Urlaub in Ghana Teil 2

Hallo alle zusammen!
(von Timo Nadolny)

Was bisher geschah: Also das wiederhole ich jetzt wirklich nicht noch mal!

Und weiter geht es. Unser junger Held ist also auf dem Schiff, gemeinsam mit seinen Kameraden, und es regnet! Ja, dies macht ihnen etwas zu schaffen, befinden sie sich doch auf dem obersten Deck. Das Wetter ist recht rau und dann bekommt er mit, wie ein Deck unter ihm, plötzlich Tumult ist. 2 Männer gehen mit Flaschen aufeinander los, doch ehe unser Held sich überhaupt überlegen kann, was von ihm, als weißem Held, bei so einer Auseinandersetzung zwischen 2 Männer, erwartet wird, ist der Spuck auch schon wieder vorbei. Die beiden Kontrahenten haben sich, blutend und fluchend, in verschiedene Ecken verzogen. Darüber freut sich der Jüngling, denn er hatte sich schon überlegt wie denn die Flucht, bei einer Panik an deck, ablaufen würde: Denn der Notausgang, wie er mit Verwunderung feststellte, war auf fachmännische Weise, zugeschweißt. Als es dann auch noch die Sonne –und damit das Licht- verschwunden ist, stellt unser Held fest, dass es nicht so einfach ist, bei Dunkelheit und leichten Sturm ein sicheres, trockenes Schlafplätzchen zu finden. Doch wie Derrick sich immer auf ŽStefan fahr schon mal den Wagen vor`, verlassen konnte, hat unser Held ja auch seinen Knappen Eric (wenn dieser nicht gerade auf Abenteuerreise ist, kann man ihn auch als Mitbewohner des Helden bezeichnen) dabei. Gut ausgerüstet und planend wie er ist, hat er natürlich auch eine Gaslampe dabei. Ach wie freuen sie sich, doch ihre Freude ist nicht von langer Freude, denn sie sind ja nicht alleine auf dem Schiff- alle wollen an diesem, Licht spendendem, Wunder teilhaben… Nach einigen Verhandlungen, wird die Lampe dann, mit Klebeband (was natürlich auch in dem Abenteuerrucksack zu finden ist) an der Kajütenwand festgemacht, so dass alle ein wenig Licht haben. So findet dann auch unser Jüngling einen schönen Schlafplatz. Ebenso der Knappe, der sogar

noch schläft, als die Sonne schon längst wieder am Himmel steht So kommt das Schiff, gemeinsam mit dem jungen Abenteurer, wohlbehütet an, wo er dann fasziniert das Treiben auf einem afrikanischen Dorfhafen bestaunen kann. Belustigt stellt er fest, wie die Frauen die Männer herumscheuchten, dass sie ihnen gefälligst ihre Körbe und Säcke mit Obst, Hühnern, Stoffen…. zusammensuchen! Achtung: Zeitsprung.

Nun befinden wir uns, gemeinsam mit dem Abenteurer, in einem kleinen ghanaischen Dorf wieder. Unser Jüngling will nicht nach Burkina Faso zurückkehren, ohne auch ein wenig kulturelles erlebt zu haben. Die jungen Männer haben das Glück, dass sie den Prinzen des Dorfes kennen gelernt haben (echt jetzt!) und er sie gastfreundlich und aufgeschlossen, durch sein Dorf führt. So anders erscheint ihm hier alles. Bisher machte Ghana einen sehr modernen, entwickelten Eindruck (dies mag vor allem daran liegen, dass er vorher 7 Monate in dem 3.ärmsten Land der Welt gewohnt hat) gemacht, doch nun sieht er sich in der Zeit zurückgeworfen. Er ist beeindruckt. . Nachdem sie zunächst den Vater des Prinzens (also logischerweise den König), begrüßt haben und ihm ein Geschenk (Colanüsse) überreicht haben, bekommen sie die ehemalige Dorfschule gezeigt. Doch damit nicht genug. Als nächstes steht der Besuch auf einem heiligen Berg an, wo noch heute Opferriten zelebriert werden. Doch zunächst muss sich unser Jüngling erst einmal entkleiden. Nur seine Boxershorts darf er anbehalten, da sonst der Aufstieg auf den heiligen Berg verboten ist. Doch da es erstens sehr warm ist, stellt das auch keine größeres Hindernis da Nach einem langen, schwierigen Aufstieg, wird er dann mit einem unglaublichen Erlebnis belohnt: In einer Felsennische, wird er von einigen Dorfältesten, eine Opferung zelebriert (Hühner). Doch der Anstand gebietet es ihm, nach Begrüßung und Austausch von Höfligkeiten, sie nicht weiter zu stören. Achtung: Wieder Zeitsprung!

Unser Held befindet sich wieder kurz vor der burkinischen Grenz, doch leider fahren hier keine Reisebusse ab. Also wie kommt man nun zurück? Unser Held hat glücklicherweise einiges in Afrika gelernt und weiß, dass für so einen Fall, die Tro-Tros, die günstigste und erlebnisreichste Möglichkeit ist. Ein Tro-Tro ist ein altes, kleines Bußchen, in dem so viele Menschen, Fahrräder, Eier, Hühner, Schafe, Mofas, Kinder, Eimer, Matten, Kessel… eingeladen werden, bis es sich auch wirklich lohnt loszufahren. Unser Held freut sich sehr auf diese Reise, doch stellt er nach einiger Zeit fest, dass das Warten auf noch mehr Passagiere, die Zollabfertigung etc. doch ein Weilchen dauern kann. Als es dann losgeht, freut sich der Held auf eine schöne schnelle Fahrt, doch bereits nach wenigen Kilometern wird ihm bewusst, dass er von der Ankunft in Ouaga noch einige Zeit entfernt ist. Denn immer wieder wollen Leute, i verschieden Dörfern, aussteigen. Der freigewordene Platz muss natürlich wieder besetzt werden, so dass man nach einiger Zeit wieder am Straßenrand wartende Passagiere, aufnimmt. Doch auch irgendwann hat diese Reise ihr Ende (was unserem Held fast Leid tut, denn er hat auf dieser Fahrt so viele verschieden kleine Geschichten gehört, Menschen kennen gelernt…) Doch letztlich steht er wieder in Ouagadougou.

Nun ist seine Abenteuerreise durch Ghana vorbei, doch er ist sich Gewiss, dass er mit all den kleinen Rabauken (auch Waisenkinder) die in Ouagadougou (genauer gesagt bei AMPO) auf ihn warten (und die ihm zugegebenermaßen doch sehr fehlen) auch noch viele verrückte Dinge erleben wird!

Bis dahin alles Liebe

Euer
Timo

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