Plöner Weltladen spendete den Überschuß

Quelle: der reporter, 27. Februar 2013

Plön (los) 4000 Euro spendet der Plöner Weltladen in diesem Jahr an Projekte zur Förderung von Selbsthilfe. Vertreter der verschiedenen Organisationen, an die die ehrenamtlichen Mitarbeiter den Betrag verteilt haben, stellten in der vergangenen Woche im Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Markt 25 die einzelnen Konzepte vor. „Das Geld kommt eins zu eins an und bewirkt vor Ort wichtige Starthilfen für ein eigenständiges Leben“, hob Elisabeth Zastrow, Plöner Kirchengemeinderat und Gründerin des Weltladens, hervor. Zu jeder „Baustelle“ gebe es den „direkten Draht“, und damit die erforderliche Transparenz. Dabei trage der Verkauf fair gehandelter Waren schon an sich zur Existenzsicherung der Produzenten bei.

Ute Voß als Vertreterin der „Soroti Uganda Hilfe“ (Lütjenburger Kirchengemeinde) freute sich über die Spendensumme von 2150 Euro, die gebündelte Hilfsmaßnahmen der christlichen Gemeinde vor Ort ermöglichen. Hinter dem Jahresprojekt steht die Glücksburger Hilfsorganisation Artefakt, die das „Spendenpaket“ mit einer Verdopplung der Summe fördert. „Artefakt entsendet geschulte Leute, die sich um die auf Selbsthilfe ausgerichtete Ausbildung vor Ort kümmern“, erklärte Voß. Frauen-Selbsthilfegruppen erhielten professionelle Anleitungen zum vorausschauenden Wirtschaften, Vermarkten und Verwalten, Handwerkliche Kenntnisse vom Stricken über nachhaltige Anbaumethoden bis hin zum Bau eines Backofens, sowie Materialspenden wie Wolle als Startvoraussetzung einer eigenen Produktion.

Ein ähnliches Ziel verfolgt der „Mehrgenerationenhof“ des AMPO-Projekts in Burkina Faso. Die Fraueneinrichtung erhält eine Spende in Höhe von 350 Euro. Die Geschäftsführerin des unterstützenden Sahel Vereins Sabine Duwe skizzierte das Konzept von „Emma Yiri“: So lebten derzeit 16 auszubildende junge Mädchen aus mittellosen Familien und 8 ältere Damen in Gemeinschaft mit Erziehern und Fachkräften auf der Farm. „Traditionell glauben die Leute eher an eine Verheiratung als gute Lebenslösung, weshalb Töchter oft keine Aussicht auf Bildung und Selbständigkeit haben“, verdeutlichte Duwe. Auf Basis der kompakten Schulung, gestützt vom traditionellen Wissen der „Omi“-Generation, würden die Mädchen zukünftig für sich selbst sorgen können. AMPO wurde von der früheren Plöner Buchhändlerin Katrin Rohde angeschoben.

500 Euro würden in die „Kinderhilfe Nias“ (Indonesien) fließen und ein Waisenhaus unterstützen, informierte Elisabeth Zastrow im Pressegespräch. Denn insbesondere nach dem Tsunami 2004 seien viele Kinder elternlos geworden.

Der Verein „Mobile Hilfe Madagaskar“ erhält 1000 Euro vom Plöner Weltladen. Elke Bösche, ehrenamtliche Mitarbeiterin, stellte den von Tanja und Gerd Hock neu eingerichteten Krankenservice vor. Der basiere auf einer festen Krankenstation, Rettungswagen, Zahnarzt- und Hebammenmobil. Vor allem aber auf einem Ultraleichtflugzeug, das ärztliche Hilfe von oben beschere, denn die Insel sei allgemein schwer zugänglich. Zudem werde das Anlernen eines madagassischen Mitarbeiterstamms unterstützt.

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