen-capture-31.png" alt="Akbar mit Rollstuhl" width="262" height="194" /><p class="wp-caption-text">Akbar mit Rollstuhl</p></div>
<p>Ich selbst durfte mich &#252;ber Weihnachten in Deutschland einer Knieoperation unterziehen, die gut gelaufen ist &#8211; meine Kr&#252;cken habe ich bereits kurz nach der Landung in Ouagadougou weggeworfen. Sie sind in der Hitze auch sehr anstrengend, da sah ich wieder deutlich, wie sehr die wirklichen Behinderten leiden m&#252;ssen! Und diese w&#228;ren gl&#252;cklich, solche modernen Kr&#252;cken wie ich zu haben. Die meisten haben nur lange Holzdreiecke unter den Armen, so wie die Leute im Mittelalter.</p>
<p>Da trifft es sich gut, dass die Werbekampagne unseres Vorsitzenden Gerolf Wolpmann so erfolgreich war und wir mehr als 100 Rollst&#252;hle vergeben konnten. Und auch dass wir &#8211; dank der gro&#223;en Spende der Familie Luetz &#8211; unsere neue Reha-Station f&#252;r behinderte und verbrannte Kinder endlich einweihen konnten. Oben sehen Sie ein Foto der ersten Bewohner: Akbar, der gel&#228;hmt ist aber mit seinem Rollstuhl zur Schule f&#228;hrt.</p>
<p>Adama, der sein R&#252;ckgrat gebrochen hat und bei uns immerhin schon das Sitzen und alleine zu essen gelernt hat. Dimanchi, ein siebenj&#228;hriges M&#228;dchen ohne Nase und Augenlider, die nun n&#228;chste Woche f&#252;r ein Jahr nach Deutschland fliegt, in eine Spezialklinik f&#252;r verbrannte Kinder. Dies verdanken wir der Vermittlung von Fadumo Korn, die sich beispiellos f&#252;r sie eingesetzt hat. Auch allen anderen Helfern danken wir, zumal der Evers-Stiftung, die die Kosten der Reisen tr&#228;gt, denn Dimanchi kann nat&#252;rlich nur begleitet ausgeflogen werden.</p>
<p>Bislang hat unser Krankenpfleger Felix immer nur Kinder bis ins Kinderkrankenhaus begleitet und dort betreut, und dies ist drei Kilometer entfernt von AMPO. Wer h&#228;tte gedacht, dass er nun sogar 5000 km weit fliegen darf! Er hat f&#252;r dieses Abenteuer extra deutsch gelernt. Viel Gl&#252;ck f&#252;r Dimanchi! Ein ganzer Kreis von AMPO-Freunden steht bereit sie zu empfangen und sie liebzuhaben, denn sie wird zu Beginn sehr einsam sein, dieses tapfere kleine M&#228;dchen.</p>
<div id="attachment_1600" class="wp-caption alignright" style="width: 271px"><img class="size-full wp-image-1600" title="Katrin Rohde mit Team" src="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2009/03/screen-capture-4.png" alt="Katrin Rohde mit Team" width="261" height="195" /><p class="wp-caption-text">Katrin Rohde mit Team</p></div>
<p>Ansonsten steht das Jahr 2009 f&#252;r Neubeginn in vieler Hinsicht. Mein Sohn John macht eine Zusatzausbildung in Deutschland zum &#8220;Sozialmanager&#8221;. Mit Timo Nadolny habe ich f&#252;r ein Jahr einen &#8220;personal assistant&#8221; der, wie ich, gerne so 80 bis 90 Stunden die Woche arbeitet und keine Armbanduhr besitzt &#8211; das bringt nat&#252;rlich Spa&#223;.</p>
<p>Es ist seine Freundin, die Designerin Lena Strack, die uns den sch&#246;nen Kalender aus dem letzten Jahr entworfen hat, und sie sitzt schon wieder am Entwurf f&#252;r 2010. Vielen Dank, liebe Lena!</p>
<p>Da AMPO als &#8220;K&#246;nigreich der Armen&#8221; seine Grenzen erreicht hat und wir nicht mehr erweitern wollen, sondern ab nun eher unsere sch&#246;nen Einrichtungen hegen und pflegen bleibt alles &#252;bersichtlich, denn es soll ja so weit wie m&#246;glich ausschlie&#223;lich von Afrikanern geleitet werden. So haben wir neue Mitarbeiter eingestellt.</p>
<p>Ich selbst habe die Leitung des Jungenwaisenhauses abgegeben an M. Soré, einen P&#228;dagogen mit Europaerfahrung. Gott sei Dank m&#246;gen ihn die Jungs sehr und er verteidigt sie wie ein L&#246;we gegen den Rest der Welt!</p>
<p>Unser neuer Verwaltungsdirektor, M. Sirima, k&#252;mmert sich h&#246;chst verl&#228;sslich und genau um alle Belange in allen Projekten bis hin zu langfristigen Planungen. Unsere AMPO-Buchhaltung bekam ein neues Programm, damit wir bei Sahel e.V. den Anforderungen der DZI-Siegel-Konditionen besser begegnen k&#246;nnen, dazu noch einen neuen externen Buchpr&#252;fer, der monatlich die Abschl&#252;sse pr&#252;ft. I. Kargougou, langj&#228;hriger zweiter Chef bei AMPO nach mir, zog sich aus gesundheitlichen Gr&#252;nden als Direktor in sein eigentliches Projekt, das Haus der Stra&#223;enjungen, zur&#252;ck. Mit seinen langj&#228;hrigen Erfahrungen bleibt er uns erhalten, denn bei unseren w&#246;chentlichen Treffen der Direktoren werden alle Entscheidungen gemeinsam  im Team  gef&#228;llt.</p>
<p><span id="more-1592"></span></p>
