Ausflug nach Bobo-Dioulasso

Hallo alle zusammen!
(von Timo Nadolny)

Nun stehe ich vor einem kleinen Problem: Ich habe mal wieder so viel erlebt, dass ich nicht weiß, wie ich das in einem Bericht unterbringen soll… Nun ich werde es natürlich dennoch probieren.

Zunächst wäre da ein Wochenendausflug. Wir waren in Bobo-Dioulasso, einer recht großen Stadt in Burkina Faso. `WirŽ waren in diesem Fall Eric, mein ewiger Mitbewohner, und Jenny, ein Medizinstudentin, die hier gerade ihre Fabulatur absolviert. Da wir in Bobo mobil sein wollten, beschlossen wir, auch unsere Mofas im Bus mitzunehmen. Gesagt getan, wir holten die Tickets, fuhren zum Busbahnhof und sind los. Das Problem war nun, dass, aus unerfindlichen Gründen, nur ein Mofa im Bus Platz fand… Anstatt so viele Tickets zu verkaufen wie Platz ist, verfährt die Busgesellschaft nach dem Motto: So viele Tickets verkaufen, wie Käufer da sind und dann schauen wir mal, was wir wirklich mitnehmen können… Nun, wir konnten ja nichts machen und so fügten wir uns in unser Schicksal. In Bobo angekommen, begaben wir uns direkt zu einer befreundeten Familie, wo wir das Wochenende in einer afrikanischen Rundhütte wohnen durften. Von diesem Stützpunkt aus unternahmen wir dann mehrere Ausflüge ins Grüne und wir waren hin und weg von diesen Naturerlebnissen, doch lasse ich hier erst einmal die Bilder sprechen:
Zunächst machten wir eine atemberaubende Wanderung und dann kühlten wir uns ab in der ‚Guingette‘! Frisches Qellwasser, ansonsten ist das Baden in Afrika wegen der Bilharziosegefahr strengstens verboten!

Des weitern habe ich eine erlebnisreiche Schnitzeljagd hinter mir. Gemeinsam mit dem Großteil des Personals und 125 Kindern, ging es ‚in den Busch‘. Dort hieß es dann Schnitzeljagd, was in Anbetracht der Gegend wirklich spannend war. Aufgepeppt haben wir die Tour dann noch, mit etlichen Spielen, in der die verschiedenen Gruppen gegeneinander antraten. Als Belohnung für den tollen Einsatz der Kinder (und des Personals;-), gab es im Anschluss ein ausgiebiges Picknick. Anlass war der Geburtstag und die Rückkehr unserer `MamanŽ Katrin… So saßen wir dann bei selbstgemachten Kuchen (sie hatte 20 Blechkuchen gebacken….), die einen mit Bissap (Hibiskusblütensaft) die anderen mit Tee oder Kaffee, ließen uns die Sonne auf den Pelz scheinen und genossen das Leben!
Hier ein Bild unserer Spiele, wobei das Datum nicht ganz stimmt….

Dann wollte ich noch einmal erwähnen, dass die Regenzeit nun wirklich angefangen hat. Was zu einer Regenzeit gehört, ist ein –vorhergehender- Sandsturm. Letztens war ich mit Maja, unserer Praktikantin, in einer Bar und dann ging es los. Daraufhin waren wir gezwungen, und dies kommt in der Tat nicht oft vor, in die Kneipe selbst zu flüchten! Dort bestellte ich mir schnell ein Bier, denn dieser Sandsturm brachte, wie so oft, einen Stromausfall mit sich und warmes Bier ist in Burkina Faso ist noch schlimmer als in DŽland;-)! Nun da saßen wir nun. Es war wirklich ein Erlebnis so in dieser Kneipe zu sitzen, sein Bier zu trinken und gleichzeitig Angst zu haben, dass das Dach gleich abhebt. Wir konnten auch quasi `liveŽ dabei zusehen, wie unsere Klamotten, unsere Haut, die Bierflasche, die Theke usw.… langsam aber sicher, mit einer braunen Sandschicht überzogen wurden.
Hier noch ein kleines Beweisfoto:

Hierbei handelt es sich um den angesammelten Staub, den man auf unserer Terrasse nach einem einzigen normalen Tag zusammenkehren kann!
So, nun verabschiede ich mich und sende euch

meine besten Grüße aus Ouagadougou
Euer Timo

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