Eröffnung des Mädchenhauses Mia

Am Samstag, 14.Juni 2003 wurde in Ouagadougou das neue Mädchenhaus Mia mit großer Freude und Gesang eröffnet. Damit wurde die bereits große Familie der AMPO-Projekte erweitert.

Maison Mia soll jungen Müttern ein Zuhause geben. Wie vor vielen Jahren in Europa sind diese Mädchen der Prostitution aus Not anheimgegeben, denn auf dem Mossiplateau herrschen strenge Traditionen . Sie haben kaum die Möglichkeit ein ausreichendes Einkommen zu verdienen, es sei denn durch Prostitution. Um zu verhindern, dass diese Mädchen auf die Strasse getrieben werden, soll das Mädchenhaus Mia Ausbildung und Zuhause für 15 junge Mütter bieten. Angeschlossen sind eine Schneiderei und eine Töpferei. Einige dieser Mädchen haben Aids. In Funk und Fernsehen wurde diese neue Einrichtung stark beachtet, denn sie soll ein Signal setzen: Menschen, stoßt Eure kranken Angehörigen nicht aus, es ist möglich, ohne Gefahr gemeinsam zu leben.

AMPO plant noch 3 weitere solcher Mädchenhäuser in allen Ecken der Hauptstadt, um ständig Beispiel zu sein und freundlich Rat und Aufklärung zu erteilen. Außerdem findet das Aufklärungs- und Beratungszentrum PPFille hier einen neuen Platz, das bisher in einem anderen Viertel von Ouagadougou untergebracht war. Innerhalb der letzten 4 Jahre suchten hier 8750 Mädchen und junge Frauen Rat oder Aufklärung. Die Eröffnungsfeier wurde von vielen hohen Besuchern beehrt, Ministeriumsvertreter, Vertreter anderer AIDS – Hilfeorganisationen, der Ehefrau des französischen Botschafters und vielen Mitgliedern der deutschen Botschaft. Nach einer Rede der AMPO-Gründerin Katrin Rohde, die die Mädchen von Burkina aufrief ihren Stolz zu bewahren und aufgeklärt zu sein – und die Väter aufrief, Nachsicht mit ihren Töchtern zu haben, wurde von den Kindern des Waisenhauses AMPO ein Theaterstück vorgeführt, welches dasThema der verstossenen Mädchen aufgriff. Geleitet wird das Mädchenhaus von Souleyman Nana.

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