<p>So sind nun die Experten am Werke, jeder auf seinem Gebiet und ich, als &#8220;Wanderer zwischen zwei Welten&#8221;, will versuchen ein wenig  weniger zu arbeiten. Bislang hat es trotz aller guten Vors&#228;tze noch nicht geklappt, aber ich lerne das noch!</p>
<p>Zun&#228;chst bin ich ab Mitte April wieder auf Europareise, diesmal von D&#228;nemark &#252;ber Tschechien, &#214;sterreich und die Schweiz bis Luxemburg, nat&#252;rlich mit vielen Terminen in Deutschland. Frau Duwe im Verein wei&#223; immer wo ich bin, dazu wird es auch einen  Terminplan auf der Sahel &#8211; Website www.sahel.de  geben. Falls ich in Ihrer N&#228;he sein sollte, erkundigen Sie sich gerne. Haben wir Zeit f&#252;r einen gemeinsamen Kaffee? Denn schlie&#223;lich geh&#246;ren Sie dazu, ja, Sie! Ohne Sie ginge dies alles hier gar nicht und daf&#252;r danken wir Ihnen, wir alle im AMPO-Team, zusammen mit zurzeit so bei 300 Kindern.</p>
<p>Mit den herzlichsten Gr&#252;&#223;e und dem Wunsch, dass der Fr&#252;hling in Europa f&#252;r Sie endlich heftig ausbreche und Ihnen ein sonniges L&#228;cheln bringe,<br />
<em>Ihre Katrin Rohde aus Burkina Faso</em></p>
<p>PS: Die Erzieher und ich  bitten alle Pateneltern um Verzeihung, denn die Dankbriefe der Kinder f&#252;r die Weihnachtsgeschenke liegen erst jetzt auf meinem Schreibtisch in Ouagadougou. Dies ist aber nicht die Schuld der Kinder! Beinahe h&#228;tten wir diese n&#228;mlich erst zu Ostern verteilen k&#246;nnen. Da sich der Zoll in Ghana und BF t&#228;glich neue Finessen ausdenkt und die 1000 km Stra&#223;e von der K&#252;ste hierher nicht besser werden, brauchen unsere Container nun doppelt solange f&#252;r die Reise! So fand die Geschenkevergabe erst Mitte Februar statt. Dies minderte unsere Freude dar&#252;ber jedoch in keinster Weise!</p>
<p style="text-align: center;"><strong>SAHEL e.V.</strong><br />
Am Strohberg 2 • 24306 Pl&#246;n • Tel.0 45 22 &#8211; 78 98 85 • Fax 0 45 22 &#8211; 78 98 86<br />
Email: <a href="mailto:info.sahel@sahel.de">info.sahel@sahel.de</a> Internet: <a title="www.sahel.de" href="http://www.sahel.de"title="Email an info.sahel@sahel.de" >www.sahel.de</a><br />
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<p style="text-align: center;"><strong>Katrin Rohde &#8211; Stiftung</strong><br />
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		<title>Timos Rundbrief: Jeden Monat wollte ich Euch schreiben</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 13:14:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gela Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[AMPO-Rundbriefe]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Rohde]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Timo Nadolny
08.02.2009
Jeden Monat wollte ich Euch schreiben… Ich dachte, das sei kein Problem, schlie&#223;lich habe ich in meiner Zivizeit fast w&#246;chentlich Bericht geliefert.  Wie es sich zeigt, wird es diesmal schwieriger. Das liegt unter anderem sicher daran, dass mir viele Dinge, die mich in meiner Zivizeit fasziniert, verwundert, ge&#228;rgert, bewegt oder erfreut haben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Timo Nadolny</em><br />
<em>08.02.2009</em></p>
<p>Jeden Monat wollte ich Euch schreiben… Ich dachte, das sei kein Problem, schlie&#223;lich habe ich in meiner Zivizeit fast w&#246;chentlich Bericht geliefert.  Wie es sich zeigt, wird es diesmal schwieriger. Das liegt unter anderem sicher daran, dass mir viele Dinge, die mich in meiner Zivizeit fasziniert, verwundert, ge&#228;rgert, bewegt oder erfreut haben, dies zwar noch immer tun, mittlerweile aber zum Alltag geh&#246;ren. Ich bin tief eingetaucht in meinen allt&#228;glichen, aber verr&#252;ckten afrikanischen Arbeitsalltag. Nun habe ich mir aber die Zeit und die Mu&#223;e genommen um Euch endlich mal wieder ein wenig zu berichten. Dabei werde ich versuchen eine kleine Auswahl zu treffen, die mein Leben bei AMPO m&#246;glichst gut skizziert. Vollst&#228;ndig &#252;ber mein Leben hier zu berichten ist v&#246;llig unm&#246;glich!</p>
<p>Ok los geht es: Ich arbeite meist mehr als 80 h die Woche. Hinzu kommt, dass ich eben kein Zivi mehr bin. Ich habe weit mehr Verantwortung als fr&#252;her. Dar&#252;ber m&#246;chte ich mich nicht beklagen, ganz im Gegenteil! Aber es hat eben auch zur Folge, dass ich mich voll konzentrieren muss. Die Arbeit mit Katrin Rohde, meiner Chefin, klappt sehr sehr gut, jeden Tag besprechen wir die wichtigsten Dinge und auch wenn sie die Chefin ist und weit  mehr Verantwortung tr&#228;gt, so nehme ich doch auch ein wenig Einfluss auf Entscheidungen, die f&#252;r die Menschen die sie betreffen einen gro&#223;en Einfluss haben. Wer bekommt Schulgeld, wer eine Operation bezahlt usw.</p>
