Kategorie: Erfahrungsberichte AMPO

Bericht aus Ouagadougou zu Klängen von Bach und Tou

Beim Klang von Bachs Goldbergvariationen sitze ich in meiner Ziviwohnung. Mäßige Hitze, es ist Sonntagspätnachmittag. Für heute steht nur ein Punkt auf meiner To-Do-Liste: Den ersten, zaghaften Versuch zu wagen, Ihnen meine Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse mitzuteilen.

Zuvor erfuhr ich, wie schwer das Schreiben von Berichten doch sein kann. Hätte ich vorher nie gedacht. Meine ersten Versuche scheiterten allesamt an meinem Anspruch. Jeder noch so wohlüberlegte Satz, jedes Wort und jeder Buchstabe schien nicht das widerspiegeln zu wollen oder zu können, was ich hier erlebe. Es hat ein wenig gedauert bis ich begriffen habe, dass ein Bericht kein Kampf ist, sondern ein fließen-lassen. Ein Bericht bietet die Möglichkeit, in sich hineinzuhorchen, zu reflektieren, los zulassen. Eine sehr persönliche Angelegenheit und ich möchte Sie gerne teilhaben lassen, Sie mitnehmen auf meine ganz persönliche, innere Reise.

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Zivi-Rundbrief Nr. eins… von Lukas Terwitte

Liebe AMPO-Freunde,
mein Name ist Lukas Terwitte. Anfang August habe ich die Nachfolge von Jonas Lanz, dem aktuellen AMPO-Zivi, angetreten. Bis zu seiner Abreise im September wird er mich einarbeiten und mir alle wichtigen Dinge bei AMPO und in Ouagadougou zeigen.

Zunächst möchte Ich mich Ihnen kurz vorstellen, damit sie ein ungefähres Bild haben, wer für Sie in den nächsten 13 Monaten den Zivi-Rundbrief schreibt:

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Zivi-Rundbrief für Juni 2008

Bericht Nr. 6

 

Es prasselt und rauscht, fließt und windet, dröhnt und donnert. Türen schlagen, schemenhafte Gestalten rennen geduckt durch Wasserwände. Aus Straßen werden Rinnsale, dann Bäche und schließlich umfließen brodelnde Flüsse die Mauern und Häuser. Der Geruch der feuchten Luft gleicht dem von Rohbauten und nach langer Zeit ist die Temperatur wieder unter 30 Grad gesunken. Durch Staubwinde und schwarzen Himmel angekündigt, bricht nach mehr als acht Monaten der erste richtige Regen über Ouagadougou herein. Welch eine Erleichterung für die staubbedeckten Pflanzen, welch Segen für die ausgetrocknete Landschaft. Die Lunge protestiert auch bei tiefem Luftholen nicht mehr und das Auge erfreut sich an frischem Grün.

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Zivirundbrief im März 2008

Bericht Nummer 5

Liebe Freunde und Verwandte, liebe Spenderinnen und Spender

Weihnachten, das Fest der Familie, mit ca. 400 Menschen bei über 25°C, einem Eselkarren für den Weihnachtsmann und nach der Feier unter anderem Hip Hop? Nicht nur für meinen Familienbesuch aus Deutschland eine interessante Erfahrung. Der Kontrast zwischen von Kerzenlicht beschienenen „Oh- Tannenbaum“ singenden Kindern, die danach Break-dancen war einfach kurios. Zwar steckte der Container mit den Geschenken aus Deutschland noch im Zoll fest und der Weihnachtsmann hatte „nur“ T-Shirts und Süßigkeiten zu vergeben, glücklichere Weihnachtskinder habe ich aber bisher nicht erlebt.
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Zivi-Rundbrief für Dezember

