Endlich wurde Baugenehmigung erteilt

Liebe Freunde, Helfer und Interessierte !

Hurra! Die Bauerlaubnis ist da! 2800 qm sind uns von der Stadt Ouagadougou sozusagen auf immer und ewig zur Verfügung gestellt worden. Das Grundstück liegt im Vorort St. Camille hinter einer großen italienischen Mission. 3 Schulen sind in unmittelbarer Nähe, Strom und Wasseranschluß nicht weit.Wir können nun endlich den Bau aufnehmen und beginnen mit der großen Mauer, die alles umschließen wird und mit einem einfachen Haus mit 3 Zimmern. Zuerst werden wir darin unsere Baumaterialien stapeln, und ein Wächter wird nachts darin schlafen.Später wird daraus unsere Krankenstation. Leider ist mitten im Grundstück ein großes Loch, aber das habe ich gestern bereits mit 3 Technikern des „Deutschen Beratungszentrums“ besichtigt. Sie werden alles mit ihren Bulldozern einebnen und sind überhaupt sehr hilfsbereit. Eine segensreiche Einrichtung der deutschen Bundeswehr hier in Burkina Faso. Den 8 Kindern , die mit mir in meinem kleinen Haus leben, geht es gut. Natürlich ist immer etwas los, es ist sehr anstrengend, aber eben auch eine sehr dankbare Aufgabe. Etliche andere, etwa 30 Waisen haben wir auf verschiedene Familien verteilt. Natürlich sorgt der SAHEL e.V., unser Verein, dank Ihrer Spenden für Unterhalt, Schulgeld, Medikamente und Kleidung. Inzwischen kenne ich hier alle Preise sehr gut. Reis, Mais und Bohnen werden säckeweise per 50 kg gekauft.

Morgens essen alle Kinder hier ihre Bouille, Mehlsuppe.Mittags und abends gibt es Mais- oder Hirsebrei mit Blättersauce. Einmal in der Woche essen wir morgens Brei und trinken Milch, mittags koch ich Spagetti- das ist unser Festtag.Nach täglich 8 Stunden Unterricht machen wir abends Sport- bald haben wir eine ganze Fußballmannschaft. Aus den hungrigen, mageren und traurigen Straßenkindern werden langsam gesunde, fröhliche Jungen. Was mir sehr fehlt, sind die Mädchen. Sie verbleiben als Waisen oft in der Großfamilie und werden als Dienstmädchen genutzt, ein hartes Leben.Wenn einmal die Hütten des Waisenhauses fertiggestellt sind, wollen wir 20 Mädchen aufnehmen. Inzwischen kann ich mich kaum noch in der Stadt bewegen, ohne von Kindern umringt zu. sein. Vor meiner Tür sitzen schon morgens um 6 Uhr die ersten Bittsteller. Das ist das Allerschwerste hier, lernen nein zu sagen. Wir beschränken uns streng auf die Hilfen für Waisen und Halbwaisen, prüfen jeden Einzelfall und besuchen jedes Kind dort, wo es wohnt, oft in verheerenden Umständen. Dann handeln wir, suchen eventuelle Verwandte und eben jemanden in Deutschland, der finanziell 2 – 3 Jahre für dieses Kind aufkommen kann. Essen und Schulgeld machen ca. 30 – 50 Dm im Monat aus, je nach Alter. IM SINNE ALLER KINDER, DIE BIS JETZT UNTER UNSEREM SCHUTZ STEHEN, BEDANKEN WIR UNS BEI ALLEN FREUNDEN UND SPENDERN IN DEUTSCHLAND ! Wenn Sie alle doch einmal dieses vorsichtige, ungläubige Glück in den Kinderaugen sehen könnten.

Ihnen allen fröhliche Weihnachten, Gottes Segen und Gesundheit wünscht

Katrin Rohde

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