<p><span id="more-1488"></span></p>
<p>Wir helfen vielen Menschen, aber man kann eben nicht die ganze Welt retten. Dieser Lernprozess ist hart. Gl&#252;cklicherweise entscheide ich das nicht, aber mitbekommen tue ich es allemal. Was die Verantwortung betrifft, so habe ich zum Beispiel einen Dienstwagen (einen tollen kleinen roten Flitzer), kann anderen Kollegen Aufgaben geben und habe Schl&#252;sselgewalt. Wenn Katrin nicht bei AMPO ist, kommen automatisch sehr viele Menschen auch zu mir mit ihren Angelegenheiten. Mein Aufgabenfeld ist sehr abwechslungsreich.</p>
<p>Es reicht von der Mitgestaltung der Inneneinrichtung der neuen Rehastation, &#252;ber neue Speisekarten f&#252;r unser Lehrrestaurant, Lagerung und Organisation der Containerspenden bis hin zur Spendenvergabe. Dar&#252;ber hinaus versuche ich zu ordnen was ich kann, Bilder und Filme zu archivieren, Ordner aufzur&#228;umen etc. Nat&#252;rlich auch der Kontakt zu dem deutschen Verein und den Spendern. T&#228;glich schreibe ich zahlreiche Mails um den Informationsfluss nicht abbrechen zu lassen.</p>
<p>Die h&#228;ufigen Tagesg&#228;ste, aber auch die hier wohnenden Besucher mit ihren Projekten betreue ich, was spannend aber auch anstrengend ist. So sind dann mal zum Beispiel zwei Damen aus Deutschland hier, die mit burkinischen Frauen Seife produzieren. Dann versuche ich so gut wie m&#246;glich zu helfen, Fahrer zu organisieren, zu &#252;bersetzen etc., w&#228;hrend gleichzeitig 5 Leute vor meinem B&#252;ro stehen, die auch etwas wollen, bzw. der Computer auf mich wartet. AMPO ist nicht umsonst das K&#246;nigreich der Armen, daher vergeht kein Tag, an dem man nicht mit Krankheit, Tod oder Armut konfrontiert wird. Auch gibt es immer wieder Mitarbeiter, Nachbarn etc, die in irgendeiner Form Hilfe von mir wollen. Da mir Nein-Sagen noch nie leicht gefallen ist, zehrt das vor allem an mir.</p>
<p>Ich hoffe diese Auflistung l&#228;sst kein falsches Bild entstehen: Ich liebe diese Arbeit und ich bereue es kein bisschen, dass ich mein Referndariat verschoben habe! Es gibt wohl kaum einen lustigeren, sinnvolleren und anspruchsvolleren Job, als den ich gerade bei AMPO habe! Alle AMPO-Einrichtungen und vor allem die Kinder sind einfach super! Aber oftmals fehlt mir nicht nur die Zeit, sondern eben auch die Energie meine Erlebnisse hier f&#252;r Euch in Worte zu fassen. Nach so einem Arbeitstag, voller Sand und Staub kann ich das oftmals einfach nicht mehr. Dann will ich einfach ab durch das verr&#252;ckte Stra&#223;engewirr in mein schmuckes H&#228;uschen, mit meinem kleinen H&#252;ndchen spielen und mich in die H&#228;ngematte hauen.</p>
<p>Was sich hier alles in mir abspielt kann ich jemanden, der noch nie bei AMPO war, fast nicht erkl&#228;ren. Umso dankbar bin ich, dass meine Freundin ja eine alte AMPO-Kennerin ist, wei&#223; von was ich rede und dass auch meine Familie l&#228;ngst keine AMPO-Neulinge mehr sind. Bitte seid daher ein wenig nachsichtig mit mir, wenn ich mich l&#228;ngere Zeit nicht melde! Ich freu mich immer &#252;ber Mails und Anrufe aus der Heimat!</p>
<p>So nun verabschiede ich mich, denn sonntags g&#246;nne ich mir immer ein paar Stunden um mit den<br />
Jungs zu toben und zu spielen! Das ist ein wahres Lebenselexier!</p>
<p>Bis zum n&#228;chsten Mal, alles Liebe<br />
Euer Timo</p>

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								<img title="Gauthier" alt="Gauthier" src="http://www.sahel.de/wp-content/gallery/bericht-2-von-timo/thumbs/thumbs_2009-02-08-bericht-2-9.jpg"  />
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		<title>Timos Rundbrief: Besondere Ereignisse erfordern besondere Ma&#223;nahmen</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 13:10:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gela Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[AMPO-Rundbriefe]]></category>
		<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Rohde]]></category>
		<category><![CDATA[Ouagadougou]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Waisenhaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Timo Nadolny
17.02.2009
Besondere Ereignisse erfordern besondere Ma&#223;nahmen: Dieses Mal werde daher nicht ich  viele Worte schreiben, sondern meine Chefin Katrin Rohde sprechen lassen – denn der  Container aus Harpertshausen ist eingetroffen! Viel Spa&#223; beim Lesen…
Liebe Afrika-Freunde von Timo in Harpertshausen und Umgebung!
