Zwischenbericht Schweizer Nothilfe für burkinische Flutopfer

Ouagadougou, 07.10.2009

Diese winzige blinde alte Dame bekommt ein neues Haus geschenkt – sie weint vor Freude!
Diese winzige blinde alte Dame bekommt ein neues Haus geschenkt – sie weint vor Freude!

Die Lage in Ouagadougou vier Wochen nach den U?berschwemmungen stellt sich wie folgt dar: Am 1.09.2009 verloren in der Hauptstadt Ouagadougou 150.000 Menschen ihr Haus. Sie wurden erst einmal in Schulen und anderen o?ffentlichen Geba?uden untergebracht.
Wegen des Schulanfangs sind nun große Zeltsta?dte fu?r die betroffenen Opfer gebaut worden. Viele von ihnen weigern sich dort zu wohnen und finden andere Lo?sungen. Ca. 60.000 Menschen, die alles verloren haben, leben dort zur Zeit in a?ußerster Armut. Sanita?re Verha?ltnisse und die magere Essenversorgung lassen viele verzweifeln. Zudem haben wir momentan 46 Grad Celsius und in den Zelten ist es unertra?glich heiß. Auch wenn viel geschafft wurde, bleibt noch unendlich viel zu tun!

Eine Schweizer Stiftung stellte AMPO einen hohen Betrag zur Nothilfe zur Verfu?gung. Viele langja?hrige Freunde der AMPO-Einrichtungen taten das ihrige. Wir danken allen großen und kleinen Spendern im Namen der schwer betroffenen kinderreichen Familien, der Behinderten, der Blinden und Alten. Ihr Segen fließt reich zuru?ck nach Europa.
Dies ist nur ein kurzer Zwischenbericht fu?r alle Freunde, die korrekte Abrechnung aller Spenden wird bis zum 30 November 2009 erfolgen. AMPO konnte mit seinem kompetenten, rein afrikanischen Komitee bislang folgendes erreichen:

1. Betreff Hausbau

In 12 Fa?llen fanden wir zersto?rte Ha?user auf eigenem Terrain vor. Dort konnten wir fu?r 180 Personen einfache Ha?user erstellen. Insgesamt wurden dafu?r ca. 20.000 Euro ausgegeben. In allen Fa?llen waren die Familien Opfer der U?berschwemmungen vom 01.09.2009. Die Bauarbeiten sind fast beendet und die Familien freuen sich schon sehr und sind u?berglu?cklich wieder ein sicheres Zuhause zu haben – diesmal nicht aus Lehm sondern aus Zement.

Familienvater mit 11 Kindern
Familienvater mit 11 Kindern

Dieser Familienvater mit 11 Kindern (3 eigene, 8 angenommene seiner gestorbenen Bru?der) kann wieder lachen. Einen Monat haben alle im Freien geschlafen .Oben steht die Familie auf den Ruinen seines ehemaligen Hauses, unten besichtigt Katrin Rohde das fast fertige Haus – nur die Fenster fehlen noch.

Das fast fertige Haus
Das fast fertige Haus

2. Betreff Sozialfa?lle

Es wurden zahlreiche punktuelle Sozialhilfen geleistet um der schwer betroffenen Bevo?lkerung in Einzelfa?llen zu helfen. AMPO verteilte ca.:

  • 3 Tonnen Reis
  • 3 Tonnen Mais
  • 2000 Decken
  • 1000 Matten
  • Seife, Schulgeld, Hefte etc.
  • 7.000 € wurden in bar verteilt, das meiste davon geht in Transport und Medikamente

Alte Dame in der Zeltstadt
Alte Dame in der Zeltstadt

Alte Frauen sind oft sehr krank und alleine. Bescheiden und auf Knien dankt diese alte Dame in der Zeltstadt Katrin Rohde fu?r den Beitrag zu ihrer Gesundheit. Von den unten gezeigten Decken verteilten wir 2000 Stu?ck. Hier herrscht wahre Armut. Armut heißt nicht nur Hunger, sondern auch Dreck, Ka?lte, Hitze und Krankheit. Nur der Glaube an Gott la?sst die Bevo?lkerung ihre Menschenwu?rde bewahren.

Von den hier gezeigten Decken verteilten wir 2000 Stu?ck
Von den hier gezeigten Decken verteilten wir 2000 Stu?ck

3. Betreff Gesundheit

Der Chef unserer Krankenstation, Major Denis Yameogo, hat noch am Tage des Unglu?cks fu?r 7.000 € Medikamente bestellt um einem nationalen Versorgungsengpass vorzubeugen. Von einem Tag auf den anderen hat sich seine Patientenzahl auf ca. 300 Menschen ta?glich erho?ht! 3.000 € beha?lt er in Reserve, denn schon jetzt sind durch Wasserverseuchung Probleme wie Diphtherie und Cholera in den na?chsten Wochen abzusehen.

Wartende Menschen vor der Krankenstation
Wartende Menschen vor der Krankenstation

4. Kosten

20 Tage lang, waren sechs Personen des Komitees bis jetzt ta?glich unterwegs, um ihr Programm in die Tat umzusetzen. Die Verwaltung von AMPO stellte ihren gesamten Fuhrpark samt Fahrern zur Verfu?gung. Alle Strukturen von AMPO wurden in Anspruch genommen. Drei der sechs Personen im Komitee haben ihre Aufgaben als Direktor wa?hrend dieser Zeit abgegeben und alle sechs Mitglieder haben ihre gesamte Arbeitskraft und Erfahrung in den Dienst fu?r ihr Land gestellt.

  • Benzinkosten: 500 €
  • Telefonkosten: 150 €
  • Verpflegung pro Person: 4,50 € pro Tag, insgesamt fu?r einen Monat fu?r alle zusammen 540 €

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