Container, Tischkicker und Mikrokredite – Neues aus den Projekten

Auf unseren Socialmedia-Kanälen (Facebook und Instagram) berichten wir regelmäßig über die täglichen Aktivitäten vor Ort und veröffentlichen kleine Anekdoten aus den Projekten. Sollten Sie keinen Zugang zu diesen Medien haben, fassen wir die Ereignisse regelmäßig auf unserer Webseite zusammen. Hier ein Rückblick auf die vergangenen Wochen:

Waisenhaus für Jungen

In unserem Container, der draußen vor der großen Mauer des Jungswaisenhauses von AMPO steht, wird vieles gelagert: erhaltene Sachspenden, Werkzeuge, viele gestrickte Decken, diverse Artikel für alle Projekte.

Er steht direkt neben dem Eingangstor und ist ein wenig unser Aushängeschild – und er brauchte eine dringende Erneuerung! Mit Hilfe einer Praktikantin und mit großem Eifer und einer korrekten Planung sieht er nun so aus wie hier gezeigt. Voller Freude waren die Kinder dabei, denn hier werden unter anderem für eine kleine Zeit auch ihre von den Paten gesendeten Weihnachtsgeschenke aufbewahrt. Die müssen ja wohl einen ehrenvollen Rahmen haben!


Waisenhaus für Mädchen

Im September 2018 hat AMPO im Mädchenwaisenhaus besonders viele jüngere Mädchen aufgenommen. Jedes von ihnen hat einen besonderen Charme, man kann sie nur lieben.

   

Kaum von der Schule zurückgekommen, fliegen die Schultaschen weg, es ist Zeit zu spielen. Den ganzen Tag wurde in der Schule fleißig gelernt. Nun heißt es erst einmal, Dampf abzulassen und ein Kind zu sein. Während also einige schaukeln, spielen andere Himmel und Hölle, Bock- oder Seilspringen, und sogar Tischfußball. Bis die Erzieher*innen ankündigen, dass es Zeit ist zu duschen, zu beten, Abend zu essen und erneut für die Schule zu lernen. Diese spielerische Beschäftigung stellt einen wichtigen Entwicklungsfaktor dar und erfüllt ein wichtiges emotionales, physisches, intellektuelles und soziales Bedürfnis. Im ganzen Mädchenwaisenhaus liegen immer Kinderlachen und Kicheranfälle in der Luft!


Frauenberatungszentrum P.P.Filles

Die Mikrokredit-Abteilung des Frauenberatungszentrums hat von langjährigen Unterstützerin und AMPO-Freundin eine Zuwendung in Höhe von 2.858 € bekommen. Fünfzehn Frauengruppen, also 75 Frauen insgesamt, erhielten dadurch einen Mikrokredit von 38 €, um ein kleines Geschäft anzufangen. Alle diese Frauen leben in schwierigen Situationen in den Vororten von der Hauptstadt Ouagadougou.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Gebern, die diesen Frauen die Möglichkeit geben, eine finanzielle Selbstständigkeit zu erlangen.


Mädchenhaus Mia-Alma

Wir freuen uns Euch diese beiden fleißigen Mädchen vorzustellen: Mariam und Yvette, ehemalige Bewohnerinnen aus dem Heim für verstoßene Mädchen Mia-Alma. Sie blieben beide jeweils zwei und drei Jahre bei uns. In dieser Zeit halfen wir ihnen, ein neues Leben anzufangen. Heute freuen wir uns ganz besonders, das Ergebniss zu sehen:

Vor zwei Jahren haben die beiden die Einrichtung Mia-Alma verlassen, wurden aber weiter in ihrer Ausbildung unterstützt. Nun haben beide die Prüfung zur Grundschullehrerin bestanden. Wie stolz sind wir alle!

Wir bedanken uns bei den Gebern, die uns helfen, anderen bedürftigen und meist hoffnungslosen Menschen zu helfen.


Aus der Krankenstation

Bei unseren täglichen Konsultationen lernten wir Raïssa, 23 Jahre alt, Mutter von 2 Kindern kennen. Sie kam nicht um sich behandeln zu lassen, sondern um ihre Kinder bei uns auszusetzen. Sie konnte sie einfach nicht ernähren! Wie schrecklich. Im Gespräch mit ihr, erfuhren wir, dass sie an AIDS erkrankt ist.

Daraufhin erzählt sie ihre ganze Geschichte: Nachdem sie ihre Mutter verloren hat, lebte sie im Haus ihres Vaters mit ihrer Stiefmutter und ihren 5 anderen Brüdern. Sie hat die Schule abgebrochen, um sich um ihre Brüder zu kümmern. Sehr früh heiratete Raïssa, um dem Elend zu entkommen, in dem ihr Vater lebte. Sie war zunächst glücklich in ihrer Ehe bis während einer medizinischen Untersuchungen zu Beginn ihrer zweiten Schwangerschaft die Krankheit entdeckt worde.

Das Leben wurde dann für Raïssa schwierig, da ihr Mann die Nachricht von ihrer Krankheit nicht ertragen konnte. Er schlug sie trotz ihrer Schwangerschaft, bis sie ihr Baby unter diesen harten Bedingungen zur Welt brachte. Nach der Geburt schlug er sie weiter und drohte ihr mit dem Tod; so floh sie mit ihren Kindern und ging zu ihrem Vater. Ihre Stiefmutter verweigerte ihr jedoch den Zugang zum Haus. So verbrachte sie zwei Tage auf der Straße mit ihren zwei Kindern. Dies konnte sie aber nicht länger ertragen und beschloss, ihre Kinder AMPO zu überlassen, wo sie sicher war, dass sie überleben würden.

 

Die Mitarbeiter der Krankenstation waren von ihrer Geschichte sehr berührt und entschieden, ihr zu helfen. Sie wurde zunächst für einige Tage in der AMPO- REHA-Station untergebracht, erhielt Pflege, Milch für das Neugeborene und wurde psychisch stabilisiert.

Unser Team verschaffte ihr einen Platz im medizinischen Zentrum von Bogodogo zu kommen, wo sie Medikamente für ihre Behandlung erhält. Außerdem haben sie Schritte bei der Familie ihres Vaters unternommen, damit sie sich wieder eingliedern kann. Eine Tante hat akzeptierte, Raïssa mit ihren Kindern aufzunehmen.

Heute sind Raïssa und ihre Kinder glücklich: Mit einem Mikrokredit, den sie bei AMPO bekommen hat, betreibt sie ein kleines Geschäft am Straßenrand. Sie trifft sich einmal im Monat bei AMPO mit den 49 anderen Frauen, die mit AIDS leben. Raïssa dankt den Krankenschwestern in der Klinik sowie allen Spendern bei AMPO.

 

 

Damit wir Menschen wie Raïssa, Mariam, Yvette und den vielen Kindern und Begünstigten, die täglich an unsere Türen klopfen weiterhin helfen können, benötigen wir Ihre Unterstütung.

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