Tag-Archiv für 'Katrin Rohde'

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Verkehrstraining in Ouagadougou

Pouk Nini Kamba – Öffnet Eure Augen, Kinder

Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Botschaft

Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Botschaft

Auf Initiative von Frau Katrin Rohde hin und in Zusammenarbeit mit Gemeindevertretern, der Polizei und Bildungsverantwortlichen des Stadtviertels Bogodogo, wurde ein Projekt zur Verkehrssicherheit im Bereich der Schulen ins Leben gerufen.

1. Projekt:

1.1 Name des Projektes: PUKI NINI KAMBA (Öffnet die Augen, Kinder!)
1.2 Sitz AMPO, Im Stadtviertel Bogodogo, Ouagadougou
1.3 Problematik der Verkehrssicherheit im Bereich der Schulen:

  • Die in unserer Stadt Ouagadougou vorherrschende Verkehrssituation und die alltäglichen Unfälle motivieren und beschäftigen uns persönlich und gemeinschaftlich. (Statistik der Feuerwehr 2009- 2010).
Schüler halten Flyer hoch

Schüler halten Flyer hoch

1.4 Ziel des Projektes:
Aufklärung der Grundschüler im Stadtviertel Bogodogo, Gemeinde Ouagadougou.
1.5 Kurze konkrete Projektbeschreibung: Es geht darum, Aufklärungsarbeit in den Grundschulen des Stadtteils Bogodogo zur Problematik der Verkehrssicherheit in der Stadt durchzuführen. Die Schulen werden von Bildungsvertretern, den Schulräten, und gut definierten Kriterien ausgewählt. Diese Aktivitäten werden durch AMPO in Zusammenarbeit mit Gemeindepolizisten und denen der Stadtverwaltung Bogodogo durchgeführt. Audio-visuelle Medien, Radiosketche in 8 einheimischen Dialekten, Flyer werden benutzt, um das Verständnis der Kinder in den verschiedenen Schulen zu erleichtern.
1.6 Die Umsetzung des Projektes wird positive Ergebnisse haben:

  • eine umfangreiche Sensibilisierung der Grundschulkinder zur Verkehrssicherheit
  • eine Verminderung der Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern aufgrund von Nichtkenntnis der Verkehrsregeln
  • Das Leben vieler Kinder, die jedes Jahr Opfer von Verkehrsunfällen sind, wird gerettet

2. Themen und Ablauf der Aufklärungsarbeit

2.1. Themen
In Hinblick auf die Zahl der Unfälle an Kreuzungen, die von Schülern auf ihrem Schulweg überquert werden, haben wir als Hauptthemen für unsere Aufklärung folgende Hauptthemen gewählt:
2.2

  • WIE üBERQUERT MAN EINE STRASSE
  • WIE üBERQUERT MAN EINE KREUZUNG
  • WIE VERHäLT MAN SICH AN EINEM KREISVERKEHR
Unterricht mit einem Polizisten

Unterricht mit einem Polizisten

Ablauf der Aktivitäten
Der Aufklärungsunterricht fand hauptsächlich in den Klassenzimmern der verschiedenen, im Vorfeld ausgewählten Grundschulen statt und wurde von zwei Teams, bestehend aus einem Lehrer und einem Polizisten durchgeführt.
Zu Beginn jeden Unterrichts wurde zur Einstimmung ein Sketch zum Verhalten und den Regeln beim überqueren einer Straße angehört.
Die Polizisten erläutern die Definition und den Nutzen einiger Markierungen und Schilder, die man an Kreuzungen und Straßen findet und die Schüler und Fußgänger betreffen.

Danach wird den Schülern an der Tafel demonstriert, wie man sich verhält, um eine Straße und eine Kreuzung zu überqueren. Darauf folgt eine Gesprächsrunde zwischen Lehrern und Schülern, um die verschiedenen angesprochenen Themen zu verinnerlichen. Eine weitere Demonstration einer Straßenüberquerung wird von den Schülern selbst durch einen improvisierten Sketch vorgetragen.
Zum Schluss werden Flyer zur Veranschaulichung der wichtigsten Regeln zur Verkehrssicherheit an die Schüler ausgeteilt.

Anmerkung: Herr SANON von der deutschen Botschaft beehrte uns während des Unterrichts in der Schule “le Château” im Sektor 29 mit seinem Besuch.

