AMPO-ALMA

Frau Trienekens mit den Kindern

Frau Trienekens mit den Kindern

Das Haus ‘AMPO-Alma’ wurde am 31.01.08 eröffnet. In diesem Projekt werden die gleichen Ziele verfolgt wie in ‘AMPO-Mia’. Auch hier werden im 2-Jahres-Rythmus jeweils etwa 20 Mädchen in schwierigen Lebenssituationen aufgenommen.

Die Probleme der Mädchen sind meist fremdbestimmt verursacht, z.B. durch Vergewaltigungen, Menschenhandel, Verbannung etc., aber auch Fehlentscheidungen wie Landflucht aus Sehnsucht nach dem vermeintlichem Reichtum der Großstadt Ouagadougou können Grund für Verelendung und Leid werden.

In den Einrichtungen ‘AMPO-Mia’ und ‘AMPO-Alma’ werden in der geborgenen Atmosphäre einer nicht zu grossen Gruppe Traumata verarbeitet, Selbstvertrauen geschöpft und handwerkliche Fähigkeiten erlernt. Die spätere Wiedereingliederung in stabile soziale Verhältnisse wird vorbereitet und begleitet. Verschiedene Lehrtätigkeiten und moralische Unterstützung ermöglichen den Mädchen eine Zukunft, in der sie selbst ihr Schicksal auf eine positive Weise bestimmen können.

Das ‘Haus Alma’ wird wird von Frau Marie Salomé Minougou auf sehr liebenswerte und kompetente Weise geleitet. Sie und sieben Mitarbeiter sorgen für das Wohl der Mädchen und ihrer Kinder. Auch in dieser Einrichtung werden, wie im ‘Haus Mia’, soziales Verhalten, Hygiene und Ethik thematisiert, hinzu kommen Ausbildungen und Lehrgänge.

In das ‘Haus Alma’ ist eine Schneiderwerkstatt integriert, deren Spezialität Patchworkdecken aus afrikanischen Stoffen ist. Alle betreuten Mädchen erhalten hier eine Schneiderlehre. Der Beruf des Schneiders hat in Burkina Faso einen viel höheren Stellenwert als in Europa, einmal diesbezüglich ausgebildet, garantiert dieser er den Mädchen ein regelmäßiges Einkommen.

Auch werden alle Mädchen im Kochen ausgebildet, sowohl traditioneller, als auch moderner Küche. Das Kochen bereichert nicht nur das eigene Leben, sondern ermöglicht auch eine Anstellung als Dienstmädchen oder als Hilfskraft in z.B. Hotels und Restaurants.
So wie im ‘Haus Mia’ wird auch hier ein Grundbildungsstandard vermittelt, zu dem Rechnen, Französisch und staatsbürgerliche Erziehung gehören.

87 % Analphabetismus in Burkina Faso sind eine erschreckende Zahl und ein Grund für den Rück- bzw. Stillstand dieses Landes. Burkina Faso und ähnliche Länder können nur über den Weg der Bildung aus ihrer Misere finden, die Etablierung eines Mittelstandes muss ermöglicht werden.

Alle Einrichtungen von AMPO vermitteln mindestens eine Grundbildung in Form von Alphabetisierung und Algebra. Im ‘Haus Alma’ gibt es mehrere 6-Wochen-Unterrichtsblöcke mit einer externen Lehrerin, in dieser Zeit lernen die Mädchen nur halbtags in der Schneiderei.