Batikarbeiten aus Ouagadougou

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test Im village artisanal, dem hiesigen Kunsthandwerkermarkt in Ouagadougou, treffen wir den Künstler, von dem wir unsere Batikkarten und die kleinen und großen Batikarbeiten beziehen.

Die Wände seines kleinen Ateliers sind geschmückt mit Batikarbeiten in den herrlichsten Farben und mit den unterschiedlichsten Motiven. Von einzelnen Tieren über Darstellungen ganzer Dörfer ist alles zu finden. Als wir ihn besuchen, fertigt er gerade Klappkarten aus den kleinen Batiken, die er am Vortag hergestellt hat.

Er erklärt uns die Herstellung und wir staunen über den aufwändigen Färbeprozess.

dsc_0156-webdsc_0157-webGestartet wird mit einem weißen Baumwollstoff. Darauf malt der Künstler sein Motiv mit einem speziellen Zeichengerät. Es sieht aus wie eine dicke Feder mit einem kleinen Behälter darüber. In den kleinen Behälter wird flüssiges Wachs gefüllt, denn damit wird gemalt.

Ist das Bild fertig, wird der Stoff in eine helle Farbe, z.B. gelb, getaucht und eingefärbt. Das aufgetragene Wachs verhindert, dass die entsprechenden Stellen eingefärbt werden. Das Ergebnis ist ein gelber Stoff mit den weißen Konturen des Motives. Im nächsten Schritt wird wieder Wachs aufgetragen. Diesmal werden z.B. Teile des Motives ausgemalt, die später gelb erscheinen sollen. Die darauffolgende Färbung erfolgt mit der nächst dunkleren Farbe.

Das Auftragen des Wachses und das Färben des Stoffes wird so lange wiederholt, bis alle Details des Motives entstanden sind und der Stoff an den Stellen, die nicht mit Wachs getränkt sind, durch die vielen Färbungen schwarz geworden ist.

Zum Schluss wird das fertige Bild in heißes Wasser getaucht. Das Wachs wird flüssig und sammelt sich im Wasser. Das Bild wird getrocknet, gebügelt und ist nun fertig zum Verkauf. Das Wachs kühlt mit dem Wasser ab, sammelt sich am Boden und kann später für ein neues Bild wieder verflüssigt und verwendet werden.

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