Katrin Rohde ist ein Ashoka Fellow

Nun ist es offiziell, Katrin Rohde ist nach intensiver Prüfung durch die Washingtoner Ashoka Kommission ein anerkannter Ashoka Fellow. Vielleicht mögen Sie es einmal googeln, Katrin Rohde befindet sich in der ehrenwerten Gesellschaft mit 2000 weiteren „Changemakers“ aus 70 Ländern.

„Gerade komme ich zurück von einer viertägigen Konferenz in Paris, zu der ich eingeladen war. Diese Konferenz war hoch arbeitsintensiv und ich konnte an nichts anderes denken, als Afrika vorwärtszubringen. Ich passe da genau hin mit meinen vielen Ideen – und das ist ja selten genug, dass ich irgendwo reinpasse.“

Auf dem Foto sehen Sie mich mit Bill Drayton, dem Gründer von Ashoka - einem älteren Herrn mit viel Charisma und hochprofessioneller vergnügter Arbeitskraft.
Auf dem Foto sehen Sie mich mit Bill Drayton, dem Gründer von Ashoka - einem älteren Herrn mit viel Charisma und hochprofessioneller vergnügter Arbeitskraft.

Auf einer mehrstündigen Sitzung hat sich während dieser Konferenz eine Sonderarbeitsgruppe Afrika gegründet – sie vereint Menschen mit den tollsten Ideen. Unter anderem arbeiten hier ein Belgier, der in Tansania und Mozambique Ratten züchtet, die Tellerminen detektieren, oder eine Uganderin die Gorillas schützt, indem sie der Bevölkerung, die diese isst, die Möglichkeit zu anderem Einkommen verschafft.

Ashoka Fellows nehmen die Probleme anderer in die Hand und entwickeln praktische Modelle, so zum Beispiel:

Einem jungen Mädchen mit 16 wird gesagt, dass sie Krebs hat und sie gründet ein weltweites Netzwerk „girls for girls“, in dem schon zwei Jahre später 45.000 Mädels sich über ihre Probleme austauschen und Lösungen finden. Ein alter türkischer Bauer baut 8 Hektar Weizen biologisch an und gründet eine Lobby, in der sich heute nach vier Jahren 50.000 Bauern in der Türkei biologisch betätigen. Er ist Analphabet und spricht nur türkisch.

Katrin Rohde selbst hat den Preis für die Idee und Ausführung der AMPO Lehrfarm Tondtenga bekommen, die sich zur Aufgabe gemacht hat, der Jugend auf dem Lande eine Chance zu geben, die Landflucht zu verhindern, dem Straßenjungenphänomen entgegenzuwirken und mit den Jungbauern hunderte von kleinen Bio-Farmen einzurichten, deren Nachbarn wiederum diese neuen Gedanken übernehmen.

„Trotz der Ehre bin ich mir sehr klein vorgekommen und ich weiß, dass noch viel Arbeit vor mir liegt. Wir gründen nun einen Ashoka-Radiosender für Gesamtafrika. Hochmotiviert und dankbar sehe ich nach 20 Jahren, dass aus vielen unserer Waisenkinder richtungsweisende junge Menschenwerden, eben solche, mit denen wir eine echte Zukunft haben werden.“

Sehen Sie auch unter http://germany.ashoka.org/welcome-five-new-fellows-ashoka-family

Sabine Duwe
Geschäftsstelle Sahel e.V.
Plön, 25.08.2011

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