Mit gro&#223;er Freude und viel Spa&#223; –was mit Sicherheit auf den Fotos [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Timo Nadolny</em><br />
<em>17.02.2009</em></p>
<p>Besondere Ereignisse erfordern besondere Ma&#223;nahmen: Dieses Mal werde daher nicht ich  viele Worte schreiben, sondern meine Chefin Katrin Rohde sprechen lassen – denn der  Container aus Harpertshausen ist eingetroffen! Viel Spa&#223; beim Lesen…</p>
<h4>Liebe Afrika-Freunde von Timo in Harpertshausen und Umgebung!</h4>
<p>Mit gro&#223;er Freude und viel Spa&#223; –was mit Sicherheit auf den Fotos zu sehen ist- durften wir  im fernen Afrika einen ganzen Container voller Geschenke aus S&#252;dhessen empfangen. Schon  seit vielen Jahren werden die AMPO-Waisenkinder von Harpertshausen und Umgebung  unterst&#252;tzt. Unser Timo bringt die &#228;lteren Damen zum Sockenstricken, Lukas aus Radheim  hat die H&#228;lfte von seinem Geburtstagsgeld nach Burkina Faso gestrickt- ist das nicht toll?</p>
<p>Dreiviertel aller Containerpakete besorge ich normalerweise selbst. Sie k&#246;nnen sich also  vorstellen, wie gro&#223; und immer gr&#246;&#223;er meine Augen wurden, als auf jedem Paket im  Container gro&#223; &#8220;Timo&#8221; gestanden hat. Zuerst dachte ich, alle Pakete w&#228;ren f&#252;r ihn, dann  d&#228;mmerte es mir so langsam, dass dieser nette, flotte junge Mann tats&#228;chlich seine Nachbarn  und Freunde mobilsiert hat, um unser Waisenhaus zu versorgen.</p>
<p><span id="more-1492"></span></p>
<p>Aus Timos Heimat purzelten  in den Staub und die Hitze Ouagadougous unglaubliche Mengen von Wolle und Stoff &#8211; wunderbar f&#252;r unsere Hauseigenen Schneidereien. Wie viele freundliche Tanten und Gro&#223;m&#252;tter pl&#252;nderten ihre Reserven von Bettt&#252;chern! Handwerksmeister,  Versicherungsagenturen und Banken schickten Werkzeuge, Geschenke, Stifte, Papier und  B&#252;roartikel. Sch&#252;ler sammelten Hefte, Ranzen und Anspitzer. Fu&#223;ballvereine schickten Trikots und auch Fu&#223;ballschuhe. Aus allen Richtungen kamen Fahrr&#228;der, die heute unsere Sch&#252;ler in Ouagadougou zur Schule transportieren. K&#246;nnen Sie sich unsere Freude vorstellen?</p>
<p>Das DRK Harpertshausen schickte uns eine ansehnliche Sammlung von Rollst&#252;hlen, Kr&#252;cken und sogar ein ganzes Krankenhausbett. Wie ich h&#246;re wurde durch gute Organisation dort ein Zwischenlager eingerichtet. Aus der DRK-Geldsammlung wurde der Transport zum Container bezahlt und von Privatleuten und dem Jugenddekanat Gro&#223;-Umstadt unterst&#252;tzt. Es blieb noch genug &#252;brig um f&#252;r unser hiesiges B&#252;ro Festplatten, Scanner und usb-Sticks zu kaufen.</p>
<p>Bravo Timo und lang lebe seine Heimat!</p>
<p><em>Mit den herzlichsten Gr&#252;&#223;e aus Ouagadougou<br />
Ihre Katrin Rohde, Gr&#252;nderin aller AMPO-Einrichtungen</em></p>

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								<img title="Die AMPO-Kids beim Probe-Sitzen" alt="Die AMPO-Kids beim Probe-Sitzen" src="http://www.sahel.de/wp-content/gallery/bericht-3-von-timo/thumbs/thumbs_2009-02-17-bericht-3-9.jpg"  />
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		<title>Timos Rundbrief: Nun bin ich seit 2 Wochen in Ouagadougou</title>
		<link>http://www.sahel.de/2009/03/04/zivi-rundbrief-nun-bin-ich-seit-2-wochen-in-ouagadougou</link>
		<comments>http://www.sahel.de/2009/03/04/zivi-rundbrief-nun-bin-ich-seit-2-wochen-in-ouagadougou#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 22:07:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[AMPO-Rundbriefe]]></category>
