Praktikanten bei AMPO

Hallo zusammen!

Wie einige von Ihnen wissen, haben wir jedes Jahr bei AMPO einige Praktikant/innen aus Europa, die direkt zu uns in unsere Projekte in Ouagadougou kommen. Dies geschieht aus drei Gründen:

Das Besucherzimmer...
Das Besucherzimmer...

Erstens ist es unser Anliegen, dass die Praktikanten eine schöne, erlebnis- und lehrreiche Zeit haben und eine persönliche Horizonterweiterung bekommen. Zweitens erhoffen wir uns im Gegenzug von den Praktikant/innen, dass sie ihre Fähigkeiten und Arbeitsbereitschaft in die Projekte einbringen. Wenn dieser kulturelle Austausch glücklich und fruchtbar abläuft, erhoffen wir uns drittens, dass die Praktikant/innen mit viel Eifer und Liebe für AMPO nach Europa zurückkehren und dort als „AMPO-Botschafter“ tätig werden.

Viele unserer ehemaligen Praktikant/innen engagieren sich bereits ehrenamltich für die AMPO-Kinder. Sie halten Vorträge in Schulen, arbeiten in den Freundeskreisen mit, übersetzen Briefe etc. und sorgen so mit dafür, dass das Gute immer weiter getragen wird.

...und die Bademeister!
...und die Bademeister!

Um Enttäuschung und Frustrationen auf beiden Seiten zu vermeiden, sind wir bei der Auswahl mittlerweile recht „streng“ geworden. Alle Praktikant/innen müssen mindestens 21 Jahre alt sein, französisch sprechen, Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeite haben und eine besondere Qualifikation mitbringen (sie sind z.B. Physiotherapeuten, Schneider, Schlosser, Schreiner etc.). Bevor wir sie aber auf den Weg nach Ouagadougou schicken, nimmt jeder der Bewerber an einem verpflichtenden Auswahl- und Vorbereitungswochenende statt. Dort kommen auch ehemalige Praktikant/innen und Zivis hin, geben ihre Erfahungen an die Neuen weiter und überlegen, wie sie sich weiter für AMPO engagieren können.

Dies alles macht viel Spaß und Freude und auch dieses Jahr werden wieder 7 Praktikant/innen AMPO und sich selbst bereichern. Im Mai, noch am Ende der (besonders) heißen Jahreszeit kamen die beiden ersten Praktikantinnen bei uns an:

Sarah in der Schneiderei des Mädchenwaisenhauses
Sarah in der Schneiderei des Mädchenwaisenhauses

Sarah studiert Modedesign und arbeitet hauptsächlich in unserer Lehrschneiderei im Mädchenwaisenhaus, schaut aber auch immer wieder mal in den beiden Schneidereien der zwei Frauenhäuser vorbei. Die Zusammenarbeit funktioniert wunderbar und Sarah wuselt heimlich, still und effektiv durch die Schneiderei. Wenn man einen Augenblick dort verweilt bekommt man ihre Einflüsse mit: Die Kinder achten penibel darauf richtig Maß zu nehmen, sie zeigen stolz ihre neuen Entwürfe und Werke, Maschinen werden gesäubert und Tische werden rutschfest gemacht, Stoffe sortiert und entstaubt, Taschen genäht und Pläne für Modenschauen und neue Entwürfe geschmiedet!

Stéphanie
Stéphanie, gut gelaunt mit den MIA-Kindern!

Stéphanie kommt aus der Schweiz und ist gelernte Erzieherin. Siearbeitet in dem Frauenhaus Mia und genauer gesagt dort im Kindergarten. Bereits früh morgens macht sie sich auf den Weg und wenn man sie dort im Laufe des Tages besucht findet man sie in der Mitte vieler Kinder wieder. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen spielt und abreitet sie mit den Kindern. Voller Zufriedenheit erzählt der Einrichtungsleiter Souley Nana, dass Stéphanie viel Interesse an der Arbeit zeige. Trotz ihrer Erfahrung und Ausbildung, welche die Arbeit enorm bereichert zeige sie sich – wie schön und selten zugleich – einesfalls überheblich sondern wissbegierig!

Die beiden zeigen auch gute Belastbarkeit. Als sie z.B. für ein Wochenende mit unserem Zivi Lukas auf Reise waren, gab es einen Wasserschaden in ihrem Zimmer, den wir in ihrer Abwesenheit beseitigten. Aber sie blieben gelassen, trotz der Wasserschäden an Kleidern, Büchern, Heften etc…

An dieser Stelle sei den beiden ebenso herzlich gedankt, wie alle die sich in Deutschland und Burkina für Vorbereitung, Auswahl und Betreuung kümmern!

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