Liebe Freunde und Verwandte, liebe Spenderinnen und Spender

Ich sitze hier am Computer, versuche die letzten eineinhalb Monate Revue passieren zu lassen und die wichtigsten Ereignisse für diesen Bericht heraus zu fischen. Da ich inzwischen doch einige Mails mit der Frage nach meiner genauen Arbeit hier bei AMPO bekommen habe, werde ich dieses Informationsloch stopfen. Außerdem kam am 11. November Katrin wieder gesund aus Deutschland zurück, der Advent hält Einzug und Hannes fiel vom Pferd.
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Zivi-Rundbrief 2 für Oktober von Jonas Lanz

Liebe Spenderinnen und Spender, liebe Freunde und Verwandte,

vor sieben Wochen landete mein Flugzeug in Ouaga, und seit dem letzten Bericht ist wieder allerhand geschehen, an dem ich Sie hier nun teilhaben lassen möchte.

Als ihr Live-Korrespondent vor Ort bin ich natürlich verpflichtet, Ihnen nicht immer nur von einem Ort zu berichten, sondern Sie haben das Recht auf weiterführende Informationen aus mehreren Regionen. Die Einladung einer anderen NGO für eine Reise durch den Osten von Burkina Faso kam für mich so äußerst günstig. Diese NGO nennt sich ASAO, wird mit beträchtlichen Mitteln vom BMZ unterstützt und baut Schulen, Brunnen und Lehrerhäuser in ganz Burkina. Einmal im Jahr werden einige dieser Schulen auf einer Rundreise von einer deutschen Delegation besucht, zu der dieses Jahr freundlicherweise auch die Zivis von SEWA und ich gehörten. Hier der Bericht einer Reise durch den Busch.

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Zivi-Rundbrief für Oktober von Jonas Lanz

Liebe Freunde, Verwandte und Spender

Nun ist es eine Woche her seit meine Füße den ersten Sand Afrikas berührten und langsam fühle ich mich angekommen. Die Düfte, Klänge und Bilder sind schon vertrauter, Muster werden erkennbar. Einen für mich neuen Aspekt von Afrika durfte ich auch schon kennen lernen, wenn hier der Himmel seine Schleusen öffnet, dann richtig. Die Wassermassen verwandeln manche Straßen in knietiefe Flüsse und meinen Zimmerboden in eine Unterwasserlandschaft. Den Kontrast zwischen staubiger, vor Hitze flirrender Stadt und Regenschwaden über den Dächern muss man eigentlich direkt erleben.weiterlesen ›

Zivirundbrief für August 2007

Liebe Freunde und Verwandte, liebe Spender
(von Jonas Lanz)

Zu Beginn starkes Wackeln und Rucken, dann Beruhigung und sanftes Dahingleiten im Einklang mit den Elementen. So begrüßte mich der Himmel über Afrika, als ich im Flugzeug in das Staatsgebiet von Burkina Faso, dem „Land der Aufrechten“, einflog.
Vielleicht ist dieses Ankommen eine Metapher wie es mir in Afrika noch ergehen soll, nach zwei Nächten finde ich es aber zu früh schon zu urteilen.

Eigentlich fühle ich mich auch noch nicht wirklich angekommen, eher wie ein Kind in einem riesigen Museum, das nicht weiß wo es überall hinschauen soll, so vielfältig sind die Eindrücke, so vielen Sachen müssen noch entdeckt und verstanden werden. weiterlesen ›

Zivi-Rundbrief für Mai von Jonathan Neuhoff

Es regnet wieder! Fast 6 Monate sehnsüchtiges Zum-Himmel-Blicken und darauf hoffen, dass ausnahmsweise doch ein Tropfen vom Himmel fällt, sind vorbei. Das waren 6 Monate triefenden Schweißes und trockenem Staubes. Schweiß, der einem das frisch gewaschene Hemd innerhalb von 2 min durchnässt, nur weil man es wagt in einem Raum ohne Ventilator das Türschloss auszutauschen und der rote Staub, der alles umgibt, durch jede Ritze dringt, einen schwer atmen lässt wie einen Kettenraucher und an manchen Tagen den Himmel so rötet, als würde die ganze Welt in einem Kakaoglas stecken.weiterlesen ›