		<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Rohde]]></category>
		<category><![CDATA[Ouagadougou]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Timo Nadolny
07.12.2008
Nun bin ich seit 2 Wochen in Ouagadougou und mit Freude, Erschrecken und Erstaunen habe ich festgestellt, dass ich schon wieder voll eingetaucht bin in das AMPO-Leben. Ich habe mich noch nicht einmal richtig bei meiner Familie gemeldet&#8230;
Das liegt aber vor allem daran, dass ich bisher sehr viel Arbeit habe und den ganzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Timo Nadolny</em><br />
<em>07.12.2008</em></p>
<p>Nun bin ich seit 2 Wochen in Ouagadougou und mit Freude, Erschrecken und Erstaunen habe ich festgestellt, dass ich schon wieder voll eingetaucht bin in das AMPO-Leben. Ich habe mich noch nicht einmal richtig bei meiner Familie gemeldet&#8230;</p>
<p>Das liegt aber vor allem daran, dass ich bisher sehr viel Arbeit habe und den ganzen Tag auf Achse bin. Von 6 Uhr morgens bis sp&#228;t abends bin ich unterwegs. Haupts&#228;chlich in den beiden Waisenh&#228;usern, aber auch in den anderen AMPO-Projekten und in der Innenstadt der unbeschreiblichen Stadt Ouagadougou. Dabei ist bisher  noch kein Tag vergangen, an dem ich noch keinen alten Bekannten getroffen habe. Das ist sehr sch&#246;n, gleichzeitig auch anstrengend, da ich immer wieder das selbe erz&#228;hle und das selbe gefragt werde.</p>
<p><span id="more-1478"></span></p>
<p>Hier bei AMPO ist immer noch und wieder einfach toll! Die Kinder sind so richtig lebendig, die Mitarbeiter haben sich scheinbar wirklich gefreut, dass ich wieder da bin und alles ist hei&#223;, staubig, lustig, arm&#8230;. Die ersten Folgen meines &#220;bereifers habe ich schon zahlen d&#252;rfen. F&#252;r zwei, drei Tage lag ich mit Fieber und Brecherei im Bett. Das sind die Stunden, wo ich mich selbst verfluche, mein Lieben besonders vermisse und mich frage warum ich das hier alles mache. Aber diese Momente vergehen und das Heimweh blendet sich vor&#252;bergehend wieder aus, wenn die Erlebnisse hier wie Maschinengewehrsalben auf mich ein h&#228;mmern.</p>
<p>Nun bin ich wieder geerdet, halte Mittagspause und habe ein klein wenig zur&#252;ck geschraubt. Dies ist jedoch nicht leicht, denn es gibt so viele Dinge, die ich sehe, verbessern und anfangen m&#246;chte. Dabei sollte ich langsam wissen, dass weder die Welt an einem Tag erschaffen wurde, noch ein einzelner Mensch sich zu wichtig nehmen sollte!</p>
<p>Es f&#252;hlt sich alles so vertraut an. Es ist wie wenn ich nie weg war und der Tag, als ich vor 5 Jahre das erste Mal meinen Fu&#223; auf burkinischen Boden gesetzt habe, erst gestern war. Meine Aufgaben lassen sich grob unter dem Titel &#8216;Pers&#246;nlicher Assistent Katrin Rohdes&#8217; zusammenfassen. Das Aufgabenspektrum ist so bunt und vielf&#228;ltig wie es auch Burkina Faso ist. Katrin hat mir gleich einige wichtige Aufgaben &#252;berlassen, was mich freut. Sie hat mich in die Direktorenrunde eingef&#252;hrt , ich habe Schl&#252;sselgewalt und ich werde wie es scheint von allen als gleichwertiger Kollege betrachtet. Eindeutig bin ich &#252;ber den Zivistatus heraus gewachsen.</p>
<p>Dabei muss ich mich erst noch dran gew&#246;hnen, dass es mir nun nicht mehr zusteht in kurzen Hosen zur Arbeit zu erscheinen, mit dem Werkzeugkasten &#252;ber den Hof zu laufen etc. Auch habe ich mir gleich einige schwarze Hosen schneidern lassen, die ich bereits bei Treffen mit dem Botschafter und bei einigen Empf&#228;ngen tragen durfte bzw. musste. Auch ist es ungewohnt und nicht immer ganz angenehm mit &#8220;Patron&#8221; angeredet zu werden&#8230;</p>
