Zurück aus Ghana

Hallo alle zusammen !
(von Timo Nadolny)

Eins gleich vorne weg: Dieser Bericht wird nicht ganz so lang ausfallen wie üblich. Denn erstens habe ich etwas Kopf- und Zahnschmerzen und zweitens war der Ghanabericht dafür ja um so länger.

Zunächst ein kurzer Kommentar zum Wetter. Es war ja die ganze Zeit über 40 Grad, doch am Samstag hat es dann geschüttet und gestürmt. Und schwupsdiewups ist das Thermometer auf 24 Grad abgesackt. Mal eben so ein Temperaturunterschied von knapp 20 Grad. Das habe ich so bisher auch noch nicht erlebt. Leider war `die frische BriseŽ auch nur von kurzer Dauer, und die Temperatur bewegt sich wieder ungebremst auf die 40 Grad-Marke zu. Man freue ich mich wieder auf Kälte! Einfach so frieren. Ein Buch nehmen, sich in eine dicke Wolldecke einhüllen, vor den Kamin hocken und heißen Tee trinken…;-)

Ansonsten habe ich mich wieder bestens in Ouaga eingelebt. Es war einfach ein Traum die ganzen Kids wieder zu sehen. Ich behaupte auch einmal, so ganz keck, dass die Kinder sich auch über meine Rückkehrgefreut haben. Wobei ich nicht genau sagen kann, ob das nun eher daran lag, weil sie auf die Klamottenausgabe warteten, oder doch eher an meiner Person. Die diplomatische Schlussfolgerung, lässt wohl beides annehmen.

Nun habe ich noch 2 Beobachtungen für euch, die ich letztens auf dem Heimweg von der Arbeit gemacht habe: Hier kommt es öfter vor, dass die Leute am Straßengraben stehen und urinieren. Die Männer knien sich dann dazu hin und pinkeln im knien. Ich persönlich würde da evtl. mein linkes Ohr, den rechten Schuh und wahrscheinlich die Hose, aber niemals den Straßengraben treffen. Da sind die Burkinabés schon Artisten.

Die andere Beobachtung machte ich unmittelbar vor unseren Waisenhäusern. Da sehe ich unsere 2 Köchinnen, mit 5 unserer Mädels, wie sie `ToŽ, die Nationalspeise zubereiten. Die Zutaten werden gesiebt, so dass keine Gräser, schlechte Körner etc. im Essen auftauchen. To ist ein, nach nichts schmeckender, Brei, der mit den verschiedensten Soßen gegessen wird. Mit den Fingern versteht sich, so wie fast jeder, fast alles mit den Fingern isst. Dazu werden in den kleinen Straßenkneipen auch immer Wasserschalengereicht, so dass man sich vor Essensbeginn noch die Hände waschen kann.

In dem nächsten Bericht folgt dann noch mehr über die burkinische Küche und Gastronomie.

Bis dahin alles Liebe aus Ouagadougou

Euer Timoinafrika@web.de

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