Aktuelles aus den Projekten von AMPO

P.P.Filles Beratungszentrum und Direkthilfe für sozial benachteiligte Frauen

Frau OUEDRAOGO Hedwige, Direktorin von AMPO/P.P.FILLES berichtet:

beispiel

Assèta kam zu P.P.FILLES und bat um Hilfe für ihren Sohn, ihre Mutter und sich selbst. Assèta ist 44 Jahre alt und hat einen zehnjährigen Sohn. Vor vier Jahren hat ihr Mann sie verstossen, weil sie zwei Monate lang am Bett ihrer kranken Mutter gewacht hat. Seither bekommt sie keinerlei Hilfe von ihrem Mann, nicht einmal für den gemeinsamen Sohn. Wegen ihrer Behinderung kann sie keine Einkommen schaffende Tätigkeit ausüben und lebt mit ihrem Sohn bei ihrer Mutter in einer zerfallenen Wohnung. Die Mutter ist ebenfalls körperlich beeinträchtigt. Ihr Sohn geht zur Schule aber seine Schulergebnisse sind nicht so gut, denn er bekommt nicht genügend zu essen. Auch die weiteren Familienmitglieder helfen ihnen kaum. Ab und zu geben ihnen Nachbarn zu Essen aber manchmal essen sie den ganzen Tag lang nichts.

Die Sozialstation wird sich um Asséta und ihre kleine Familie kümmern. Fällen wie diesen nimmt sich das Zentrum täglich an. Zunächst wird sich um eine grundlegende Versorung gekümmert. Langfristig soll den Frauen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden, in dem sie zum Beispiel einen Rollstuhl ⇑ erhalten, um so selbstständig für den finanziellen Unterhalt zu sorgen. Oder sie werden in eine Mikrokreditgruppe ⇑ aufgenommen und können mit einem geringen Startkapital ein eigenes Gewerbe aufbauen.

Haus Linda – Projekt für unterernährte Babies und ihre Mütter

linda-vorher-nachherDiese verzweifelte Mutter wandte sich an das Team von Haus Linda ⇑: Hier werden unterernährte Kinder mit speziellem, besonders nahrhaftem Brei versorgt, bis ihre körperliche Entwicklung altersgemäß ist. Die Mütter, die oft stark entkräftet sind, werden mit hochkalorischer Nahrung versorgt. Bei regelmäßigen Treffen erfahren die Mütter, wie sie selbst Brei mit einheimischen und erschwinglichen Nahrungsmitteln zubereiten können. Bei Hausbesuchen wird gezeigt, wie man Wasser durch Sand filtert, wie aus natürlichen und vorhandenen Mitteln wie Baumrinden und Blättern eigene Medizin hergestellt werden kann. So lernen alle Nachbarinnen gleich mit und das Wissen wird von Mutter zu Mutter weiter gegeben.

AMPO-Ausbildungsförderung

img-20160422-wa0000In die Zukunft von Kindern zu investieren, ist stets ein langjähriger Weg, an dessen Ende wir mit Staunen feststellen, wie sehr sich diese Ausdauer und Geduld auszahlt. Die Entwicklung der Kinder in den Waisenhäusern bestätigt immer wieder, den Sinn dieser langfristig angelegten Projekte von AMPO. Sicherheit, Geborgenheit und Förderung über die gesamte Kinheit hinweg schaffen die Grundlage und Chance für eine eigenständige und selbstbestimmte Zukunft.

Rasmata lebte viele Jahre im Mädchenwaisenhaus von AMPO, machte 2012 ihr Abitur und absolvierte nun erfolgreich ihre Prüfung zur Vorabeiterin im Bauwesen! Sie studiert an der Universität in Tunis und auf ihrem Weg zur Ingenieurin wird die AMPO-Ausbildungsförderung sie weiterhin finanziell unterstützen.

Momentan wird für 42 junge Menschen eine berufliche Ausbildung realisiert – Wir hoffen auf ihre Mithilfe! Mit einem selbst gewählten regelmäßigen Betrag können Sie die Kosten der beruflichen oder schulischen Ausbildung komplett oder teilweise übernehmen. Diese Ausbildungspatenschaft besteht während der Ausbildungszeit des Jugendlichen für ca. 3-5 Jahre.

Für weitere Informationen oder konkretes Interesse an einer Ausbildungspatenschaft nutzen Sie bitte das Kontaktformular.

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