<p>Was aber nach wie vor gleich ist und sich hoffentlich nie &#228;ndern wird, ist die Freude die ich mit den Kids habe. Ich lasse es mir nicht nehmen mit Ihnen zu scherzen, sie mit Zaubertricks zu erstaunen oder auch einfach bei ihnen zu sitzen. Denn alles was wir hier und auch alle Spender in Deutschland veranstalten soll den &#196;rmsten den Armen, vor allem aber den Kindern zu Gute kommen.</p>
<p>Nun habe ich keine Worte mehr sondern lasse noch ein paar Bilder sprechen.</p>

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			<a href="http://www.sahel.de/wp-content/gallery/bericht-1-von-timo/2008-12-07-bericht-1-4.jpg" title="Petit, mein ehemaliger 'Lehrling' und noch stets treuer Begleiter, Wegweiser und Helfer bei der 
Ausstellung." rel="lightbox[set_70]" >
								<img title="Petit" alt="Petit" src="http://www.sahel.de/wp-content/gallery/bericht-1-von-timo/thumbs/thumbs_2008-12-07-bericht-1-4.jpg"  />
							</a>
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			<a href="http://www.sahel.de/wp-content/gallery/bericht-1-von-timo/2008-12-07-bericht-1-3.jpg" title="Bei einer AMPO-Präsentation auf einer DAAD-Veranstaltung vertreibe ich den Kindern (und mir) 
die Zeit mit kleinen Zaubertricks." rel="lightbox[set_70]" >
								<img title="Zaubertricks" alt="Zaubertricks" src="http://www.sahel.de/wp-content/gallery/bericht-1-von-timo/thumbs/thumbs_2008-12-07-bericht-1-3.jpg"  />
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	</div>
	
		
 		
	<div id="ngg-image-727" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.sahel.de/wp-content/gallery/bericht-1-von-timo/2008-12-07-bericht-1-2.jpg" title="Theophil unser Kleinster. Einer von über 100 Gründen (Kinder) warum AMPO so toll ist." rel="lightbox[set_70]" >
								<img title="Theophil" alt="Theophil" src="http://www.sahel.de/wp-content/gallery/bericht-1-von-timo/thumbs/thumbs_2008-12-07-bericht-1-2.jpg"  />
							</a>
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	</div>
	
		
 		
	<div id="ngg-image-728" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
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			<a href="http://www.sahel.de/wp-content/gallery/bericht-1-von-timo/2008-12-07-bericht-1-1.jpg" title="Katrin Rohde bei einer Rollstuhlübergabe. Ich im Hintergrund, ehrlich gesagt weil ich den Tränen nahe war und Angst hatte vor Rührung vor allen zu weinen." rel="lightbox[set_70]" >
								<img title="Katrin Rohde bei Rollstuhlübergabe" alt="Katrin Rohde bei Rollstuhlübergabe" src="http://www.sahel.de/wp-content/gallery/bericht-1-von-timo/thumbs/thumbs_2008-12-07-bericht-1-1.jpg"  />
							</a>
		</div>
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		<title>AMPO-Rundbrief Oktober 2008 &#8211; aktuelle Nachrichten von Katrin Rohde aus Burkina Faso -</title>
		<link>http://www.sahel.de/2008/11/04/ampo-rundbrief-okt08</link>
		<comments>http://www.sahel.de/2008/11/04/ampo-rundbrief-okt08#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 08:51:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Henkenius</dc:creator>
				<category><![CDATA[AMPO-Rundbriefe]]></category>
		<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Freundeskreis]]></category>
		<category><![CDATA[Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Rohde]]></category>
		<category><![CDATA[Ouagadougou]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Freunde der Waisenkinder in Burkina Faso,
seien Sie herzlich gegr&#252;&#223;t! Dieser Sommer war sehr lang, ich habe Sie alle schon ordentlich vermisst.