3. Die Hilfsmittel des Unterrichts

Sketch mit Handpuppe

Sketch mit Handpuppe

Die im Unterricht genutzten Hilfsmittel sind unter anderem:

  • ein improvisierter Sketch mit den teilnehmenden Schülern und – veranschaulichende Flyer
  • audio-visuelle Unterstützung

Die verwendete Methode ist die “Mitmach”-Methode.

4. Erhaltene Ergebnisse

Die Aufklärungsarbeit hat im Juni begonnen und wurde in zwei Bezirken der Grundschulbildung im Stadtteil Bogodogo durchgeführt.
Zusammenfassung und Ergebnis:
Anzahl der Unterrichte: 30 Unterrichtsstunden in 18 Klassen
Gesamtzahl der teilnehmenden Schüler: 1352 (darunter 680 Mädchen und 772 Jungen)

5. Herausforderungen

Die hauptsächlichen Herausforderungen waren unter anderem:

  • Der Durchführungszeitraum fiel mit den sozial-politischen Unruhen zusammen, die das Schuljahr unterbrachen.
  • Die Klassenarbeiten des dritten Trimesters

6. Danksagungen

Wir danken allen, die an der Durchführung dieses Aufklärungsprojektes zur Verkehrssicherheit im Bereich der Schulen mitgewirkt haben. Wir benennen:

  • Die deutsche Botschaft
  • Das Bürgermeisteramt von Bogodogo
  • Die städtische Polizei
  • Die ämter für Grundbildung von Ouaga2 und Ouaga4
  • Die Schuldirektoren und die Lehrer der besuchten Klassen für ihren Beitrag an der Durchführung des Projektes.

7. Schlussfolgerung

Das Aufklärungsprojekt zur Verkehrssicherheit im Bereich der Schulen war, trotz einiger organisatorischer Herausforderungen, überzeugend.
Das Ziel des Projektes, sich die Begriffe und Verkehrsregeln einzuprägen, erreichte einen hohen Maßstab, was die Gesamtzahl der unterrichteten Kinder beweist.


Katrin Rohde ist ein Ashoka Fellow

Nun ist es offiziell, Katrin Rohde ist nach intensiver Prüfung durch die Washingtoner Ashoka Kommission ein anerkannter Ashoka Fellow. Vielleicht mögen Sie es einmal googeln, Katrin Rohde befindet sich in der ehrenwerten Gesellschaft mit 2000 weiteren “Changemakers” aus 70 Ländern.

“Gerade komme ich zurück von einer viertägigen Konferenz in Paris, zu der ich eingeladen war. Diese Konferenz war hoch arbeitsintensiv und ich konnte an nichts anderes denken, als Afrika vorwärtszubringen. Ich passe da genau hin mit meinen vielen Ideen – und das ist ja selten genug, dass ich irgendwo reinpasse.”

Auf dem Foto sehen Sie mich mit Bill Drayton, dem Gründer von Ashoka - einem älteren Herrn mit viel Charisma und hochprofessioneller vergnügter Arbeitskraft.

Auf dem Foto sehen Sie mich mit Bill Drayton, dem Gründer von Ashoka - einem älteren Herrn mit viel Charisma und hochprofessioneller vergnügter Arbeitskraft.

Auf einer mehrstündigen Sitzung hat sich während dieser Konferenz eine Sonderarbeitsgruppe Afrika gegründet – sie vereint Menschen mit den tollsten Ideen. Unter anderem arbeiten hier ein Belgier, der in Tansania und Mozambique Ratten züchtet, die Tellerminen detektieren, oder eine Uganderin die Gorillas schützt, indem sie der Bevölkerung, die diese isst, die Möglichkeit zu anderem Einkommen verschafft.

Ashoka Fellows nehmen die Probleme anderer in die Hand und entwickeln praktische Modelle, so zum Beispiel:

Einem jungen Mädchen mit 16 wird gesagt, dass sie Krebs hat und sie gründet ein weltweites Netzwerk “girls for girls”, in dem schon zwei Jahre später 45.000 Mädels sich über ihre Probleme austauschen und Lösungen finden. Ein alter türkischer Bauer baut 8 Hektar Weizen biologisch an und gründet eine Lobby, in der sich heute nach vier Jahren 50.000 Bauern in der Türkei biologisch betätigen. Er ist Analphabet und spricht nur türkisch.

