Verkehrstraining in Ouagadougou

Pouk Nini Kamba – Öffnet Eure Augen, Kinder

Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Botschaft
Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Botschaft

Auf Initiative von Frau Katrin Rohde hin und in Zusammenarbeit mit Gemeindevertretern, der Polizei und Bildungsverantwortlichen des Stadtviertels Bogodogo, wurde ein Projekt zur Verkehrssicherheit im Bereich der Schulen ins Leben gerufen.

1. Projekt:

1.1 Name des Projektes: PUKI NINI KAMBA (Öffnet die Augen, Kinder!)
1.2 Sitz AMPO, Im Stadtviertel Bogodogo, Ouagadougou
1.3 Problematik der Verkehrssicherheit im Bereich der Schulen:

  • Die in unserer Stadt Ouagadougou vorherrschende Verkehrssituation und die alltäglichen Unfälle motivieren und beschäftigen uns persönlich und gemeinschaftlich. (Statistik der Feuerwehr 2009- 2010).
Schüler halten Flyer hoch
Schüler halten Flyer hoch

1.4 Ziel des Projektes:
Aufklärung der Grundschüler im Stadtviertel Bogodogo, Gemeinde Ouagadougou.
1.5 Kurze konkrete Projektbeschreibung: Es geht darum, Aufklärungsarbeit in den Grundschulen des Stadtteils Bogodogo zur Problematik der Verkehrssicherheit in der Stadt durchzuführen. Die Schulen werden von Bildungsvertretern, den Schulräten, und gut definierten Kriterien ausgewählt. Diese Aktivitäten werden durch AMPO in Zusammenarbeit mit Gemeindepolizisten und denen der Stadtverwaltung Bogodogo durchgeführt. Audio-visuelle Medien, Radiosketche in 8 einheimischen Dialekten, Flyer werden benutzt, um das Verständnis der Kinder in den verschiedenen Schulen zu erleichtern.
1.6 Die Umsetzung des Projektes wird positive Ergebnisse haben:

  • eine umfangreiche Sensibilisierung der Grundschulkinder zur Verkehrssicherheit
  • eine Verminderung der Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern aufgrund von Nichtkenntnis der Verkehrsregeln
  • Das Leben vieler Kinder, die jedes Jahr Opfer von Verkehrsunfällen sind, wird gerettet

2. Themen und Ablauf der Aufklärungsarbeit

2.1. Themen
In Hinblick auf die Zahl der Unfälle an Kreuzungen, die von Schülern auf ihrem Schulweg überquert werden, haben wir als Hauptthemen für unsere Aufklärung folgende Hauptthemen gewählt:
2.2

  • WIE üBERQUERT MAN EINE STRASSE
  • WIE üBERQUERT MAN EINE KREUZUNG
  • WIE VERHäLT MAN SICH AN EINEM KREISVERKEHR
Unterricht mit einem Polizisten
Unterricht mit einem Polizisten

Ablauf der Aktivitäten
Der Aufklärungsunterricht fand hauptsächlich in den Klassenzimmern der verschiedenen, im Vorfeld ausgewählten Grundschulen statt und wurde von zwei Teams, bestehend aus einem Lehrer und einem Polizisten durchgeführt.
Zu Beginn jeden Unterrichts wurde zur Einstimmung ein Sketch zum Verhalten und den Regeln beim überqueren einer Straße angehört.
Die Polizisten erläutern die Definition und den Nutzen einiger Markierungen und Schilder, die man an Kreuzungen und Straßen findet und die Schüler und Fußgänger betreffen.

Danach wird den Schülern an der Tafel demonstriert, wie man sich verhält, um eine Straße und eine Kreuzung zu überqueren. Darauf folgt eine Gesprächsrunde zwischen Lehrern und Schülern, um die verschiedenen angesprochenen Themen zu verinnerlichen. Eine weitere Demonstration einer Straßenüberquerung wird von den Schülern selbst durch einen improvisierten Sketch vorgetragen.
Zum Schluss werden Flyer zur Veranschaulichung der wichtigsten Regeln zur Verkehrssicherheit an die Schüler ausgeteilt.

Anmerkung: Herr SANON von der deutschen Botschaft beehrte uns während des Unterrichts in der Schule „le Château“ im Sektor 29 mit seinem Besuch.

3. Die Hilfsmittel des Unterrichts

Sketch mit Handpuppe
Sketch mit Handpuppe

Die im Unterricht genutzten Hilfsmittel sind unter anderem:

  • ein improvisierter Sketch mit den teilnehmenden Schülern und – veranschaulichende Flyer
  • audio-visuelle Unterstützung

Die verwendete Methode ist die „Mitmach“-Methode.

4. Erhaltene Ergebnisse

Die Aufklärungsarbeit hat im Juni begonnen und wurde in zwei Bezirken der Grundschulbildung im Stadtteil Bogodogo durchgeführt.
Zusammenfassung und Ergebnis:
Anzahl der Unterrichte: 30 Unterrichtsstunden in 18 Klassen
Gesamtzahl der teilnehmenden Schüler: 1352 (darunter 680 Mädchen und 772 Jungen)

5. Herausforderungen

Die hauptsächlichen Herausforderungen waren unter anderem:

  • Der Durchführungszeitraum fiel mit den sozial-politischen Unruhen zusammen, die das Schuljahr unterbrachen.
  • Die Klassenarbeiten des dritten Trimesters

6. Danksagungen

Wir danken allen, die an der Durchführung dieses Aufklärungsprojektes zur Verkehrssicherheit im Bereich der Schulen mitgewirkt haben. Wir benennen:

  • Die deutsche Botschaft
  • Das Bürgermeisteramt von Bogodogo
  • Die städtische Polizei
  • Die ämter für Grundbildung von Ouaga2 und Ouaga4
  • Die Schuldirektoren und die Lehrer der besuchten Klassen für ihren Beitrag an der Durchführung des Projektes.

7. Schlussfolgerung

Das Aufklärungsprojekt zur Verkehrssicherheit im Bereich der Schulen war, trotz einiger organisatorischer Herausforderungen, überzeugend.
Das Ziel des Projektes, sich die Begriffe und Verkehrsregeln einzuprägen, erreichte einen hohen Maßstab, was die Gesamtzahl der unterrichteten Kinder beweist.

[nggallery id=95]

Beitrag weiterempfehlen