Hier nun unser Herbstbericht aus Ouagadougou:
Seit 30 Jahren hat es nicht so geregnet wie diesen Sommer in unserer Regenzeit knapp s&#252;dlich der Sahara. Wir haben eine wunderbare Ernte, die wir gerade einfahren. Mais, Hirse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Freunde der Waisenkinder in Burkina Faso,<br />
seien Sie herzlich gegr&#252;&#223;t! Dieser Sommer war sehr lang, ich habe Sie alle schon ordentlich vermisst.<br />
Hier nun unser Herbstbericht aus Ouagadougou:</p>
<p><a href="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2008/11/alte-frau-mit-kind.jpg" rel="lightbox[id1278]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1330" title="alte-frau-mit-kind" src="http://www.sahel.de/wp-content/uploads/2008/11/alte-frau-mit-kind-150x200.jpg" alt="alte-frau-mit-kind" width="150" height="200" /></a>Seit 30 Jahren hat es nicht so geregnet wie diesen Sommer in unserer Regenzeit knapp s&#252;dlich der Sahara. Wir haben eine wunderbare Ernte, die wir gerade einfahren. Mais, Hirse und Erdnuss sind wohl gelungen, das konnten wir etliche Jahre lang nicht sagen. Es ist auch gerade jetzt besonders wichtig, denn die Bev&#246;lkerung kann sich aufgrund der allgemeinen weltweiten Teuerungen kaum noch halten. Was in Europa den Menschen an Teuerungen zu schaffen macht ist hier gleichsam das Ende der Existenz, so dicht lebt man hier in der Stadt oft an der Armutsgrenze. Der Preis eines Sackes Reis hat sich seit dem letzten Jahr verdreifacht! Viele Menschen k&#246;nnen sich knapp noch ern&#228;hren, aber Medikamente zahlen oder die Kinder zur Schule schicken, das schaffen sie nicht mehr. Und gerade das ist doch so wichtig!</p>
<p><span id="more-1278"></span><br />
Wie anders wollen wir dieses Land und ganz Afrika entwickeln, wenn nicht durch Wissen, Lernen und Aufkl&#228;rung! Da kommt es nat&#252;rlich gerade recht, dass die AMPO-Kinder soviel Geld verdient haben. Durch den Verkauf ihres selbstgeschriebenen Buches im Versandhaus Jako-o haben sie viel Geld zur Seite legen k&#246;nnen. Das haben sie nun gespendet, f&#252;r den Schulbesuch von &#252;ber 600 externen, armen Kindern f&#252;r drei Jahre. Diese Aktion verlangt eine gute Organisation. Schon seit Juni kommen Eltern oder Verwandte und melden Kinder f&#252;r diese Schulfinanzierung bei uns an. Geburtsurkunde, letztes Zeugnis und die Kostenliste der jeweiligen Schule m&#252;ssen beigebracht werden, alles wird &#252;berpr&#252;ft, Nummern werden vergeben, und dann wird der Tag der Geldausgabe bestimmt.</p>
<p>Von diesem Tag stammt das Foto hier links: Die alte Frau ist &#252;ber 90, ihr Urenkelkind 9 Jahre alt. Schon seit ihrer Geburt lebt Asseta mit ihrer Gro&#223;mutter &#8211; wovon, das wei&#223; so recht keiner, mehr oder weniger von der Barmherzigkeit der Nachbarn, nehme ich an. Es gibt nur wenige andere Verwandten, und auch diese sind bitterarm. Trotzdem sind Gro&#223;mutter und Enkelkind voller Lebensfreude und lustiger Gedanken, wie man gut auf dem Foto sieht. Ich sagte ich wolle sie besuchen, und sehen wie sie lebten, wo das wohl sei? Die Gro&#223;mutter brach in Lachen aus und sagte zu mir: &#8220;Ja, komm nur, alle in unserem Stadtviertel kennen uns, wir leben in einem Haus ohne W&#228;nde!&#8221; Das stimmte, ich konnte mich davon &#252;berzeugen. Zuerst wollte ich das Kind gleich zu mir nehmen, aber es war klar: die Gro&#223;mutter w&#252;rde diesen Tag kaum &#252;berleben, so sehr liebt sie ihr Enkelkind. So beschlossen wir, ihnen monatlich einen Eimer Mais zu schenken, das Kind einzukleiden und im Krankheitsfalle in unserer Krankenstation zu behandeln, und nat&#252;rlich: Nun geht Asseta zur Schule! Ist sie nicht h&#252;bsch? Ein sehr intelligentes M&#228;dchen ist sie noch dazu.</p>
<p>Bei AMPO selbst sieht es gut aus, zw&#246;lf Kinder gehen ab und bekommen alle drau&#223;en noch ein Jahr zur &#8220;Perfektion&#8221; dazu geschenkt, ob sie nun Schneiderin oder Buchhalter sind oder im Luxushotel &#8220;Lybia&#8221; (es geh&#246;rt Gaddafi) ein Jahr eine Servierlehre machen oder noch ein Jahr Schule dazu geschenkt bekommen, auf alle wird immer ein Auge gehabt. Drei unserer Gro&#223;en beginnen nun an der  Universit&#228;t zu studieren. 16 neue Kinder sind gekommen. Die meisten sind noch klein und werden in die ersten drei Klassen eingeschult, wir freuen uns schon t&#228;glich an ihnen! Nun hei&#223;t es Schulranzen verteilen, Schuluniformen anpassen, Schulwege zehnmal mit ihnen gehen, damit ihnen bei diesem schrecklichen chaotischen Verkehr hier nichts geschieht. Im allgemeinen haben sich die Noten vom letzten Jahr bis heute sehr gebessert. 