Geschichten aus unseren Projekten

Auf unseren Socialmedia-Kanälen (Facebook und Instagram) berichten wir regelmäßig über die täglichen Aktivitäten vor Ort und veröffentlichen kleine Anekdoten aus den Projekten. Sollten Sie keinen Zugang zu diesen Medien haben, fassen wir die Ereignisse regelmäßig auf unserer Webseite zusammen. Hier ein Rückblick auf die vergangenen Wochen:

 

 

Waisenhaus für Jungen

Wir legen viel Wert auf die Hygiene im Jungenwaisenhaus; und dazu gehört das Wäschewaschen. Die Erzieher*Innen achten darauf, dass alle Kinder immer saubere Kleidung haben. Sie bringen den Kindern bei, wie man mit Wasser,  Seife und ein bisschen Muskeleinsatz saubere Wäsche bekommt. Waschmaschinen haben wir eben nicht!

Zu Beginn helfen die Großen immer sehr gutmütig den Kleinen, denn es heißt hier: alles muss blitzblank sein und gut riechen!!

 

 


Waisenhaus für Mädchen

Der Monat Mai war der Ramadan-Monat, die jährliche Fastenzeit, diesmal vom  5. Mai bis zum  4. Juni. Aktuell sind von unseren 60 Mädchen 28 Musliminnen, die täglich die Möglichkeit haben in unserer kleinen Moschee zu beten.

Schon um 4 Uhr stehen die Mädels auf, um zu frühstücken; denn nach 4:20 Uhr bis zum Fastenbrechen, also gegen 18:30 Uhr, darf weder gegessen noch getrunken werden. Das Fastenbrechen ist ein Anlass zur  Freude, die Kinder teilen sich Datteln, Säfte, frisches Wasser und Früchte. Es wird so viel gegessen, dass wir uns manchmal fragen, ob sie davon nicht krank werden! Danach wird gemeinsam mit den Jungen in der Moschee mit dem Imam gebetet.

Am Tag des Festes trugen die Kinder ihre schönsten Kleider, die für diesen Anlass gekauft wurden, und gehen in Begleitung ihrer Erzieher*Innen zum großen Gebet. Dafür fahren wir normalerweise alle in die Stadt, wo dann zehntausende gemeinsam beten.  Dieses Jahr haben die Kinder aus Sicherheitsgründen das Aïd El Fitr (Gebet) mit anderen Musliminnen und Muslimen im benachbarten Schulhof von Dagnoen gebetet. Nach dem Gebet haben alle Kinder zusammen gegessen und das traditionelle Schaf gegessen, die Christen mit ihren muslimischen Geschwistern.


Frauenberatungszentrum

 

Eine der Aktivitäten der Mikrokreditabteilung ist die Betreuung der Begünstigten. Die Mikrokreditmitarbeiter besuchen regelmäßig die Frauen an ihren Arbeitsplätzen um:

–       zu prüfen, dass die Frauen tatsächlich die bei den Gruppen- und Einzelgespräche besprochenen einkommensbringenden Aktivitäten ausüben.

–       die Entwicklung ihrer Tätigkeiten einzuschätzen,

–       Eventuell Ratschläge geben, damit die Aktivitäten so laufen wie gewünscht.

Dürfen wir Frau Fati Yankini vorstellen? Nach dem Tod ihres Mannes verkaufte Frau Yankini Erdnüsse, um einigermassen für ihre Kinder zu sorgen. Ihr Leben war schwierig. Sie hat dann einen Mikrokredit bekommen, und jetzt betreibt sie eine kleine Garküche. Dank dieser Tätigkeit trägt sie die Schulgelder ihrer beiden Kinder und ihre Miete nun selbst!

Und dies ist  Frau Assana Bebane: Bevor sie den Kredit bekam, hat sie Soumbala (eine burkinisches Gewürzmischung)  mit anderen Frauen hergestellt. Jetzt, nachdem sie diese finanzielle Unterstützung bekommen hat, produziert sie ihr Soumbala selbst und macht mehr Gewinn.