Katrin Rohde selbst hat den Preis für die Idee und Ausführung der AMPO Lehrfarm Tondtenga bekommen, die sich zur Aufgabe gemacht hat, der Jugend auf dem Lande eine Chance zu geben, die Landflucht zu verhindern, dem Straßenjungenphänomen entgegenzuwirken und mit den Jungbauern hunderte von kleinen Bio-Farmen einzurichten, deren Nachbarn wiederum diese neuen Gedanken übernehmen.

“Trotz der Ehre bin ich mir sehr klein vorgekommen und ich weiß, dass noch viel Arbeit vor mir liegt. Wir gründen nun einen Ashoka-Radiosender für Gesamtafrika. Hochmotiviert und dankbar sehe ich nach 20 Jahren, dass aus vielen unserer Waisenkinder richtungsweisende junge Menschenwerden, eben solche, mit denen wir eine echte Zukunft haben werden.”

Sehen Sie auch unter http://germany.ashoka.org/welcome-five-new-fellows-ashoka-family

Sabine Duwe
Geschäftsstelle Sahel e.V.
Plön, 25.08.2011


Ferienkolonie 2011

Beladen der Bussen für die Abfahrt

Beladen der Bussen für die Abfahrt

Wie in jedem Jahr genießen die Kinder der verschiedenen Einrichtungen von AMPO während der großen Ferien im Juli und August eine gemeinsame Zeit auf dem Lande.

Dies ist eine herrliche Belohnung für die Kinder, die neun Monate lang hart in den Schulen und Ausbildungszentren gearbeitet haben.

Dieses Jahr hat die Ferienfreizeit vom 15.07. bis zum 30.07.2011 in Ziniare, 35 km von Ouagadougou entfernt, stattgefunden.

Alle Kinder und Jugendlichen der verschiedenen Zentren von AMPO (außer der Farm), insgesamt 180 Kinder und dazu alle ihre Erzieher, Köchinnen und medizinische Betreuer, haben dort zwei Wochen lang schöne Stunden der Entspannung verbracht, Ausflüge und Besichtigungen unternommen, sowie viel Spiel, Musik und Sport betrieben.

Fahrt nach Ziniare

Ein Fußballspiel

Schon der Abreisetag in die Ferien war erlebnisreich; früh am Morgen waren die Kinder sehr gespannt darauf und jeder bereitete seine Tasche auf die Abfahrt vor. Die drei von AMPO gemieteten Busse sind gerade angekommen, um die Kinder nach Ziniare zu fahren.

Ein heilloses Packdurcheinander beginnt, denn viel zu spät fällt Sabine ein, dass Ihre Zahnbürste noch in der Dusche liegt, Sophie hat ihre Decke vergessen, und alle bereits gewonnen Murmeln von Adama wurden gestern vom Erzieher wegen Frechheit (!) einkassiert – Drama!

Die gesamten Küchenutensilien werden auf die Pick-ups gepackt, samt aller Säcke getrockneten Gumbos und den riesigen Töpfen – leider beginnt es zu regnen und schnellstens müssen unsere Zuckersäcke gesichert werden.

Wo ist die Plane? Nun, auch das wird geregelt. Noch schnell eine zweite Plane, denn auf unserem anderen Pick-Up fahren 40 Trommeln mit, ein Geschenk unseres so verehrten Vorsitzenden Gerolf Wolpmann – es gibt einen Spezial-Trommelkurs während der Ferien. Die Kinder sind begeistert.

Alle Direktoren stehen und winken, seufzen erst erleichtert auf und gucken sich dann wortlos an:
WO sind unsere Kinder? Das gesamte AMPO-Gelände ist leer, das gefällt uns überhaupt nicht!

Schon am nächsten Tag fahren wir ihnen hinterher!

Aufenthalt und Aktivitäten im Laufe der Ferienkolonie

Eine Sitzung der Einführung in den Djembe

Die täglichen Aktivitäten waren unter anderen:

1. Sport

Fußball war der Hauptsport und wurde regelmäßig jeden Tag von den Mädchen und den Jungen, durch die von den Kindern und den Erziehern organisierten Turniere, betrieben.