12 kleinen Jungs versprach ich im Fr&#252;hjahr ein halbes Huhn im Falle dass sie ihre Durchschnittsnote um einen Punkt verbessern. 7 von ihnen verspeisen das ihre noch in dieser Woche bei mir zuhause &#8211; das ist sowieso das allergr&#246;&#223;te f&#252;r sie alle, bei mir zuhause eingeladen zu sein!  Die Kinder bringen uns viel Freude, aber seit gestern schlafe ich nicht mehr weil unser Eric weggelaufen ist,  v&#246;llig unerwartet, er ist erst 12 Jahre alt und schon seit 2 Jahren bei uns. Wir haben ihn mit allen Gro&#223;en  in der ganzen Stadt gesucht, morgen gehen wir zur Polizei. Bislang haben sich solche F&#228;lle nach sp&#228;testens 3-4 Tagen immer in Wohlgefallen aufgel&#246;st. Das hoffen wir diesmal auch.</p>
<p>Die beiden M&#228;dchenh&#228;user MIA und ALMA sind auch sehr erfolgreich, denn 9 M&#228;dchen werden gerade nach fertiger Lehre entlassen, samt einer N&#228;hmaschine und einem Fahrrad und gen&#252;gend Kleingeld, um sich zumindest zuhause ein kleines N&#228;hatelier einzurichten.  Da alle HIV-positiven M&#252;tter ihre Medikamente von AMPO umsonst bekommen geht es ihnen im Durchschnitt doch recht gut, einigen sogar sehr gut. Dennoch mussten wir zwei von den jungen M&#252;ttern  in diesem Jahr begraben. Die Kinder verbleiben bei uns, gemeinsam mit den anderen, in der Kinderkrippe.  Gott sei Dank konnten wir alle schwangeren positiven M&#228;dchen aidsgerecht entbinden lassen, sodass wir kein einziges  positives Kind bei uns haben. Das ist doch eine wunderbare Nachricht.</p>
<p>Dieses Jahr haben wir Gl&#252;ck gehabt, die Telefongesellschaft CELTEL schenkte dem Haus MIA 20 000 Dollar. Es ist das erste Mal, dass uns jemand aus diesem Lande unterst&#252;tzt. Ein Teil davon geht in dringende Reparaturen, aber immerhin kann das Projekt, 30 interne M&#228;dchen und 17 Babies und Kleinkinder,  plus 28 externe M&#228;dchen (die HIV positiv sind), gute vier Monate davon leben.</p>
<p>Gl&#252;ck haben in diesem Jahr auch unsere vielen Behinderten: der Vorsitzende des Sahel e.V., Gerolf Wolpmann aus Bremen, startete eine Aktion auf eigene Faust: er fertigte einen Flyer und gab Auskunft &#252;ber die Kosten eines Rollstuhles aus unserer AMPO-Werkstatt hier in Ouagadougou &#8211; mit gro&#223;em Erfolg, denn 100 Rollst&#252;hle werden gerade hergestellt ! Gesammelt wurde deutschlandweit, zum Teil haben ganze Schulklassen zusammengelegt, und so sind auch die meisten Rollst&#252;hle f&#252;r Kinder. Sie bekommen sie geschenkt, gleichzeitig mit dem ersten Schulgeld, denn man kann ja vielleicht keine Beine haben, aber trotzdem gut Gripps im Kopf, und das ist das was z&#228;hlt! Wir danken Gerolf Wolpmann f&#252;r diese wunderbare Idee. Nat&#252;rlich ist diese Aktion noch nicht zu ende, Sie sind gerne eingeladen den einen oder anderen Rollstuhl herstellen zu lassen, der kostet nicht mehr als 140.- Euro, und da ist das Schulgeld schon drin. Gerne d&#252;rfen Sie auch noch an anderer Stelle Geld ausgeben: unser Kalender 2009 ist fertig! Ich selbst wohne ja ein bisschen weit fort und bekomme ihn erst Mitte Oktober zu sehen, auf einer kleinen herbstlichen Deutschlandtour. Ich habe geh&#246;rt er soll wieder sehr gelungen sein. Bitte denken Sie beim bestellen daran, dass er sich auch sehr gut als Geschenk f&#252;r nette Freunde eignet und Weihnachten ist ja nicht mehr weit. Bestellen Sie m&#246;glichst bald, letztes Jahr war er schnell ausverkauft.</p>
<p>Bitte denken Sie an die vielen Kranken, die sich nicht mehr zu helfen wissen. Viele stehen vor unserem gro&#223;en AMPO-Tor, und vielen k&#246;nnen wir helfen weil Sie, ja, ich meine Sie selbst, uns so freundlich spenden. Als alte AMPO-Spender und Freunde kennen Sie meine Meinung seit vielen Jahren: wir teilen alles was wir haben &#8211; was wir nicht haben k&#246;nnen wir auch nicht geben. Helfen Sie uns weiterhin gut zu teilen und zu verteilen dort wo es am n&#246;tigsten ist. Jedes Jahr wieder beweisen Sie mir, was f&#252;r ein klares Gewissen und gutes Herz Sie haben, und welchen praktischen Sinn f&#252;r Gerechtigkeit. Seien Sie bedankt daf&#252;r.</p>
<p>Allen freiwilligen Helfern, allen Freundeskreisen und Menschen mit guten Gedanken an uns w&#252;nsche ich einen feinen Herbst, gute Gesundheit und ein fr&#246;hliches Herz!</p>
<p>Ihre Katrin Rohde aus Ouagadougou</p>
<p>PS: Bei Drucklegung ist Eric wieder aufgetaucht!</p>
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