 


Mädchenhaus MIA-ALMA

Unsere kleinen Kinder mögen Musik. Immer wenn ihre Mütter die Trommeln schlagen, versuchen sie mit ihren kleinen Händen mitzuspielen. Irgendwann haben wir entschieden, einen kleinen Trommel-Unterricht für sie zu starten. Uns ist es wichtig, dass die Kinder die lokalen Musikinstrumente spielen, denn so wird unsere traditionelle Musik bestehen. Es ist immer eine Freude sie spielen zusehen, sehr konzentriert  versuchen sie den Anweisungen zu folgen. Na, wir spielen nun so schön, wer tanzt denn  jetzt? Mütter, kommt!


Krankenstation

Ouédraogo Antoine 14. Halbwaise

Während einer der vielen Reisen in Dörfer, um Rollstühle/Dreiräder zu reparieren und Ersatzteile zu verkaufen, hat das Team von Handicap Mobile einen Jungen getroffen, der dringend Hilfe brauchte. Als das Team von Handicap Mobile in Nanoro (ca. 90 kmnordwestlich von Ouagadougou), dem Dorf von Antoine, ankam, wendete sich die Mutter von Antoine an Edouard, um ein Dreirad für ihr Kind zu bitten.

Bei seinen Untersuchungen stellte Edouard (der Verantwortliche vom Handicap Mobile) fest, dass Antoine mehr medizinische Hilfe benötigte als ein Dreirad. Eine infizierte Schwellung in Antoines rechtem Bein hinderte ihn daran, sich zu bewegen. Edouard schlug der Mutter von Antoine vor, ihn in die Krankenstation von AMPO zu bringen. Das Team der Krankenstation hat festgestellt, dass der Fall schon sehr fortgeschritten war; denn zusätzlich zu der infizierten Schwellung in seinem Bein war Antoine blutarm und unterernährt. Ohne Verwandte in Ouagadougou, die Antoine und seine Mutter unterbringen könnten,wurden denbeiden eine Unterkunft in unserer segensreichen REHA zur Verfügung gestellt, wo Antoine direkt neben der AMPO-Krankenstation und den spezialisierten Pflegeeinrichtungen der Stadt für seine Behandlung wohnen konnte.

Antoine erhielt erste Hilfe in der Ampo-Krankenstation und eine Woche lang taten die Krankenschwestern ihr Bestes, um Antoines Wunde zu säubern und seinen Allgemeinzustand zu verbessern, bevor sie ihn an das Kinderkrankenhaus Charles de Gaulles verwiesen.

Dank Ampo-Kits konnte Antoine einen kompetetnten Chirurgen finden. Eine Beinamputation wurde entschieden und durchgeführt.

Heute wird Antoines Gesundheitszustand immer besser; die Behandlung seiner Wunde wird von der AMPO-Krankenstation gemacht. Seine Mutter und er warten auf eine komplette Genesung, bevor sie in ihr Dorf zurückkehren. Antoine ist fröhlich, seine Mutter ist sehr glücklich.

Wir danken allen, die das Leben von Antoine gerettet haben:

  • Sahel e.V. dafür, dass er die Aktivitäten von Handicap Mobile ermöglicht, die zur Entdeckung von Antoines Fall geführt haben,
  • Der Familie Lutz für die Unterbringung und Verpflegung von Antoine und seiner Mutter in der REHA,
  • AHK BERLIN, das Mittel für die Aktivitäten der Krankenstation bereitstellt, und somit Antoine erste medizinische Hilfe bekommen konnte,
  • Ampo-Kits für die Zusatzuntersuchungen, die Übernahme der Behandlungskosten von Antoine im Kinderkrankenhaus Charles de Gaulles.

Euer Gutes ist nicht verloren gegangen!!!

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