AMPO Abschiedsfeier 2013

Für 20 Mädchen und 10 Jungen begann am Samstag den 13. Juli 2013 ein neuer wichtiger Lebensabschnitt, für sie hieß es Abschied nehmen von ihren Brüdern, Schwestern und Erziehern – kurz: ihrer AMPO Familie. Ihre Zukunft müssen die Kinder nun selbst in die Hand nehmen, sei es als Schneiderin, als Automechaniker oder als Student an der Universität. Ein Jahr lang noch werden alle Abgänger von AMPO ernährt und behütet, nun aber außerhalb des Waisenhauses. Trotz aller Zuversicht und der schönen Abschiedsgeschenke war es ein emotionaler und tränenreicher Abschied, so viel geweint wurde bei AMPO schon lange nicht mehr.

Gleichzeitig feierte das Haus MIA an diesem Tag sein 10-jähriges Jubiläum, ein guter Grund für den Leiter des Hauses, Nana Souleymane, um frischen Mutes in die Zukunft zu blicken. Die 10 Mädchen des Hauses MIA, die, ursprünglich aus den schrecklichsten Verhältnissen kommend, bei AMPO eine Zuflucht suchten, wurden an diesem Tag als selbstbewusste Frauen in das Leben entlassen, eine schöner und strahlender als die andere.

Gerade als die Zeremonie ihrem Ende zuging, stand plötzlich ein junger burkinabé Soldat im Innenhof von AMPO. In dem Moment, als Katrin Rohde erkannte, um wen es sich dabei handelte, war es mit ihrer Fassung endgültig vorüber: Aziz, einer ihrer ersten AMPO Waisenjungen, nutzte seinen Heimaturlaub aus dem Krieg in Mali, um als erstes seine deutsche Maman zu umarmen (die einzige die er seit vielen Jahren hat) und seine kleinen Brüdern und Schwestern zu begrüßen.

Ein junger selbstbewusster Mann ist aus ihm geworden, der heute – Dank AMPO und Dank Ihnen – Burkina Faso gegen die islamistischen Rebellen aus dem Mali verteidigt: Managré Nooma – das Gute geht nie verloren.

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