2. Körperlicher Ausdruck und Tanz (Einführung in die Djembe und Tanzen)

Unsere burkinische Kultur hat sich in dieser Ferienzeit eingeladen. Die Hauptneuerung in diesem Jahr war die Einführung in den Djembe –Trommelkurs für eine Mädchen- und Jungengruppe.

3. Besichtigungen und Ausflüge

Im Laufe ihres Aufenthaltes in Ziniare haben die Kinder viele Ausflüge zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten von Weltruf gemacht.

Tierpark von Ziniare

Ein Löwe in einem Käfig vom Park von Ziniare

Ein Löwe in einem Käfig vom Park von Ziniare

Der Park liegt nur 5 km von dem Unterkunftsort der Kinder entfernt. Wir transportierten allesamt in 14 Fuhren auf den Pick-Ups dorthin! Natürlich wurde dabei kräftig gesungen.

Dies ist ein zoologischer Park mit einheimischen Tierarten wie Giraffen, Löwen, Hyänen, Antilopen, Schlangen, Nilpferden und Gazellen – was man hier an Tierarten eben so hat, die allerdings für europäische Begriffe höchst exotisch sind!

Alle Kinder waren aufgeregt und trauten den Zäunen bei den Löwen keinesfalls. Die Kleinsten mussten am Ende auf dem Rücken getragen werden, so müde waren sie. Wir sind aber allesamt heil wieder zuhause angekommen, wo es abends frischen Fisch mit Attiéké gab – eine Delikatesse für alle.

Die Granitskulpturen von Laongo

Busse mieten, Eintrittsgelder, und ein kleines Kinderfest vor Ort – all dieses wurde uns geschenkt. Familie Maier aus der Botschaft verabschiedete sich nach Chicago und hinterließ ihrem Lieblingsort AMPO viele schöne Dinge für die Kinder und einen liebevollen dicken Umschlag. Damit konnten wir diesen Ausflug finanzieren!

Lieben Dank liebe Familie Maier, und alles alles Gute in Chicago!

Das Freigelände ist ein Vorzeigestück in der burkinischen kulturellen Architektur und die Kinder waren glücklich, den Ort zu besichtigen, wo internationale Künstler Skulpturen aus Granit direkt vor Ort gehauen haben und wo viele afrikanische Themen dem täglichen Leben bezüglich dargestellt worden sind.

Museum von Manega – ohne großzügige Spende des Goethe Instituts Ouagadougou nicht möglich!

Die Kinder im Skulpturenpark von Laongo

250 Menschen, drei Busse und 80km – so viel Geld haben wir in unserer Ferienkasse nicht. Dieses Jahr versteigerte das Goethe-Institut vor Ort die Originale des hier bekannten Karikaturisten Damien Glez zugunsten von AMPO, und das war unser Glück!

Das Museumszentrum von Manega ist das Werk eines internationalen Preisträgers, Rechtsanwalt und weltbekannten Kulturmenschen.

Es handelt sich um den König des Ortes, Maitre Pacere Titinga, der, um das kulturellen Erbe ganz Burkina Fasos zu wahren, ein privates Museum gebaut hat, das sich nun als eines der wichtigsten Wahrungsorte alter Kultur Westafrikas darstellt.

Einen ganzen Tag lang haben die Kinder das Museum mit großer Freude besichtigt. Maitre Pacere Titinga führte uns selbst herum und erklärte Riten und Brauchtum. An diesem Tage gehörte das gesamte Museum uns, den AMPO-Kindern, ganz allein.

Viele verschiedene Völker können hier ihre Geschichte durch die Jahrhunderte nachverfolgen. Es gibt auch viel Zauber und Fetisch dort, oft darf man in den Räumen nicht sprechen und nichts berühren. Die AMPO-Kinder folgten ehrfürchtig allen Erklärungen.

Die Kinder im Skulpturenpark von Laongo

In Anwesenheit von Katrin Rohde, Gründerin von AMPO, haben die Kinder einen unvergesslichen Tag verbracht! Der Ältestenrat des Dorfes war anwesend, mit ihnen gab es Dolobier – natürlich nicht für die Kinder, sie bekamen Hibiskusblütensaft. Am Ende gab es viele Böllerschüsse zu unseren Ehren, vier Tanzgruppen ließen stundenlang ihre Künste sehen.

