Lange Tradition: das große AMPO-Weihnachtsfest

15941208_1553573184656360_481170162755777329_nUrsprünglich von Katrin Rohde begonnen und organisiert, hat sich das große AMPO-Weihnachtsfest zu einer festen und langjährigen Tradition entwickelt. Die Kinder unterstützten die Direktoren tatkräftig bei der Vorbereitung mit selbstgebastelten Dekorationen und beim Anbringen des Weihnachtsschmuckes – wie es in einer Familie eben üblich ist. Wie in jedem Jahr wurden Verwandte und Freunde eingeladen, auch alle Mädchen aus dem Haus MIA-ALMA mit ihren Kindern feierten gemeinsam in der großen Runde das Weihnachtsfest. Es wurde gut gegessen, viel getanzt und noch mehr gelacht. Der Höhepunkt des Abends war, wie immer, der Weihnachtsmann, der die vielen schönen Geschenke brachte.

Dabei spielt es übrigens keine große Rolle, ob die Kinder einen christlichen oder muslimischen Hintergrund haben.

Ein typisches Sprichwort in Burkina Faso lautet: „Gott ist wie Wasser – es ist egal, ob Du es aus einem Glas oder einer Tasse trinkst.“ Und genauso wird es in diesem Land und bei AMPO gelebt!

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Zum ersten Mal seit vielen Jahren verbrachte Katrin Rohde nicht mit ihren Kindern in Burkina Faso sondern mit ihrer Familie in Deutschland die Feiertage. In den ersten Tagen des neuen Jahres zog es Katrin Rohde jedoch wieder zu ihren Schützlingen nach Burkina Faso:

jahreswechsel-2016-12-17-010Eine besondere Überraschung erwartete mich in unserem Restaurant. Ein paar meiner ehemaligen AMPO-Waisenjungen wollten mich zu einer Runde einladen, nur so für eine Viertelstunde. Wie nett! Ich freute mich, aber es wurden drei Stunden daraus. Warum? Als ich um die Ecke bog, erwarteten mich 49 Jungen stehend mit Applaus! Sie hatten sich abgesprochen und zusammengelegt, um mich einzuladen. Sie hatten unsere beiden Kleinsten aus dem Waisenhaus dazu geholt und diese überreichten mir eine Urkunde, unterschrieben von allen, mit den Worten: „Nur wenige Menschen auf der Welt haben das Glück, eine so gute Mutter wie mich zu haben, dafür werden sie mir ewig dankbar sein und für mich beten.“ Ich musste mich vor Rührung erstmal umdrehen, denn in Burkina Faso weint man nicht vor anderen Menschen. Nachdem ich mich dann zusammengenommen hatte, wurde es ein sehr fröhlicher Abend, denn einige dieser Jungen sehe ich oft, andere hatte ich drei oder sogar fünf Jahre nicht gesehen – naja, die zweite Runde ging natürlich auf mich!

 

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