Ausschreitungen bei Protesten in Burkina Faso

„Burkina Fasos Langzeitpräsident Blaise Compaoré will sich durch eine Verfassungsänderung den Verbleib im Amt sichern. Die Bevölkerung des armen westafrikanischen Landes will das nicht hinnehmen. In der Hauptstadt Ouagadougou schlugen die zunächst friedlichen Proteste in Gewalt um. Am Rande einer Massendemonstration lieferten sich hunderte Demonstranten Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften. Die Polizei setzte Tränengas gegen Demonstranten ein, die offenbar versucht hatten, vor das Parlamentsgebäude zu gelangen.“ (Quelle: DW Online http://dw.de/p/1DdKA)

„Ouagadougou – Bei Protesten gegen eine geplante Verfassungsänderung in Burkina Faso haben sich Demonstranten und Sicherheitskräfte Straßenschlachten geliefert. Zehntausende Menschen gingen auf die Straße. Dabei flogen Steine auf Polizisten, die ihrerseits mit Tränengas gegen die vorwiegend jugendlichen Demonstranten vorgingen. (…) Die Proteste in dem bitterarmen westafrikanischen Land erreichten im Laufe des Dienstags enorme Ausmaße: Die Opposition sprach von einer Million Teilnehmern bei Protesten in Ouagadougou. Die Polizei versuchte, die Massen vom Parlament fernzuhalten. Wegen der Proteste sind die Schulen und Universitäten im ganzen Land für eine Woche geschlossen.“ (Quelle: Spiegel online, 28.10.2014)

Lesen Sie hier den gesamten Artikel auf Spiegel Online.

„Politischer Dialog gescheitert:
Unter jedwedem Vorwand versuche der Präsident ein Referendum durchzusetzen, so lautet die Schlussfolgerung des enttäuschten Oppositionsführers Zéphirin Diabre am 6. Oktober nach dem Scheitern der Gespräche zwischen Regierungsvertretern und Oppositionsführern, einberufen von Präsident Blaise Compaoré. Der Präsident betonte zuvor, dass er in Punkten, in denen kein Einvernehmen bestehe, von seinen Vorrechten Gebrauch machen müsse, um die Funktion des Staates aufrecht zu halten. Damit hat er den Sinn seiner Initiative, den politischen Dialog, bereits verfehlt, meint Diabre. Denn Fragen, über die es kein Einvernehmen gibt, blieben bestehen. Die Opposition bekräftigte erneut ihr Nein zu einem Referendum und zur Änderung des Art. 37, dem zufolge Blaise Compaoré 2015 nicht mehr zum Präsidenten gewählt werden kann.“ (Quelle: Newsletter Nr.27 der Deutsch-Burkinischen-Freundschaftsgesellschaft)

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