Gefährlich: Abflussgräben führen den Müll einer Millionenstadt

k640_kinder-007DANKE an die Bürger von Bad Emstal:

Eine jahrzehntelange Freundschaft verbindet die Emstalerin Christine Labudda und Katrin Rohde, die in Burkina Faso seit 21 Jahren Hilfsorganisationen, vornehmlich für Kinder und Frauen, betreibt.

Genauso lange wissen alle Mitbürger dieser Stadt von der Sammelleidenschaft, die Frau Labudda für afrikanische Waisenkinder entwickelt hat. Schon 400 Nähmaschinen gingen von Bad Emstal auf die Reise nach Westafrika, medizinisches Gerät und hunderte, bald tausende von liebevoll gestrickten Decken für Babys in den Krankenhäusern.
Diese einmalige Hilfsbereitschaft macht auch vor Bargeld nicht halt!

Frau Labudda verkauft ehrenamtlich Kuchen und Schokolade für ihre Schützlinge. So kommt es vor, dass ihr dabei Geldscheine zugesteckt werden von vielen Mitbürgern aus Bad Emstal, die ebenso mithelfen wollen und die die Verlässlichkeit der Projekte von Katrin Rohde kennen.

(Bilder: Eine gefährliche Mischung aus Müll und Dreck fließt durch die tiefen Abflussgräben in Ouagadougou. Während der Regenzeit verstopfen die Gräben und laufen über. Immer wieder ereignen sich dramatische Unfälle, weil Kinder in die offenen Gräben fallen. Aber kaum jemand kann in dem Binnenstaat Burkina Faso schwimmen!)

k640_am-11-2-16-008Und so kam es, dass Christine Labudda bei ihrem diesjährigen Besuch der Waisenhäuser in Burkina Faso einfach 3.600 Euro aus der Tasche zog: gespendetes Geld aus Bad Emstal!

Das dringendste Anliegen waren Kanaldeckel – nach dem Bau einer großen Straße direkt neben den Waisenhäusern lagen die Abzugsgräben offen da. Wir wollen lieber nicht wissen, was darin alles herumschwimmt und modert. Der ganze schmierige Dreck einer 2-Millionenstadt zieht natürlich hunderttausende von Moskitos an und diese übertragen die gefährlichste und tödlichste Art der Malaria. Die Kinder in den Einrichtungen leiden beständig darunter – eine große Gefahr für das Leben der Kinder.

Das Emstaler Geld wurde gut verplant: 128 Meter Betonplatten wurden hergestellt, stahlverstärkt und auf den Gräben verlegt, so dass und nun alle Gräben abgedeckt sind.

Die Kinder sind nun sicherer, alle Erzieher glücklich darüber, und Katrin Rohde am allermeisten – eine Verantwortung weniger für sie.

Vielen Dank, liebe Christine Labudda, und vielen Dank allen beispielhaften Bürgern aus Bad Emstal!

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