Die Feier wurde durch ein köstliches Sardinenpicknick, gespendet von Gerolf Wolpmann, kurz unterbrochen, dann wurde weitergetanzt bis die drei Busse abfuhren. Wir wurden mit allen Ehren vom König selbst verabschiedet.

Danke liebes Goetheinstitut in Ouagadougou, und lieber Damien Glez!

Die fröhlichen Kinder in Manega Besichtigung mit dem Chef de Manega und Frau Katrin Rohde

Beteiligung der Spender zum grossen Erfolg der Kolonie

Die fröhlichen Kinder in Manega

Die fröhlichen Kinder in Manega

Wir danken alle denjenigen, die auf die eine oder andere Art am Erfolg der Ferienkolonie 2011 beigetragen haben, insbesondere:

  • Familie Maier Deutschland
  • Goethe Institut und Damien Glez
  • Herr Gerolf Wolpmann
Besichtigung mit dem Chef de Manega und Frau Katrin Rohde

Besichtigung mit dem Chef de Manega und Frau Katrin Rohde


Unwetter über Emma Yiri

Liebe Freunde von AMPO und des Generationenhofes Emma Yiri in Ouagadougou,
hier kommt eine nicht so gute Nachricht von Katrin Rohde aus Burkina Faso.

In der vergangenen Woche gab es ein schweres Unwetter mit erheblichen Folgeschäden für unsere Farmen Tondtenga und Emma Yiri. Zum Glück, gab es zumindest bei AMPO keine Verletzten – leider haben die Menschen in Burkina Faso in den letzten Jahren zusätzlich zu ihrer schwierigen Lebenssituation auch noch mit schlimmen und neuartigen Wettererscheinungen zu kämpfen!

Die Bilder zeigen die Schäden an der Mauer von Emma Yiri, hier sind 20m Mauer zerstört, auf Tondtenga sind es gleich 25m Mauer, und vom Stall wurde das Dach weggeweht, außerdem ist bei AMPO Annexe der größte Baum gefällt und hat Schäden an den Gebäuden hinterlassen.

Dies alles bringt unseren Bauplan nun ein klein wenig durcheinander, denn die Schäden müssen repariert und besonders die Mauer auf Emma Yiri zusätzlich verstärkt werden. Wir haben aber bereits damit begonnen und niemand lässt sich so schnell entmutigen – es geht trotzdem voran und Sie werden bald sehen, wie schön die neue Farm Emma Yiri gedeiht und ihrer Eröffnung entgegen sieht – auch hiervon ein paar Eindrücke auf den Fotos vom Bau im August 2011.

Für heute grüßt Sie herzlichst

Ihre
Sabine Duwe
Sahel e.V. Plön


Projektwoche im Gymnasium Süderelbe

Das Projekt der 6F
Bericht einer Schülerinder 6F

Wie alle 6. Klassen führte auch unsere Klasse die Projektwoche unter der Aufsicht von Frau Troje und Herrn Sorgenfrei durch. Auf die Idee unseres Projektes kamen wir, als Beya im Französischunterricht einen Vortrag über Burkina Faso hielt. Schüler, die schon früher mit den Aufgaben fertig waren, konnten sich einen Artikel aus der französischen GEOlino heraussuchen und ihn der Klasse auf französisch präsentieren. Beya erzählte uns, wie schlecht es den Kindern in Burkina Faso geht und in welchen ärmlichen Verhältnissen sie leben. Samira erwähnte in der Kommentarrunde, dass es eine Organisation gibt, die von der Deutschen Katrin Rohde gegründet worden ist.

Katrin Rohde ermöglicht Straßenkindern eine bessere Zukunft, indem sie Heime gegründet hat, in denen Helfer den Kindern und Frauen weben, sticken und andere nützliche Dinge wie den Ackerbau beibringen. Es gibt auch eine Krankenstation, in der die Leute Medizin und ärztliche Behandlungen von Katrin Rohde bezahlt bekommen, weil sie meistens zu arm für so was sind. Frau Troje schlug darauf vor, dass wir in der Projektwoche ja eine Aktion für Burkina Faso starten könnten. Wir alle fanden diese Idee gut, sodass wir bald darauf unser Programm für die Projektwoche fertig hatten. Am Montag recherchierten wir Informationen über Burkina Faso und erstellten Plakate. Am Dienstag stellten wir Dinge (Briefpapier, Armbänder, etc.) her, die wir Mittwoch am Neugrabener Markt verkauften, und probten Lieder, die wir dort spielen wollten, um Spenden zu sammeln.

