Urlaub in Ghana

Hallo alle zusammen!
(von Timo Nadolny)

Ja, ich bin heil wieder in Ouagadougou angekommen! Ohne irgendwelche körperlichen oder geistigen Beschwerden. Ich bin bestens erholt und voller Elan, was auch immer da kommen mag.

Zunächst ist dies wohl, der fällige Wochenbericht. Gleich eins vorne weg: Ghana ist einfach toll! Die Landschaft ist wunderschön, die Leute freundlich und hilfsbereit und Essen und Trinken gibt es zu erschwinglichen Preisen… Allerdings stehe ich nun vor einem Problem. Ich habe knapp 30 Berichte über Burkina Faso geschrieben und mir ist es kaum (allerhöchstens annähernd) gelungen, Burkina in all seinen Facetten zu beschreiben. Wie soll ich also Ghana in einem Bericht unterbekommen? Da ich in den 2 Wochen so viel erlebt habe, würde der Bericht heute alle Rahmen sprengen, daher habe ich mir für dieses Mal etwas besonderes einfallen lassen: Ich mache, ganz im BRAVO –Stil, eine Fotogeschichte. Frei nach dem Motto: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte….

Es war einmal ein junger Mann, der aufbrach um seinen, wohlverdienten, Ghanaurlaub anzutreten. Isaaka, sein Chef, kutschierte ihn und seine 2 Mitstreiter also frühmorgens, zum Busbahnhof, wo sich unser wackerer Held, beladen mit einem monströsen Backpacker-Rucksack, zunächst einer 20 stündigen Busreise, in dem klimatisierten (und daher WIRKLICH bitter kaltem), Reisebus stellte. Die Fahrt war bespickt mit großen Herausforderungen, wie Passkontrollen, schreienden Nachbarkindern (da will man Urlaub von den Kids haben und da sitzt so ein Schreihals neben einem) etc. Nachts um 4 in Accra angekommen, stellte sich die Suche nach einem Hotel, als etwas schwerer wie erwartet heraus… Doch nach mehreren Versuchen und zähen Verhandlungen mit dem Taxi-Fahrer, gelang es den 3 Abenteurern doch noch, ein Bettchen zu finden. Am nächsten Tag ging es dann gleich zu Big Millys, einem Backpackertreff, nicht unweit von Accra. Allein der Weg dorthin war viel versprechend Dort verordnete sich der Jüngling, dann erst einmal einige Tage, Nichts tun, was ihm, aufgrund seines Naturells, nicht so ganz leicht gefallen ist. Doch diverse Aktivitäten wie Cocktail-Trinken, STAR-Bier-Trinken (ghanaische Biermarke) und Essen (wobei er hierbei natürlich immer fleißig von seinem Knappen Eric unterstützt wurde), erleichterten ihm die Sache doch enorm. Da unser Held, natürlich keine Gefahr scheut, begab er sich auch des Öfteren in die heimtückischen Wellen des Meeres. Was bei der Loreley der Gesang war, entpuppte sich für den jungen Mann allerdings die Aussicht als Gefahr darDenn wie soll man sich auch auf das Schwimmen konzentrieren können, wenn man solche Sachen vor Augen hat Auch galt es, sich bei den Schwimmausflügen, nicht von den zahlreichen Fischerbootenrammen zu lassen. Eines Tages begab er sich mit seinen Gefährten dann auch auf eine Kanutour, wobei die körperliche Anstrengung hier wirklich an seinen Reserven knapperte Auf dieser Tour kam er auch an einem Dorf vorbei, wo rund 60 Leute dabei waren, ein riesiges Fischernetz einzuholen. Laut ihres einheimischen Kapitäns, würden diese 60 Leute rund 6 Stunden damit beschäftigt sein, dann aber auch mit einer großen Menge Fische belohnt werden, mit der man ohne weiteres ein Kanu füllen könne. Des weiteren sah er auch seltene Vögel, Sträucher blablabla. Da das unseren Helden aber reichlich Wurscht war und er statt aufmerksam zu beobachten und zuzuhören lieber döste, machen wir jetzt einfach einen großen Sprung.

Nachdem die 3 Big Millys verlassen hatten, begaben sie sich, ganz im Sinne des Odysseus, auf eine Schifffahrt. Die bevorstehenden 24 Stunden auf dem riesigen Voltasee, versprachen eine angenehme, ruhige und landschaftlich atemberaubende Reise zu werden Doch dank seines Adlerauges und seines messerscharfen Verstandes bemerkte er, dass etwas nicht stimmte: Regenwolken am Himmel, auf seinen Kopf fielen prasselnde nasse Tropfen- Regen! Ein Blick auf seine Uhr verriet ihm auch, dass die Abfahrtszeit sich bereits um 2 Stunden verzögerte (am Ende dauerte die Reise gut 36 Stunden). Doch unser Held wäre kein Held, wenn er nicht das beste aus seiner Lage gemacht hätte. Also wurde es sich auf dem Deck bequem gemacht, sich mit den Kids angefreundet, die Aussicht genossen und der Sonnenuntergang beobachtet. Was blieb einem da anderes übrig als sich seines Lebens zu freuen?

Doch unser Held freut sich zu früh. Noch ist er nicht zurück in Ouagadougou. Es warten noch viele Abenteuer auf ihn und seine wackeren Kameraden. Doch soll es für diese Mal genug sein und der Bericht endet heute einmal mit:

Fortzetung folgt!

Liebe Grüße aus Ouagadougou
Euer Timo
Timo.Nadolny@web.de

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