Projektwoche im Gymnasium Süderelbe

Das Projekt der 6F
Bericht einer Schülerinder 6F

Wie alle 6. Klassen führte auch unsere Klasse die Projektwoche unter der Aufsicht von Frau Troje und Herrn Sorgenfrei durch. Auf die Idee unseres Projektes kamen wir, als Beya im Französischunterricht einen Vortrag über Burkina Faso hielt. Schüler, die schon früher mit den Aufgaben fertig waren, konnten sich einen Artikel aus der französischen GEOlino heraussuchen und ihn der Klasse auf französisch präsentieren. Beya erzählte uns, wie schlecht es den Kindern in Burkina Faso geht und in welchen ärmlichen Verhältnissen sie leben. Samira erwähnte in der Kommentarrunde, dass es eine Organisation gibt, die von der Deutschen Katrin Rohde gegründet worden ist.

Katrin Rohde ermöglicht Straßenkindern eine bessere Zukunft, indem sie Heime gegründet hat, in denen Helfer den Kindern und Frauen weben, sticken und andere nützliche Dinge wie den Ackerbau beibringen. Es gibt auch eine Krankenstation, in der die Leute Medizin und ärztliche Behandlungen von Katrin Rohde bezahlt bekommen, weil sie meistens zu arm für so was sind. Frau Troje schlug darauf vor, dass wir in der Projektwoche ja eine Aktion für Burkina Faso starten könnten. Wir alle fanden diese Idee gut, sodass wir bald darauf unser Programm für die Projektwoche fertig hatten. Am Montag recherchierten wir Informationen über Burkina Faso und erstellten Plakate. Am Dienstag stellten wir Dinge (Briefpapier, Armbänder, etc.) her, die wir Mittwoch am Neugrabener Markt verkauften, und probten Lieder, die wir dort spielen wollten, um Spenden zu sammeln.

Am Mittwoch führten wir einen sozialen Tag, ähnlich dem Girl’s day, durch. Wir konnten gegen einen Lohn, der mit in die Spende einging, Hausarbeiten übernehmen, dem Nachbarn helfen oder auch mit an den Arbeitsplatz der Eltern gehen. Am Donnerstag gingen wir zum Neugrabener Markt und verkauften die Dinge, die wir zuvor gebastelt hatten, machten Musik und gingen mit Spendendosen herum. Am Freitag war eine Vertreterin der Organisation da, an die wir gespendet haben, und nahm unseren Spendenscheck mit einer Spende von 853,50 € entgegen. So hatten wir Spaß und gleichzeitig einer Guten Sache geholfen.

Projektwoche im Gymnasium Süderelbe
Autorin: Gaby von Malottki

Projektwoche im Gymnasium SüderelbeDa ich in Hamburg wohne und durch meinen Besuch im vergangenen Jahr die AMPO – Einrichtungen aus eigener Anschauung kenne, lag es nahe, das der Verein mir als Mitglied des Vereines die Übernahme der Spende des Süderelbe Gymnasiums anvertraute.

Also machte ich mich auf den Weg und wurde durch die Klassensprecherin und eine ihrer Klassenkameradinnen im Sekretariat in Empfang genommen und in die Klasse geführt.

Es war alles vorbereitet: An der Tafel hingen Plakate mit den Recherchen der Schülerinnen und Schüler zu Burkina Faso. 3 Schulranzen und ein selbstgemachter, sorgfältig gemalter Scheck lagen bereit. Die Summe war noch nicht eingetragen.

Zuerst berichtete ich von meinen Eindrücken und Erfahrungen während meiner Reise zu Katrin Rohde und ihren Einrichtungen von AMPO in Ouagadougou. Die Kinder hörten aufmerksam zu und meldeten sich im Anschluss eifrig und stellten interessiert Fragen.

Dann berichteten sie selbst über ihre Projektwoche und waren bei den Schilderungen mit großem Engagement bei der Sache.

Erstaunlich war der Weg auf dem dieses Projekt zustande kam: Eine Schülerin las in einer französischen Geolino-Ausgabe eine Reportage über Schulen und Schulkinder in Burkina Faso und erarbeitete einen Bericht für die Klasse. Einer Mitschülerin fiel daraufhin ein, das ihre Mutter ein Buch von einer Katrin Rohde gelesen hat, in dem es auch um Kinder in Burkina Faso geht und der Lehrerin fiel ein, das sie vor kurzem im Autoradio ein Interview mit Katrin Rohde gehört hat. Da war es dann klar, dass die Klasse den Kindern von AMPO ihre Projektwoche widmen würde.

Besonders beeindruckend war für mich die Offenheit mit der die Kinder bei ihrer Sammelaktion auf der Straße Menschen ansprachen, die ebenso offen und interessiert reagierten. Das, und der Verkauf von u. a. selbstgemachten Armbändern in den Farben von Burkina Faso, schlug sich dann im Endergebnis nieder, wie sich noch zeigen wird.

Dann schritten wir zur Überreichung des Schecks. Aber zuerst musste ich raten, welche Summe wohl zusammengekommen wäre. Nicht zuviel erwartend, meinte ich, dass ich mich über 150 Euro und jeden Cent der darüber hinausginge, rasend freuen würde. Damit hatte ich mich unsterblich blamiert, die Kinder brachen in schallendes Gelächter aus und schrieben nun die Summe auf den Scheck: 853,50 Euro! Und: 50 Euro kommen noch extra. Echt beeindruckt, wie ich war, freuten sich die Kids darüber, meine Vermutung derart übertrumpfen zu können.

Wir haben uns noch gemeinsam den Film angeschaut der auf der Internet-Seite von Sahel steht. Dann gingen wir hoch zufrieden auseinander.

Den provisorischen Scheck, der Übergröße hat, gegen den Regen gut verpackt, habe ich mit mir genommen.
[nggallery id=92]

Beitrag weiterempfehlen