Burkina Faso liegt in Westafrika und unterhalb des Nigerbogens im Westen des Sudans und hat im Norden Anteil am Sahel. Nordwestliches Nachbarland ist Mali, im Osten grenzt Burkina Faso an Niger, im Süden an Côte d’Ivoire, Ghana, Togo und Benin.

Etwas kleiner als Deutschland, ist es in erster Linie ein Land der Bauern und Hirten und gehörte schon immer zu den ärmsten Ländern der Welt. Von Juni bis Oktober herrscht Regenzeit, in der restlichen Zeit des Jahres wird das Klima überwiegend durch die Trockenzeit bestimmt. Der heiße Wüstenwind Harmattan bläst unablässig Staub in Richtung Süden. Mehr als 80 Prozent der burkinischen Erwerbstätigen sind im primären Sektor (Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei) beschäftigt, wodurch sie direkt von den Klimabedingungen abhängig sind. Die ungünstige Binnenlage mit hohen Transportkosten, Marktferne, Mangel an preisgünstigen Energiequellen, geringe Vorkommen von Bodenschätzen und ein niedriges Ausbildungsniveau beeinträchtigen die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.

Die großen Städte des Landes unterliegen einem rasanten Wachstum, vor allem die Hauptstadt Ouagadougou kann den Zustrom der zumeist jungen Landbevölkerung kaum bewältigen. Jedes Jahr vergrößert sich die Zahl der Bewohner der Stadt um 10 % und mittlerweile zählt sie ca. 2 Millionen Einwohner.

 

  • Größe des Landes: 274.000 Quadratkilometer
  • Hauptstadt: Ouagadougou (über 2 Millionen Einwohner)
  • Staatssprache: Französisch
  • Gesamtbevölkerung: 17,6 Millionen Einwohner
  • Bevölkerungswachstumsrate von 2,91 % in 2014
  • 45 % der Gesamtbevölkerung sind unter 14 Jahre alt
  • 24 % der 15-19jährigen sind bereits Mutter oder schwanger
  • Kindersterblichkeit: jedes 10. Kind unter 5 Jahren stirbt frühzeitig
  • Unterernährung: 25% der Kinder unter 5 Jahre sind untergewichtig
  • Analphabetismus: mehr als 70% der Bevölkerung sind Analphabeten

(Quelle: Datenbank der Worldbank: data.worldbank.org)

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