Große Erfolge in der deutschen Botschaft!

Im AMPO-Restaurant MUM DUNIA in Ouagadougou
Katrin Rohde berichtet:

Wie viele wissen, ist das AMPO-Restaurant ebenfalls auch ein Lehrbetrieb für Köchinnen, Serviererinnen und Hausmädchen. Unser Restaurant „Mam Dunia“ erfreut sich großer Beliebtheit und in der Regel haben wir in guten Monaten gerne so zwischen 700 bis 1000 Besucher im Monat. Unsere Küche ist sehr lecker und wir sind gerühmt für unsere Sauberkeit. Jedes Mädchen dort muss regelmäßig zur Gesundheitskontrolle, die Ausweise dazu hängen wir gerahmt an die Wand! Bei der letzten Kontrolle des Hygieneministeriums gab es nicht eine einzige Beanstandung (dies ist selbst in Deutschland ungewöhnlich), während zwei andere Restaurants in unserem Stadtviertel schließen mussten. Wir sind stolz!

Dies alles führte dazu, dass die Deutsche Botschaft uns fragte, ob wir das diesjährige Catering zum Fest des 3. Oktobers in der Residenz des Botschafters übernehmen würden. Mit 350 bis 400 Besuchern, meist Diplomaten und Minister und natürlich der deutsche Community ist dies dort das größte auszurichtende Fest und wurde in diesem Jahr Ende Oktober nachgefeiert.

Oha! Schreck und Ehre! Tagelange Beratungen gingen nun los, Einkäufe, Probeessen und Lieferpläne. Wir suchten 25 Mädchen zur Bedienung aus. Dazu brauchten wir noch zwei Männer am Grill und jeweils drei an den Bars und Bierbars, ganz abgesehen von den Fahrern, Zulieferern und am allerwichtigsten: Zehn Mädchen in unserer eigenen Küche zur tagelangen Vorbereitung und dann vier für die Residenz selbst und zwei zum Anrichten der Platten.

Gott sei Dank fanden wir einen Stapel von altrosa Tischdecken, die uns einmal ein Hotel vermacht hatte. Daraus wurden die Tablettuntersetzer genäht, die Hauben für die Bedienungen und ihre Handservietten – siehe Foto! Was ist an AMPO so gut? Dass wir alles zur Hand haben: Zwei unserer Schneidereien befinden sich direkt neben unserem Restaurant. Das war also schnell erledigt.

Lange Listen wurden abgearbeitet, von Flaschenöffnern bis zu Aschenbechern, von Servierplatten bis zu Gläsern, Zangen, Eisbehältern und Servietten. Gott sei Dank ist unser Seni, der Leiter des Restaurants, ein richtig cooler Typ. Bei AMPO als Vollwaise groß geworden, hat er anschließend sechs Jahre lang in der Gastronomie von Ouagadougou gearbeitet. Und wir richten seit 23 Jahren unsere Weihnachtsfeier mit Hilfe der Mädchen aus: In den letzten Jahren immer für ca. 600 Kinder und Gäste. Trotzdem gab es noch Treffen zum Thema: Wie halte ich ein Biertablett mit 8 Gläsern in einer Menge von 300 Menschen fest? Alles wurde geübt, denn wenn es losgeht, dann geht es richtig ab!

Und so hatten wir einen glänzenden Erfolg ohne eine einzige Panne und mit einem guten Gewinn, der den Waisenhäusern zugutekommt. Was es zu essen gab? Unter anderen 7 verschiedene Fingerfoods von Minipizzen und Zwiebelkuchen über kleine Frikadellen mit spezieller Sauce und Grissini, 1700 Grillspieße (Filet, Fisch und Gemüse), vier verschiedene Nachtische von Crepe Suzette mit Guavenkonfitüre über Mangotarte zu Guglhupf und diversen anderen feinen Dingen.

Unsere Großen überlegen nun, ob sie eine eigene Caterfirma aufmachen wollen – will jemand von Ihnen in dieses Start-up einsteigen… ???

Es war ein herrlicher Abend und dazu sangen auch noch unsere AMPO-Kinder die deutsche Nationalhymne auf Deutsch – nun schon eine Tradition seit 4 Jahren. Unsere AMPO-Kinder und Jugendlichen haben dies alles alleine geschafft, ausschließlich Afrikaner/innen, ohne mich, ohne Andrea Reikat, denn wir waren alle beide in Europa. In einer Nachbesprechung sagte der neue deutsche Botschafter, dass alles perfekt gewesen wäre. So ein schöner Erfolg für unseren Ruf für ganz AMPO!

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