Nachlese: Vom Leben mit einer Hausgöttin

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Eine Ausstellung zum 30. Todestag von Maria Callas mit anschließender Versteigerung zu Gunsten von AMPO vom 8.9. – 22.9.2007.

Am Anfang, 2002, war die Idee. Die Hamburger Jürgen Speckmann und Willy Martens, Musikliebhaber und Sammler, hatten konkrete Pläne für eine Ausstellung zum 80.Geburtstag von Maria Callas 2003 mit Schwerpunkt Maria Callas in Hamburg.

Es sollte nicht sein.
Einer der beiden, schon länger krank, verstarb im Juli 2003, der andere folgte ihm im Abstand von nur 3 Tagen nach kurzer, schwerer Krankheit. Zurück blieben Freunde mit den ersten Entwürfen und Ideen, dem Nachlass von Jürgen Speckmann und einem ihm gegebenen Versprechen.

Vier Jahre später fügte sich plötzlich alles: eine geeignete Räumlichkeit zur Präsentation in kleinem Rahmen ergab sich in der neu eröffneten Buchhandlung „ Das Buch“ in Eppendorf, viel Engagement der InitiatorInnen bei der Durchsicht des Nachlasses und den Vorbereitungen, passende Worte von Mitinhaberin Ulla Rowohlt und eine Einführung vom Musikkritiker und bekennenden Callas-Verehrer Jürgen Kesting am Eröffnungstag. Nicht wenige Ausstellungsstücke bezogen auch die Persönlichkeit des Sammlers Jürgen Speckmann mit ein.
Mit dreißig roten Rosen geschmückt – immer frisch bereitgestellt – wurde die fast intime Ausstellung die Erfüllung eines Versprechens, das undenkbar gewesen wäre ohne die Mithilfe weiterer Freunde, welche die zum Teil wertvollen Exponate im Auge behielten und Interessierten Auskünfte gaben, Musikbeispiele und Videos/DVDs abspielten: Die Ausstellung zu betreuen machte zwar Spaß, kostete aber auch viel Zeit: hier sei Ingrid Drown und Katharina Mennrich gedankt.

Um den Wert des Nachlasses richtig einschätzen zu können, gab es Hilfe aus den Reihen des Callas-Clubs, um hier Frank Abe zu nennen, der per e-mail auf Anfragen mit eingescannten Schallplattenhüllen Einschätzungen zum Wert geben konnte und vor allen Dingen von Gisela Binner, der Leiterin des Deutschen Maria Callas Clubs, die uns zum Schwerpunktthema Maria Callas in Hamburg Material in Form von Zeitungsausschnitten und Photos in Kopie zusandte.
Den Wert des Nachlasses zu kennen war uns wichtig, denn den krönenden Abschluß der Ausstellung bildete die Versteigerung der Exponate.

Anna Böckel-Panknin, eine weitere Freundin, reiste aus Berlin an, um uns dabei zu unterstützen, die Aktion möglichst professionell über die Bühne zu bringen. Die noch verbliebenen Ausstellungstücke wurden bei Ebay angeboten und dort durchaus noch gewinnbringend versteigert.

Der Erlös ging nun, ganz im Sinne des Verstorbenen, an Katrin Rohde für ihre Arbeit in Afrika. Sie war und ist Jürgen Speckmann und den InitiatorInnen der Ausstellung ebenfalls eine langjährige Freundin. Dass dieser Verwendungszweck auch den Beifall von Maria Callas gefunden hätte, dessen sind wir uns gewiss.

Wir freuen uns, dass wir einen Betrag von 4500 Euro an AMPO überweisen konnten.

Callas pur – es war eine wunderbare Zeit, die uns hier unten als Mitwirkende einander noch näher brachte im Gedenken an die dort oben.
Die Freunde und InitiatorInnen

George Drummond
Catherine Nurtjipta
Gaby von Malottki

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