Tanzfestival mit Produktionen aus Burkina Faso in Hamburg

Polyzentral 2005 – Zeitgenössischer Tanz aus Ägypten, Burkina Faso, der Türkei, Russland und Anderswo auf Kampnagel

Polyzentral stellt erneut zeitgenössische Produktionen aus der Peripherie der westeuropäischen Wahrnehmung vor. Mit großer Dynamik entwickelt sich der zeitgenössische Tanz in Schwarzafrika, einigen islamischen Gesellschaften und Osteuropa. Unter schwierigsten materiellen, technischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen werden die Choreografinnen und Choreografen immer schneller zu einem wichtigen Sprachrohr ihrer Länder.

Weitere Infos:

Aus dem Programm:
Tchekpo Dance Company (Benin/Deutschland) – L ’ envol du vent

Cie. Tâ (Burkina Faso) – Bûudu
Deutschlandpremiere

Gefördert durch das Goethe Institut

10.03., 12.03., 21:30 Uhr, [k1],
Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung am 10.03.
Dauer: 35 + 25 Min.

Die Ahnen treffen, mit Tieren und Pflanzen sprechen, die Zukunft spüren: Tchekpo Dan Agbetou ist ein großer Tänzer und ein Medium. Seine tänzerisch-spirituelle Begegnung mit dem kulturellen Gedächtnis seines Volkes erhält durch die Jazzmusik von Keith Jarrett den
spannenden Kontrast.
Langsame fast meditative Bewegungen, die Symmetrie der Körper und die Intensität der Stille verleihen der Botschaft der ganz jungen Cie. Tâ eine faszinierende Tiefe. Der bedingungslose Wille der Tänzer und die absolute Hingabe, die die Suche nach einer eigenen
choreografischen Handschrift beflügeln, haben die Kompanie schnell zum Erfolg geführt. Paris, New York und London stehen auf ihrem Programm. Kampnagel präsentiert die Cie. Tâ erstmals in Deutschland.

„L ’ envol du vent “ ist eine Tanzproduktion von Tchekpo Dan Agbetou aus Benin und findet im Rahmen einer Doppelveranstaltung vor
„Bûudu“ von Cie. Tâ statt.

Cie. Salia nï Seydou (Burkina Faso) – Figninto, the torn eye

17.03.,18.03.,19.03., 21:00 Uhr, [k2] Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung am 17.03
Dauer: 55 Min.

Der Leckerbissen zum Abschluss! „Figninto“ (1997) ist nicht nur mit großem Erfolg weltweit getourt, sondern fast schon ein Klassiker des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes. Salia Sanou und Seydou Boro gehören zu den bedeutendsten Chroreografen des schwarzen Kontinents. Aber sie sind darüber hinaus noch weit mehr: großartige Tänzer, einflussreiche Lehrer, wichtige Festivalchefs und kulturpolitisches Sprachrohr.
Ihre Arbeiten erhalten ihre suggestive Wirkung durch die gelungen Symbiose von tänzerischer Qualität und inhaltlicher Authentizität. „Figninto“, das bedeutet in der Sprache der Bambara „blinder Mann“. Und darum geht es: um die Möglichkeit, sehen zu lernen.

Workshops

Die ganze Welt des zeitgenössischen Tanzes auf Kampnagel: Neben außergewöhnlichen Gastspielen bietet Kampnagel Hamburg Workshops mit hochklassigen Choreografen des Polyzentral-Festivals an.
Außerdem dabei: Carlos Cueva aus Peru und Yoshifumi Inao von der Batsheva Dance Company aus Israel. Für Tanzinteressierte mit Vorkenntnissen eröffnet sich damit die Chance, Arbeitsprinzipien herausragender Tänzerpersönlichkeiten aus verschiedenen Kontinenten kennen zu lernen.

Salia Sanou (Cie. Salia nï Seydou, Burkina Faso)

Traditionelle afrikanische Tanztechniken wird der Tänzer und Choreograph Salia Sanou vermitteln, der in Hamburg zuletzt vor zwei Jahren mit einem Gastspiel sowie einem Workshop auf Kampnagel begeisterte.
18.03.05, 14:00 – 17:00

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