Ferienzeit bei AMPO!

Liebe Freunde der Waisenkinder! Ferienzeit bei AMPO!

Unser sonst streng geregelter Alltag ist dahin; jeder darf spielen, basteln, schlafen, Sport treiben wie er selber will. Ab nächster Woche dürfen die 20 Großen in ihre Heimatdörfer fahren. 14 Tage sollen sie auf den Feldern der Großfamilien helfen. Alle freuen sich schon riesig. Abdulay spart seit Monaten, um seinen Tanten Seife mitzubringen; der kleine Mady hat mit seinen 14 Jahren ein Kleid für seine Oma genäht- und in der Puppenspielerwerkstatt wird aus Sperrholz Spielzeug für viele kleine Geschwister hergestellt. Mit den 20 Kleinen fahren unser Erzieher, unser Krankenpfleger und unser “ Chef“ Ben nach Koudougou, ca. 100 Kiolometer von hier. Dort bekommen sie einige Klassenzimmer der örtlichen Schule zur Verfügung gestellt und machen eine Woche Ferien. Zum Dank pflanzen wir dem Präfekten einen halben Hektar Bäume. Ich selbst übernehme unsere 6 kleinen Mädchen ( endlich mal wir Frauen unter uns ). Wir wollen gemeinsam die Umgebung erkunden, und – großer Traum – jeden 2. Tag ins Schwimmbad. A.M.P.O. bleibt für eine Woche geschlossen
Mit unseren Schulergebnissen bin ich recht zufrieden. Bis auf einen Jungen sind alle versetzt worden; der kleine Seni ist Klassenerster und Aziz vierter geworden.In beiden Klassen sind mehr als 120 Kinder ! Besonders gut sind die Mädchen.
Die Internationale Schule in Ouagadougou hat das Waisenhaus zu einem ihrer Projektziele gemacht.Wöchentlich kommen die Kinder, um hier mit Sport zu treiben. Welten prallen aufeinander die meisten von ihnen werden mit eigenem Chauffeur vorgefahren. Auf beiden Seiten herrscht Schüchternheit.Sie bemühen sich sehr und haben Geld gesammelt, mit dem wir einen Wasserreservetank gekauft haben.

Vor Schulabschluß haben wir gemeinsam ein kleines Fest veranstaltet; sie kamen mit 4 Säcken Reis und vielen Dosen Tomatenmark – Kinder helfen Kindern! So auch in Deutschland, wo Kindergärten und Jugendgruppen Aktionen starten, Schulen Basare veranstalten und Schüler regelmäßig einen Teil ihres Taschengeldes unserem Waisenhaus spenden. Es ist eine beglückende Erfahrung. Ihnen allen auch an dieser Stelle meinen besonderen Dank.Daß Sie, liebe Freunde in Deutschland, anläßlich von Famifesten`ünd Trauerfällen zu gunsten des Waisenhauses auf Geschenke und Blumen verzichten,erfüllt uns mit Dankbarkeit. Unsere Modenschau ist prima gelaufen! Von 59 mitgebrachten Modellen haben wir 53 verkauft – ich war mehr als fröhlich darüber! Leider ist es uns nicht gelungen, einen dauerhaften Abnehmer,wie einen Laden oder eine Boutique zu finden.Aber wer weiß,wir haben schon so viel Glück gehabt bislang, vielleicht kommt das noch. Schuhkartonweise erreichen uns etliche Pakete mit Medikamenten, Bonbons, Zahnbürsten,Nähgut, Vitaminen etc. ich danke allen Absendern, ich weiß wie mühsam und kostspielig das Abschicken ist. Wir freuen uns jedesmal sehr! Gott sei Dank sind unsere Medikamentenkosten gesunken.Aus unseren mageren, kranken Jungs sind Dank des regelmäßigen Essens und unserer Impfaktionen gesunde und widerstandsfähige Kerle geworden. Natürlich bekümmere ich mich nach wie vor um die Anderen draußen auf der Straße.So ein Waisenhaus hat keinen Anfang und kein Ende… ohne S I E wäre diese Arbeit nicht möglich. Jeden Dank an mich gebe ich im Herzen zurück nach Deutschland, an Sie alle.

Herzliche Grüsse und Gottes Segen

Ihre Katrin Fatima Rohde

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