Interview

  • Katrin „Fatima“ Rohde auf Tour in Spanien – 23.04.2012

    Quelle:
    Costablancawatchtv, 23.04.2012

    Beschreibung:
    In Spanien auf Tour für Ihre Projekte in Burkino Faso, Westafrika.

Katrin Rohde im Interview mit finkenau|elf – Ausgabe 2/2011

Von Plön nach Ouagadougou: Immer unterwegs mit Mama Tenga

Wir haben Katrin Rohde nach einzelnen Stichwörtern befragt. So entstand ein »Interview nach Alphabet«, das zahlreiche Facetten dieser bemerkenswerten Frau und ihres großartigen Projekts zur Geltung bringt.

A wie Abhauen Abhauen – nein, ich bin nicht aus Deutschland geflohen, überhaupt nicht! Ich wusste nur, dass es
einen Ort gibt, wo ich mehr in Gang setzen kann als hier. Ich wusste, dass ich für die Menschen in Burkina Faso »wertvoller« sein kann, was sich inzwischen auch bewahrheitet hat. Gott sei Dank!

B wie Bücher und Buchhandel Gerade letzte Woche war ich in meiner Lieblings-Buchhandlung in Plön, es war frühmorgens, und die Buchhändlerinnen mussten 200 Bücher draußen stapeln. Ich habe einer Kollegin den Stapel aus der Hand gerissen und gesagt: »Oh, bitte, lass‘ mich auch mal!« Ich liebe Bücher, ich liebe Buchhandlungen, und ich kann ohne Bücher natürlich nicht leben. Meine besten Vorträge halte ich in Buchhandlungen, so gerade bei Kortes in Blankenese, ein wunderbarer Ort.

C wie Chancen 160 Jungs und 98 Mädchen, die wir teilweise auf der Straße gefunden haben, die misshandelt worden waren oder von ihren Familien nicht mehr versorgt werden konnten, sind mittlerweile bei uns im Waisenhaus  erwachsen geworden und draußen selbstständig. Die meisten können für sich sorgen, heiraten und eine Familie  gründen. Viele machen einen eigenen kleinen Betrieb auf, eine Tischlerei zum Beispiel oder einen Frisiersalon. Und was das Tolle ist: Sie haben einen kleinen Verein gegründet, um sich gegenseitig zu helfen, wenn es einem von ihnen mal nicht so gut geht. Damit sie nicht immer zu »Mama« laufen müssen, um sich helfen zu lassen.

D wie Durchsetzungsvermögen Früher hatte ich davon mal zu viel und mal zu wenig, inzwischen habe ich das Maß gefunden und auch ein paar Leute um mich, die sich für mich durchsetzen. Wir arbeiten in unserem Direktorium in einem rein afrikanischen Team – Afrika gehört den Afrikanern, und sie sollen es selbst entwickeln. Ich selbst kann nur raten, dazu beitragen und lernen. Für Deutschland möchte ich durchsetzen, dass die Menschen verstehen: Helfen und Teilen ist eine innere Ehre, für den Empfänger sowohl wie für den Geber!

E wie Erziehung

Vollständiges Interview zum Download: Von Plön nach Ouagadougou: Immer unterwegs mit Mama Tenga