Das Waisenhaus wird eröffnet

Liebe Freunde der Kinder A.frikas!

Hier sitze ich nun bei 42 Grad in der gerade fertiggestellten Krankenstation des Waisenhauses. Aus der offenen Tür kann ich ungefähr 25 Afrikanern bei der Arbeit zusehen.Maurer, Dachdecker, MaIer und Klempner sind dabei, das letzte Gebäude fertigzustellen, nämlich das Büro und zwei Gästezimmer. Letztere sind für Sie bestimmt, ich hoffe ja auf viel Besuch aus Deutschland ! Alles andere ist praktisch fertig: Küchentrakt,Refektorium,8 Hütten, Klos, Duschen, Werkhangare. Krankenzimmer und Magazin.Der Garten bekommt gerade seine letzte Erde – ja, ich selbst kann es kaum glauben.Am 29. MÄRZ, also in 3 Tagen, ist die ERÖFFNUNG. Die deutsche Botschafterin, diverse Ministerr, Radio, Fernsehen etc. werden uns bei einer kleinen Einweihungsfeier die Ehre geben. Es wurde nun auch Zeit, denn in meinen 3 Zimmern häufen sich die Kinder. Mittlerweile habe ich 15 Straßenkinder bei mir aufgenommen; der Neueste ist gerade 6 Jahre alt und macht uns viele Probleme. Die Älteren machen sich prima in der Schule und haben die erste Fibel bereits in der Hälfte der üblichen Zeit durchgearbeitet. Ihr Lernwille ist großartig. Zwei von ihnen machen bereits eine Mechaniker- und Schneiderlehre, für einen anderen habe ich gerade eine landwirtschaftliche Ausbildungsstelle gefunden. Abgesehen davon, treiben wir viel Sport, und 2 bis 3 mal in der Woche säubern die Kinder die Baustelle. Alle freuen sich schon sehr! Trotz aller Sparsamkeit ist der Bau teurer geworden als beabsichtigt. das von der Stadt zur Verfügung gestellte 3000qm große Grundstück lag zur Hälfte auf einer großen Abfallgrube. Wir brauchten viel Zeit und viele Hilfsarbeiter, um zum Teil 4 Meter tief den Müll zu entfernen und durch Erde zu ersetzen.

Gleichzeitig mußten wir alle Fundamente, auch die der langen Umfriedungsmauer, mit viel Stahl verstärken.Der Zement und viele andere Baumaterialien sind inzwischen doppelt so teuer wie in der Bauplanung, ein Ergebnis der Abwertung unserer Währung.Die Löhne als einziges sind winzig geblieben, eine Hilfskraft verdient am Tag DM 1,80, und glauben Sie mir, die Arbeit ist unsagbar hart in diesem steinigen Boden und bei dieser Hitze…! Nun sind wir beinahe fertig und das Waisenhaus ist ein kleines Schmuckstück geworden. Nachdem ich nun die Bauleitung programmgemäß abgewickelt und das Personal noch selber eingestellt habe, gebe ich die gesamte Leitung in afrikanische Hände. Natürlich bleibe ich dem Projekt weiterhin verbunden, denn wer sonst soll die 60 Kinder füttern und versorgen? Noch fehlt die Einrichtung der Krankenstation, Nähmaschinen, Tischlerwerkzeug und Webstühle.Die Lehrwerkstätten sollen ja nach einer gewissen Anfangsphase einen Teil der laufenden Kosten selbst erwirschaften durch Dienstleistungen und dem Verkauf eigener Produkte. Es bleibt also noch genug zu tun. Bitte helfen Sie uns weiterhin mit Ihren Spenden.

Ihnen allen wünsche ich Gesundheit und Gottes Segen.

Es grüßt Sie herzlich Ihre Katrin Rohde

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