Timos Rundbrief: Besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen

Von Timo Nadolny
17.02.2009

Besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen: Dieses Mal werde daher nicht ich viele Worte schreiben, sondern meine Chefin Katrin Rohde sprechen lassen – denn der Container aus Harpertshausen ist eingetroffen! Viel Spaß beim Lesen…

Liebe Afrika-Freunde von Timo in Harpertshausen und Umgebung!

Mit großer Freude und viel Spaß –was mit Sicherheit auf den Fotos zu sehen ist- durften wir im fernen Afrika einen ganzen Container voller Geschenke aus Südhessen empfangen. Schon seit vielen Jahren werden die AMPO-Waisenkinder von Harpertshausen und Umgebung unterstützt. Unser Timo bringt die älteren Damen zum Sockenstricken, Lukas aus Radheim hat die Hälfte von seinem Geburtstagsgeld nach Burkina Faso gestrickt- ist das nicht toll?

Dreiviertel aller Containerpakete besorge ich normalerweise selbst. Sie können sich also vorstellen, wie groß und immer größer meine Augen wurden, als auf jedem Paket im Container groß „Timo“ gestanden hat. Zuerst dachte ich, alle Pakete wären für ihn, dann dämmerte es mir so langsam, dass dieser nette, flotte junge Mann tatsächlich seine Nachbarn und Freunde mobilsiert hat, um unser Waisenhaus zu versorgen.

Aus Timos Heimat purzelten in den Staub und die Hitze Ouagadougous unglaubliche Mengen von Wolle und Stoff – wunderbar für unsere Hauseigenen Schneidereien. Wie viele freundliche Tanten und Großmütter plünderten ihre Reserven von Betttüchern! Handwerksmeister, Versicherungsagenturen und Banken schickten Werkzeuge, Geschenke, Stifte, Papier und Büroartikel. Schüler sammelten Hefte, Ranzen und Anspitzer. Fußballvereine schickten Trikots und auch Fußballschuhe. Aus allen Richtungen kamen Fahrräder, die heute unsere Schüler in Ouagadougou zur Schule transportieren. Können Sie sich unsere Freude vorstellen?

Das DRK Harpertshausen schickte uns eine ansehnliche Sammlung von Rollstühlen, Krücken und sogar ein ganzes Krankenhausbett. Wie ich höre wurde durch gute Organisation dort ein Zwischenlager eingerichtet. Aus der DRK-Geldsammlung wurde der Transport zum Container bezahlt und von Privatleuten und dem Jugenddekanat Groß-Umstadt unterstützt. Es blieb noch genug übrig um für unser hiesiges Büro Festplatten, Scanner und usb-Sticks zu kaufen.

Bravo Timo und lang lebe seine Heimat!

Mit den herzlichsten Grüße aus Ouagadougou
Ihre Katrin Rohde, Gründerin aller AMPO-Einrichtungen

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