Zurück aus Deutschland

Hallo liebe Leser!
(von Timo Nadolny)

Also gleich vorne weg: Dies wird kein all zu langer Bericht, weil ich gleich nach Kombissiri fahre. Kombissiri ist ein Ort, ca.50 km von Ouaga entfernt. Dort sind gerade unsere Mädchen um eine 2-wöchige Freizeit zu machen.

Aber ich greife vor: Zunächst bin ich also angekommen, im strömenden Regen wie gesagt. Als wir dann zu unserem Haus gefahren sind, war es einfach toll – es war wie nach Hause kommen! Erst jetzt wurde mir bewusst, wie sehr ich Ouaga vermisst hatte.

Am nächsten Morgen machte ich dann erst einmal große Reinaktion (ihr erinnert Euch: Cappucino..) Und der war fast überall, aber was will man machen? Genau: Man putzt einfach hofft, dass man es bald hinter sich hat, freut sich, dass die Dinge nicht noch dreckiger sind und hört einfach laute Musik dazu.

Nach dieser gut zweistündigen Putzaktion ging es dann endlich zu AMPO. Ach wie war es toll, meine ganzen Kids wieder in die Arme schließen zu können und dann hatte ich meinen großen Auftritt als Weihnachtsmann:

Bonbons und 1-cent Glücksbringer für die Kinder, Rohlinge, Speicherkarten etc. für unseren PC, Fotos für meine Mitarbeiter, deutsche Wurst (Danke hier an die Familie Reuling) für meine Mitbewohner, Taschenlampen für unsere Nachtwächter (Danke hier an HORIZONTE in Groß-Umstadt), ein Campingstuhl für meine Chefin, ein Taschenmesser für meinen Chef…

Aber das schönste war einfach, dass die Kinder zu mir kamen und mir sagten, dass sie mich vermisst haben und ich doch bitte nicht noch einmal so lange weg gehen soll.

Nach einigen Tagen ging es für die Jungs dann ab in ihre Familien, denn es ist wichitg, dass sie diesen Kontakt nicht verlieren. Auch wenn man (Halb-)Waise ist, hat man in Afrika trotzdem noch eine `FamilieŽ. Sei es Oma, nkel, Tante o.ä.. Die Mädels dagegen brachen auf in ihre Freizeit und plötzlich war es leer bei AMPO. Es waren keine Kinder mehr da und es war ein ganz merkwürdiges Gefühl.

Doch diese Gefühl sollte ich ganz schnell wieder verlieren. Ein kleiner Vorschau:

Es kommen Straßenkinder, neue Wasser- und Stromleitungen werden installiert und darüber hinaus kommt es zu einem rauschendem Fest.

So nun muss ich weg, weil sonst meine Kollegen ohne mich fahren und ich den Weg zu den Mädels nur schwer finden werde. Aber dafür schreibe ich dann nächstes Mal um so länger!

Bis dahin liebe Grüße aus Ouagadougou

Euer Timo

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