Am Mittwoch führten wir einen sozialen Tag, ähnlich dem Girl’s day, durch. Wir konnten gegen einen Lohn, der mit in die Spende einging, Hausarbeiten übernehmen, dem Nachbarn helfen oder auch mit an den Arbeitsplatz der Eltern gehen. Am Donnerstag gingen wir zum Neugrabener Markt und verkauften die Dinge, die wir zuvor gebastelt hatten, machten Musik und gingen mit Spendendosen herum. Am Freitag war eine Vertreterin der Organisation da, an die wir gespendet haben, und nahm unseren Spendenscheck mit einer Spende von 853,50 € entgegen. So hatten wir Spaß und gleichzeitig einer Guten Sache geholfen.

Projektwoche im Gymnasium Süderelbe
Autorin: Gaby von Malottki

Projektwoche im Gymnasium SüderelbeDa ich in Hamburg wohne und durch meinen Besuch im vergangenen Jahr die AMPO – Einrichtungen aus eigener Anschauung kenne, lag es nahe, das der Verein mir als Mitglied des Vereines die Übernahme der Spende des Süderelbe Gymnasiums anvertraute.

Also machte ich mich auf den Weg und wurde durch die Klassensprecherin und eine ihrer Klassenkameradinnen im Sekretariat in Empfang genommen und in die Klasse geführt.

Es war alles vorbereitet: An der Tafel hingen Plakate mit den Recherchen der Schülerinnen und Schüler zu Burkina Faso. 3 Schulranzen und ein selbstgemachter, sorgfältig gemalter Scheck lagen bereit. Die Summe war noch nicht eingetragen.

Zuerst berichtete ich von meinen Eindrücken und Erfahrungen während meiner Reise zu Katrin Rohde und ihren Einrichtungen von AMPO in Ouagadougou. Die Kinder hörten aufmerksam zu und meldeten sich im Anschluss eifrig und stellten interessiert Fragen.

Dann berichteten sie selbst über ihre Projektwoche und waren bei den Schilderungen mit großem Engagement bei der Sache.

Erstaunlich war der Weg auf dem dieses Projekt zustande kam: Eine Schülerin las in einer französischen Geolino-Ausgabe eine Reportage über Schulen und Schulkinder in Burkina Faso und erarbeitete einen Bericht für die Klasse. Einer Mitschülerin fiel daraufhin ein, das ihre Mutter ein Buch von einer Katrin Rohde gelesen hat, in dem es auch um Kinder in Burkina Faso geht und der Lehrerin fiel ein, das sie vor kurzem im Autoradio ein Interview mit Katrin Rohde gehört hat. Da war es dann klar, dass die Klasse den Kindern von AMPO ihre Projektwoche widmen würde.

Besonders beeindruckend war für mich die Offenheit mit der die Kinder bei ihrer Sammelaktion auf der Straße Menschen ansprachen, die ebenso offen und interessiert reagierten. Das, und der Verkauf von u. a. selbstgemachten Armbändern in den Farben von Burkina Faso, schlug sich dann im Endergebnis nieder, wie sich noch zeigen wird.

Dann schritten wir zur Überreichung des Schecks. Aber zuerst musste ich raten, welche Summe wohl zusammengekommen wäre. Nicht zuviel erwartend, meinte ich, dass ich mich über 150 Euro und jeden Cent der darüber hinausginge, rasend freuen würde. Damit hatte ich mich unsterblich blamiert, die Kinder brachen in schallendes Gelächter aus und schrieben nun die Summe auf den Scheck: 853,50 Euro! Und: 50 Euro kommen noch extra. Echt beeindruckt, wie ich war, freuten sich die Kids darüber, meine Vermutung derart übertrumpfen zu können.

Wir haben uns noch gemeinsam den Film angeschaut der auf der Internet-Seite von Sahel steht. Dann gingen wir hoch zufrieden auseinander.

Den provisorischen Scheck, der Übergröße hat, gegen den Regen gut verpackt, habe ich mit mir genommen.